Jahrgang 
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s war im Jahre 1826, im Aus⸗ z gange des Monats Auguſt. Ein lieblicher Abend war dem ſchwülſten Tage gefolgt. Die letzten Streif⸗ K lichter der ſinkenden Sonne vergol⸗ * deten jetzt kaum noch die höchſten

Gipfel eines reichen Hügellandes, aber die Thalgründe prangten im prächtigſten Zwielicht, deſſen roſige Schimmer nun allmälig in der Dämmerung verſchwanden, die ſich zuletzt auf Berg und Flur herab⸗ ſenkte. Ein Mann, der dem reizenden Wechſelſpiele dieſer zauberiſch ſchönen Beleuchtung offenbar nur wenig Be⸗ achtung ſchenkte, ſchritt Anfangs langſam und zögernd, mit eintretender Dunkelheit aber ſchneller auf dem ſteilen, ſchmalen Bergpfade vorwärts, der, bald über Höhen, bald durch Niederungen ſich hinziehend, nach dem Gebirgsdorfe Brambach führte. Es mochte wohl um die achte Stunde ſein, als er an den erſten Häuſern deſſelben anlangte, dort rechts vom Hauptwege abbog und vorſichtig die Rich⸗ 1