347
Fritzens ein, der eine vorgefallene Verſpaͤtung ihrer Abreiſe beklagte; doch hoffte man noch im alten Jahr einzutreffen.
Der Abend kam. Angelika war im Einver⸗ ſtaͤndniß mit dem Vater und mit Veronika, die einander uͤberraſchen wollten. Sie ſtand der Freundin bei, im Saale den Chriſtbaum und die Chriſtbeſcherung anzuordnen, und half dem Vater im daran ſtoßenden Zimmer die Geburts⸗ tagsgeſchenke zurechtlegen. Vergnuͤgt und mit liebevoller Schalkhaftigkeit trank man den Thee, waͤhrend deſſen die rheiniſchen Freunde ſich in das Haus ſtahlen und in einem andern, an den Saal ſtoßenden Zimmer ſich verſteckt hielten.
Es iſt ein recht gelinder Winterabend, aber truͤbe und dunkel, ſagte Veronika, indem ſie an das Fenſter trat. Das Chriſtkind hat keinen kalten, aber einen recht geheimnißvoll verhuͤllten Weg zum Beſcheren. Wenn ich nicht irre, ſo hat es eben unſer Haus verlaſſen und eilt nach


