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Von Johannes Müller.
ſofort für den Herzog um 65 Thlr. bei einem Juden verſetzen mußte. Dabe wurden ihm ſelbſt nicht einmal 6 Thlr. zugeſtanden, die er von dem Gelde für ſich haben wollte. Doch tröſtete er ſich, indem er einen Nothpfennig von 50 Goldſtücken in ſeinen Hoſenlatz genähet hatte. In Bonn war als Pfand für das unbezahlte Nachtlager ein Knecht mit einem Roſſe liegen geblieben, dieſer mußte mit 31 Thlr. ausgelöst werden. Ferner war den erſten Abend Muſik und ein ſtattliches Bankett, was auf 82 Thlr. kam. Der Herzog hatte ein Gefolge von 45 Perſonen und 32 Pferden, ſo daß nicht abzuſehen war, wie das luſtige, liederliche Leben fortzuführen ſei— alſo Schwierig⸗ keiten über Schwierigkeiten! Doch gab der Herzog auf alle Vorſtellungen nicht viele gute Worte, ſondern meinte, wenn er nur zwei Tage hinkomme, daß er bekannt würde, ſo wollte er ſich ſchon Geld verſchaffen. Schweinichen mußte alſo mit dem Wirthe einen Akkord ſchließen. Als nun aber der Sonnabend kam und der Wirth ſeine Rechnung von 578 Thalern bezahlt haben wollte, wußte man keinen Rath; der Sekretär des Herzogs, hieß es in der Verlegenheit, ſei mit der Kaſſe noch zurückgeblieben, wenn er an⸗ komme, ſolle gezahlt werden. Der Wirth ließ ſich damit gutwillig noch eine Woche hinhalten. Um nun doch wenigſtens Geld zu den gemeinen und täglichen Ausgaben zu haben, mußten wieder einige Kleinode, goldene Roſen und Ringe, verſetzt werden— Tropfen nur auf einen glühenden Stein, oder hier vielmehr in den Schlund unerſättlicher Schlemmer!„ Es wollten ſich aber J. F. Gnaden ſehen laſſen, ließen täglich zu Tiſch mit acht Trompeten blaſen und die Keſſeltrommel ſchlagen und hielten ſich ganz fürſtlich. Wenn die Trompeten gingen, ſo ritt es auf allen Gaſſen zu, als ob ein König allda läge, und war ein groß Gefreſſe und Geſäufte.“
Als am folgenden Sonnabend der Wirth Geld haben wollte, war natürlich nichts da. Glücklicherweiſe kommt endlich ein Brief vom Sekre⸗ tarius an, er werde ſich binnen 8 Tagen mit einem Stück Geld einfinden. Es ließ ſich darum der Wirth noch einmal beſchwichtigen, obwohl er allein für dieſe Woche 643 Thlr. bekam. Nun war jedoch die Noth groß, indem der Wirth allerdings nicht länger mehr als 8 Tage noch borgen konnte. Der in Folge deſſen gehaltene große Rath beſchloß, ſich an die Verwaltung der Stadt zu wenden und ſie um 10,000 Thlr. anſprechen zu laſſen. Es ward alſo an den Rath eine großartige Geſandtſchaft geſchickt, die auch von ihm mit allem Glanze aufgenommen ward. Nach dem Vortrag der Sache ward ſie von 30 Stadttrabanten wieder in das herzogliche Loſament begleitet.


