Jahrgang 
3 (1859)
Einzelbild herunterladen

a, wit drüben , der Dul⸗ enn ich haftig, rleid, nftigen rächte,

erſetzte fenbild ccht zu de mit Liebe, ſinn zu ermaßen llichkeit ert und chen im rechten ließeſt! oh mon und dic , Wie Wand

er kleint päih

Vergij⸗ hheit atüulih Mond⸗ zrte man

Von F. W. Hackländer. 17

den hinter der ſpaniſchen Wand lachend ſagen;aber ich freue mich, das von dir zu hören, denn das ſpricht doch nur der Neid aus dir. Wenn ich jetzt dunkle, glühende, blitzende Augen male, ſo weißt du wohl, was mein Vorbild iſt und biſt nur deßhalb ergrimmt, weil du den grünen, katzenarti⸗ gen Schimmer in den Augen deiner Schöpfungen nun einmal nicht entbehren kannſt.Gut, gut! Aber ſie ſelbſt, deren dunkle, glühende, blitzende Augen dich begeiſtern, hat weit mehr Gefallen an meinen Schöpfungen. Bleibt ſie nicht vor meinen Bildern mit dem Ausdrucke des innigſten Wohl⸗ behagens ſtehen, ſchlägt ſie nicht ihre kleinen Hände zuſammen und nennt mich ihren caro Wulfo? Das iſt der Beweis, daß ein natürliches, reines, unverdorbenes Gemüth auch nur an natürlichen, reinen, unverdorbenen Naturen, wie meine Schöpfungen ſind, Geſchmack findet.Ja, ja, wie alle Kinder ſich freuen, wenn man ſie in die Affenbude führt.

Der kleine Thiermaler hatte während dieſes Geſprächs einen ſeiner Pinſel ergriffen und mit dem Holze deſſelben einen der Affenſchwänze ſchraf⸗ firt. Dabei ſchien er mit ſeiner Arbeit zufrieden, denn er nickte wohlgefällig mit dem Kopfe und trat mehrmals einen Schritt zurück, um ſein Werk be⸗ friedigt aus einer gewiſſen Entfernung anzuſchauen.Du, Friedrich! vernahm man da abermals die Stimme von der ſpaniſchen Wand. Nun?Komm' einen Augenblick heruͤber.Gleich; ſiehſt du, du kannſt wieder ohne meine Huͤlfe nicht fortkommen.

Träume.

Der andere Theil des Ateliers, in welchen wir uns nun, dem kleinen Maler folgend, begeben, hatte, da hier alle die wunderlichen Thiergeſtalten fehlten und ſich dafür ernſte Studienköpfe an den Wänden befanden, ein ganz anderes Ausſehen. Dieſen Raum zierten ferner ein paar alte maleriſche Lehnſeſſel; ein ähnlicher Tiſch, aus Eichenholz geſchnitzt, ſtand in der Ecke, von ihm herab hing eine buntfarbene Decke, auf der eine Mandoline lag und ein paar mittelalterliche Stoßdegen. Die hierzu gehörende Eiſenhaube, ſowie ein paar Stahlhandſchuhe lagen auf einem neben dem Tiſch ſtehenden Tabouret und dienten dort, um durch ihre Schwere ein Stück rothen Da⸗ maſtes feſtzuhalten, das in breiten ſchönen Falten auf den Boden herabhing. Ueber den Studienköpfen hing ein größeres, unfertiges Bild, ein Fenſter darſtellend, aus welchem ein ſchönes Mädchen dem Beſchauer entgegenſah; ihr Geſicht zeigte unverkennbar einen ſüdlichen, italieniſchen Schnitt, wozu

Hausblätter. 1859. III. Bd. 2