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Von F. W. Hackländer.
die Wagenlaternen zeigten nur die ſcheinbar vorüberhuſchenden Bäume zu beiden Seiten des Weges. So viel ich aber an den gelinden Stößen des Wagens und dem ſanften Neigen bald nach dieſer, bald nach jener Seite merken konnte, war die Straße nicht ſchlecht, was auch das oftmals tolle Fahren des Mayorals beſtätigte. Ich komme immer wieder auf die Behaup⸗ tung zurück, daß die koloſſalſten Nerven dazu gehören, um mit einiger Be⸗ haglichkeit in ſpaniſchen Eilwägen, namentlich zur Nachtzeit, fahren zu können. Wenn ich mich auch zum Wagenfenſter hinausbog, ſo konnte ich doch nur in ſchwachen Umriſſen das vordere Paar unſerer acht Maulthiere erkennen und die auf⸗ und abhüpfende Geſtalt des kleinen Delantero.
Da es beſtändig ſtark abwärts ging, ſo durfte es der Zagal nicht wagen, viel auf- und abzuſpringen, um die Thiere mit einem Steinwurf oder einem tüchtigen Schlage anzutreiben. Doch ſaß er unruhig genug auf ſeinem Sitz, ſtrampelte mit Händen und Füßen und ſchrie ſein:„Hatje, hatje!“ oder:„anda Gitana! anda Capitano!“ oder wie die Thiere alle heißen mochten, ſo laut in die Nacht hinaus, daß es häufig das Knirſchen der Räder auf den Steinen übertönte. Und wie knirſcht und knarrt ſo ein ſpaniſcher Eilwagen! Wenn es ſo im vollen Galopp abwärts geht und der Wagen ſchwankend dahinſaust, jetzt durch ein tiefes Loch hindurch, dann wieder über einen Stein, ſo begreift man nicht, wie das Räder und Wagen⸗ kaſten nur eine Stunde lang auszuhalten vermögen. Bäume, Sträucher, die Wände des Hohlwegs, Brückengeländer und Wegſteine, von dem zit⸗ ternden Schein der Wagenlaternen beleuchtet, ſcheinen eilfertig vor unſerem Anblick rückwärts zu fliehen. Das einzig Beruhigende bei dieſer wilden Jagd iſt der Anblick des Mayorals,— eines rieſenhaften, kräftigen Man⸗ nes, der in ſeiner braunen Jacke unbeweglich wie ein Bild von Erz draußen ſitzt; ſeine ſtarke Fauſt hält die Zügel der Stangenthiere, und man ſieht kaum eine Bewegung, wenn er ſie bald rechts, bald links leitet. Sein treu⸗ herziges, kluges Geſicht iſt vom Scheine der Laternen beleuchtet, und er⸗ ſcheint ſo ruhig und heiter, als habe die nächtliche Fahrt durchaus nichts zu bedeuten. Zuweilen ſagt er dem Zagal ein leiſes Wort und läßt ſich auch nicht ſelten von dieſem eine Papiercigarre drehen und in den Mund ſtecken; dann wickelte er ruhig ſeine lange Peitſche auf, pfeift dem Delantero, knallt den Maulthieren eins über und in erneuertem Jagen raſſeln und klirren wir abwärts und immer abwärts, bald rechts, bald links um ſcharfe Berg⸗ ecken, immer zu, bis vor uns im Thale Lichter aufglänzen. Wir ſind in der
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