Jahrgang 
2
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Veronika waltete, als Stellvertreterin der Haus⸗ frau, mit Geiſt und Wohlwollen; ſie entfaltete in ihrer jetzigen Freiheit die Gaben einer Ge⸗ bieterin und Begluͤckerin des Hauſes, vielleicht um ſo unbefangener, weil ihr der Gedanke, es zu werden, jetzt auch nicht einmal als Traum in den Sinn kam. Der Baron aber freute ſich daran gerade mit dieſem Gedanken, den er je⸗ doch aus Zartgefuͤhl nicht merken ließ. Nur einmal, als eben eine kleine Geſellſchaft aus der Stadt viel froͤhlicher, als in fruͤherer Zeit, Abſchied genommen hatte, erinnerte er ſcherzend an Alidens Ausſpruch vor der Badereiſe, Vero⸗ nika werde aus den Niederlanden praktiſcher zu⸗ ruͤckkehren.

Ach! erwiderte ſie, berufen Sie jene Ver⸗ gangenheit nicht, lieber Freund! So Manches hat ſich leider! betruͤbt genug erfuͤllt. Jener kindiſche Traum, der uns manche Sorge machte, iſt in Wahnſinn ausgelaufen. Und wie wun⸗