Jahrgang 
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ergab ſich auch, daß zur Furcht vor Gefahr ein Anlaß

nicht vorhanden. Waldſchläger und Köhler durchſtöberten den Platz und berichteten. den Kommenden, daß die Grenz⸗ Officianten Vormittags die Gegend allerdings ſcharf re⸗ bidirt, namentlich in der Tiefe nach dem Körper eines Paſchers geſucht hätten, der in verwichener Nacht er⸗ ſchoſſen worden ſei. Sie hatten nichts gefunden, als ein⸗ zelne Blutſpuren, die auch Röder und Sepp jetzt wahr⸗ nahmen, und welche zur Genüge bewieſen, daß der un⸗ glückliche Hebräer verwundet in der Tiefe angelangt war. Was weiter aus ihm geworden, ließ ſich unter ſolchen Umſtänden nicht erſehen, um ſo weniger, als nun auch die Befürchtung, daß er lebend oder todt in die Hände der Grenzjäger gefallen, ſich als unbegründet darſtellte. Un⸗ befriedigt, vielleicht mehr als das, verließen die Paſcher den Platz, ſchlugen jedoch bei der Heimkehr den Weg nach demKamm ein, um auch dort Nachfrage zu halten. Sie verließen deshalb den ſchmalen Waldpfad, brachen ſich durch das Gebüſch Bahn, bis ſie auf einen Fahrweg gelangten, der nach dem gedachten Schank führte. Die Waldung wurde hier, an ihrem Ausgange, lichter und freier, und die Sonne warf ihre Strahlen jetzt heller und voller durch das dunkle ſaftgrüne Laub. Da blieb Sepp mit einem Male ſtehen, deutete auf den Weg und ſagte:

Röder bückte ſich und gewahrte deutlich zwei blutige Fußſtapfen, die ſich dem weichen Boden eingeprägt hatten. Kaum fünf Schritte weiter wiederholte ſich die Erſcheinung. und da hier der Moor⸗ und Torfgrund begann, ſo ent⸗ deckten die Beiden zuletzt eine regelmäßige Reihe ähnlicher Spuren, die geraden Weges nach demKamme führten.