Drittes Kapitel.
Das Herz voll Entrüſtung beſuchte William nach Tiſche Southamptonhouſe, um ſeinem Freunde Bericht zu geben. Er traf ihn nicht allein an; Eſſex und Bacon ſaßen bei ihm. Die lebhafteſte Verhandlung war im Zuge, und William konnte ſeine leidenſchaftliche Mittheilung nicht los werden. Southampton ſah ihm die Unruhe, die innere Ungeduld an; er hielt ſie aber für begeiſtertes Entzücken über die Bekanntſchaft des ſo liebenswürdigen Mädchens, und lächelte den ſchweigend verſtimmten Freund manch⸗ mal an.
Eſſer erzählte ſeine Audienz bei der Königin. Sie hatte ihn vor den Höflingen und Miniſtern ſo zuvor⸗ kommend empfangen, daß jedes ihrer Worte, wie der Graf ſagte, ein neues Ohr werth war.— Ich ſelbſt aber machte mich immer ſchwerer und dickohriger, fuhr der Erzählende nach William's Eintritte fort. Wir ſetzten uns ſpäter im geheimen Rathe zu einer Verhandlung über die Angelegenheiten Irlands und die Ernennung eines Oberbefehlshabers. Natürlich nahm ich das Wort für Lord Montjoy. Die Königin ſtutzte, die geheimen Räthe ſchielten mich an.— Gott's Augenlid! rief endlich die Monarchin aus. Können wir denn niemals überein⸗ kommen? Heut wollt' ich Euern Gaul ſatteln, mein


