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den geiſtlichen Freund ins Vertrauen zu ziehen. Ich bin in der ſonderbarſten Verlegenheit, ſagte ſie, ich muß den ſo erfreulichen Antrag wenig⸗ ſtens fuͤr jetzt ablehnen und kann meinen Grund dafuͤr nicht geltend machen. Rathen Sie mir, mein Freund! Ihr hoͤherer Sinn weiß gewiß Das zu wuͤrdigen, was der Familie vielleicht unbedeutend oder gar laͤcherlich erſcheinen duͤrfte. Aber Sie muͤſſen einen Augenblick den Abgeord⸗ neten von ſich thun und mir ſelbſt ein gewiſſen— hafter Beichtiger ſein. Ich rechne auf Ihre Verſchwiegenheit! Nun erzaͤhlte ſie ihren Traum mit all' den nachgefolgten Umſtaͤnden, die ſie in ihrem Vorgefüͤhl und Glauben beſtaͤrkt hat⸗ ten. Muß ich es nun nicht abwarten, fuͤgte ſie hinzu, was der Himmel mit uns vor hat? Koͤnnten Sie ſo, wie ich es allein vermag, mein vor Verirrungen leider nicht bewahrt gebliebenes Leben uͤberſchauen, Sie wuͤrden mit mir fuͤhlen, daß ich gewiß am beſten thue, mich dem wal⸗


