Jahrgang 
2 (1859)
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Von Hermann Reuchlin. 479 ſich ſelbſt überlaſſen, werde ſich, gleich Venedig, als Republik conſtituiren, Genua ſtehe im Begriff daſſelbe zu thun, wenn er nicht dieFremden, die Barbaren vertreiben helfe. So ging er mit einem ſchlecht gerüſteten Heer über den Teſſin. Die weit überwiegende national⸗monarchiſche Partei brachte es trotz Mazzini dahin, daß die Lombardei und die Herzogthümer ihn mit ungeheurer Majorität zu ihrem Könige wählten. Daß das venetia⸗ niſche Feſtland daſſelbe that, war ein Unglück für Karl Albert, denn jenes genügte den alten Planen des Hauſes Savoyen. Beſonders ſeit dem erſten Pariſer Frieden 1814 ſah Piemont es, trotz des Erwerbs von Genua, da⸗ für an, daß es von ſeiner früheren freien Stellung, in welcher es ſeine Allianz im Aufſtreich verkaufen konnte, heruntergeſtürzt ſei. Oeſterreich hatte in demſelben Frieden nicht bloß ſeine Beſitzungen in Italien vervier⸗ facht; es hatte dieſelben mit ſeinem Reichskörper auf breiter Linie verbunden und drückte nun mit dem ganzen Gewichte deſſelben auf das dadurch aller⸗ dings relativ geſchwächte, ehr⸗ und ländergierige Piemont. Daher hatte ſchon der reaktionäre Seher Graf de Maiſtre 1814 geſchrieben, Piemont müſſe ſich der radikal⸗nationalen Partei in die Arme werfen, um ſich mit der Minciolinie die Selbſtſtändigkeit wieder zu erobern. Der öſterreichiſche Hof, wie Karl Albert, waren im Mai 1848 geneigt, durch Englands Ver⸗ mittlung darauf abzuſchließen. Allein ſo lang die Springflut der natio⸗ nalen Phantaſteen hoch ging, durfte Karl Albert nicht wagen, auf dieſe Baſts zu unterhandeln; nach dem Fall Mailands war es für Oeſterreich, Angeſichts ſeines Heers und Volks rein unmöglich, auf irgend eine Handbreit Landes zu Gunſten Piemonts zu verzichten.

Während England auch ferner jenen alten Plan verfolgte, zeigte es ſich immer mehr, daß Frankreich tief gereizt-war durch das im April 1848 ihm ins Geſicht geſchleuderte: Italien wird ſich ſelbſt helfen! Frankreich wollte ebenſo wenig eine Vergrößerung, als eine Verkleinerung Piemonts zugeben. Ein mit Oeſterreich nur durch Perſonal⸗Union verbundenes Lombardo⸗Venetianiſches Königreich mit italieniſchem Heer und Verwaltung war ſein Ziel; dieſes Schattenkönigreich wäre ſteten Verſuchen ſich von Oeſterreich ganz loszureißen verfallen geweſen, es hätte ſomit Frankreichs Sülfe gegen Oeſterreich, wie gegen Piemont, immer gebraucht und wäre alſo iin Sklave Frankreichs geworden. Daraus erhellt, welche Plane Frankreich jetzt in Italien verfolgt; an Piemont hat man wohl die Lombardei und Parma verſprochen. Allein das Hauptziel iſt wohl ein Königreich vom