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muſterte die kleine, enge Stube mit der ärmlichen Einrichtung, er ſah die alte Mutter und die gebrechliche Schweſter des Webers, — er wußte nicht, ſollte er zu dieſer Verlobung Glück wünſchen, oder nicht.
„Ihr begreift nicht, daß man in ſolchen Zeiten an Heirathen denken kann,“ fuhr der Weber lächelnd fort,„na, ja, ich hab' auch nicht daran gedacht, aber das macht ſich manchmal, ohne daß man es will und wenn man einmal A geſagt hat, dann muß man auch durch buchſtabiren, wenn man kein Schuft ſein will. Mit der Heirath hat's ja noch Zeit, Marie iſt eine Waiſe, ſie kann arbeiten, ſie wird in dieſer ſchweren Zeit mir gerne beiſtehen, meine Mutter und die Schweſter zu ernähren.“
„Das will ich,“ fügte das Mädchen hinzu,„und wenn's nicht am Webſtuhl geht, dann arbeite ich im Tagelohn, ich bin ſtark und geſund und werde ſchon Arbeit finden.“
„Wenn das iſt, dann gratulire ich von Herzen,“ ſagte Scheren⸗ berg.„Aber damit iſt noch nicht geholfen, hier muß berathen und Hand angelegt werden, ſo, wie es jetzt iſt, kann es nicht fortgehen. Iſt denn kein Fabrikannt in der Stadt, der es ehrlich mit den Arbeitern meint?“
„O doch,“ erwiderte Scharf,„aber ſie ſind dünn geſäet und der Arbeiter ſind viele.“
„So muß die Arbeit vertheilt werden!“
„Geſchieht auch, aber die Fabrikanten halten's auf die Dauer nicht aus.“
„So muß die Stadt—“
„Redet mir davon nicht. Ein Comité hat ſich gebildet, Gelder ſind eingekommen, aber—“
„Ihr erhaltet ſie nicht?“
„Doch. Aber was nutzen uns dieſe Almoſen? Wir wollen Arbeit. Almoſen verführen gar leicht zum Müßiggang, zu einem ſorgloſen, unthätigen Leben.“
Das war auch für den langen Chriſtian ein Stich, ohne daß der Weber es wußte. 5
„Ja, ja, Arbeit,“ ſagte Scherenberg nachdenklich.„Wie kann man ſie Euch verſchaffen? Wenn man Geld hätte, daß man Garn kaufen könnte——— ſagt einmal, ſeid Ihr ein ſchlauer Kopf?“
„Wie meint Ihr das?“
„Na, ich meine, wenn es ſich zum Beiſpiel um die Erforſchung irgend eines dunklen Verbrechens handelte, würdet Ihr das über⸗ nehmen können?“
„Jenachdem, ich weiß ja nicht—“.
„Noch Eins. Könntet Ihr auf Koſten eines Andern eine Reiſe unternehmen?“
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