Jahrgang 
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14 jedenfalls einen ſehr günſtigen Eindruck zu machen, welcher durch den Anblick der ſtarken, kräftigen, hochgebauten Män⸗ ner noch mehr gehoben wurde. Denn ſelbſt Röder'sKleiner, der den beiden Andern an Körperlänge wirklich etwas nach⸗ ſtand, maß gut und gerne ſeine ſechsundſiebenzig Zoll.

Plätzer begrüßte den Juden als einen alten Bekann⸗ ten freundlich und nahm dann ohne weitere Unſtände hinter den Flaſchen Platz, die Nanni eben herbeitrug. Der ſogenannteKleine machte ſich an dieJungfer, ward ſeiner maſſiven Zärtlichkeit halber zweimal derb abgefer⸗ tigt, aber immer wieder zu Gnaden angenommen, und wer die Beiden einige Minuten beobachtet, der hätte wohl bald erkannt, wie die Sachen hier ſtanden. Sepp hatte inzwiſchen den Meiſter in Beſchlag genommen. Beide führten ein leiſes, aber ernſtes Geſpräch, denn Schanz er⸗ bleichte einige Mal ſichtlich, ſchüttelte dann wieder ungläu⸗ big das Haupt, während Sepp ſich in vermeſſenen Schwü⸗ ren und Betheuerungen erging. Guli, auf den Niemand groß Acht hatte, neckte anfänglich die Hunde, rückte dann vorſichtig dem Tiſche näher und eroberte nach einigen fehl⸗ ſchlagenden Manövern zuletzt doch noch eine ziemlich volle Flaſche, mit der er ſich ſchnell nach einem dunkeln Theil des Zimmers zurückzog. So kam die elfte Stunde heran. Schanz mahnte

zum Aufbruch, Plätzer leerte das letzte Glas, pfiff den

Hunden und Guli trug die Büchſen herbei. Nanni öff⸗ nete einen Laden und ſchaute in das Dunkel hinaus. Alles ſtill, wie im Grabe! ſagte ſie.

So laßt uns gehen! ſprach der Meiſter. Der Jude flüſterte etwas, was einem Gebete gar nicht unähnlich klang, während die Hunde ihn knurrend umkreisten.

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