Das vordem von wilder Leidenſchaft durchbohrte Herz war erkaltet, zuletzt einer lebhaften Regung weder im guten noch böſen Sinne fähig.
Röder war mit Nanni vor dem Haſſe und der Ver⸗ achtung der Brambacher ins Niederland geflüchtet. Da er nie arbeiten gelernt, verkümmerte die Familie dort bald und endete im Elende.
Als der Verfaſſer dieſer Blätter vor zwei Jahren Brambach beſuchte, lebte nur Guli noch, und zwar, äußerlich wenigſtens, unter glücklichen Verhältniſſen. War das Verbrechen des Vaters ſoweit ohne nachtheilige Fol⸗ gen für ihn geblieben, ſo war es ihm aber leider auch eben ſo wenig zur ernſten Mahnung geworden. Denn die Wirthin zum„Löwen,“ über das Nähere ſeiner Lebens⸗ weiſe befragt, erklärte verwundert:
„Was er thut? Mein Gott! was ſie Alle machen:
er ſchafft hinüber“


