Jahrgang 
4 (1858)
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Von Johannes Müller.

Werth von über 1200 Thlr. hatte. Nach einem ſtattlichen Bankett, das der Wirth noch auf Rechnung lieferte, ging die Reiſe weiter.

Beim Abte von Kaiſersheim blieben die Reiſenden 3 Tage; dieſer, obwohl er ein Anlehen abwies, ſchenkte ihnen 50 Kronen. Vom Abte von Elchingen war auch nichts zu borgen, doch verehrte er dem Herzoge gleichfalls 30 Kronen. Im Kloſter Marchthal dagegen waren ſie nicht gern geſehen. Der Abt von Zwiefalten gab 50 Thlr. Hier blieb das Gefolge einſtweilen liegen, während der Herzog nach Heidelberg zum Kurfürſten ging. Nach einiger Zeit, nachdem ein Geſuch im Auftrage des Herzogs an den Grafen von Hohenlohe um 5000 Gulden für Schweinichen fruchtlos abgelaufen war, kam endlich von Heidelberg an die mittelloſe Dienerſchaft nebſt 100 Fl. die Aufforderung nachzukommen. Schweinichen ſtellte nun dem Abte, nach der Anweiſung des Herzogs, die entlehnten 50 Thlr. zurück und erhielt als Verehrung 20 Gulden.Und zog alſo folgenden Tages, da ich mich den Abend zuvor mit dem Herrn Abt durch einen ſtarken Rauſch geletzet hatte, im Namen Gottes mit J. F. Gnaden Geſindlein nach Hei⸗ delberg fort.

Mittlerweile hatte der Herzog ſich an dem Zuge betheiligt, den di deutſchen Proteſtanten unter Pfalzgraf Johann Kaſimir zur Unterſtützung der Hugenotten nach Frankreich unternommen hatten. Die Einzelnheiten dieſes Intermezzos übergehen wir. Für den Herzog war es von beſonderer Wichtigkeit, daß er nach dem ziemlich erfolgloſen Zuge eine Beſtallung für einen ſ. g. Nachzug annahm. Demgemäß ſollte er allemal nach empfangener Aufforderung in 4 Wochen mit 3000 reiſigen Pferden und 4000 Knechten nach Frankreich zum Prinzen Condé ziehen; für ſeine Perſon bekam er dafür nach geſchehener Aufforderung einen Monatsſold von 2500 Kronen, inmittelſt aber ein Wartegeld von monatlich 2000 Kronen. Die folgende Zeit ging die Reiſe von einem Orte zum andern, unter beſtändigem Saus und Braus, wozu theils das Wartegeld verwendet wurde, theils aber die Mittel auch durch Borgen, Betteln und Verſetzen werthvoller Kleinode aufgebracht werden mußten. In Frankfurt a. M. ruhten ſie drei Wochen; der Verſuch, bei dem Rathe die Summe von 4000 Thalern zu borgen, ſchlug fehl, und auch bei den Kaufleuten war der Kredit des Herzogs ſo ſchlecht, daß ihm keiner etwas vorſtrecken mochte.Aber auf mein Brief und Siegel, erzählt Schweinichen,ward mir angeboten, 1000 Kronen und auch mehr zu leihen, durfte es aber J. F. Gnaden nicht anmelden,