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auch eben ſo wenig befremdlich finden, daß Röder's äußere Verhältniſſe nie einen feſten und ſicheren Halt gewannen. Während ein großer Theil älterer und jüngerer Genoſſen ſelbſt bei der koſtſpieligſten Lebensweiſe immer an Grün⸗ dung und Sicherung einer Erxiſtenz dachte, die auch für die Zukunft einige Bürgſchaft verhieß, überließ Röder jene rein dem Zufall und pochte lange Zeit auf ſich, ſeine Kraft und die ſonſtigen Befähigungen. Indeß müßte der Leichtſinn coloſſal ſein, wenn er bei reiferem Alter nicht wenigſtens in bedrängten Augenblicken das Irrige einer ſolchen Berechnung vor das Auge führen ſollte. Solche Momente blieben bei Röder nicht aus, namentlich dann, wenn er ſeinen Zuſtand mit dem ſeiner Genoſſen berglich. Er ſann auf Auswege, fand aber keinen andern, als den einer anſtändigen Heirath, den er anfangs berwarf, ſpäter aber doch wieder aufnahm, bis ihn ſeine Gemeinſchaft mit Schanz endlich zu Nanni führte. Wohl möglich, daß ſeiner Liebe zu dem Mädchen von Haus aus tiefere Empfindungen zu Grunde lagen; ſpäter, als er ihrer Liebe gewiß, gewann jedoch die Berechnung allein die Oberhand.
Es war in Brambach bekannt, daß der Meiſter viel erſpart hatte, Summen ſein nannte, die wohl ſelbſt zu dem Ankauf eines größeren Beſitzes ausgereicht haben würden. Und Röder war es ja zunächſt nur um ein kleines Eigenthum zu thun, einer Zuflucht für den Fall der Noth. In dieſem Sinne ſpeculirte er auf Nanni's Hand und hielt es mit dem Alten, bis ihm Zeit und Ge⸗ legenheit geeignet erſchienen, ſeine Anträge zu ſtellen. Sie wurden beſſer und bereitwilliger aufgenommen, als er ſelbſt geahnt.„Wenn's die Nanni zufrieden iſt, ich hab⸗ halt


