Jahrgang 
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fommt, um ſich Deinen Rath und Deine Billigung zu einer wichtigen Angelegenheit zu holen.

Alles Blut ſchoß Paula in's Geſicht und ſtieg hinauf

bis in die weißen Schläfen, als ſie mit leicht bewegter Stimme fragte:In einer wichtigen Angelegenheit? Will er heirathen?

Ich weiß nicht, antwortete die Gräfin ruhig, aber doch Paula beobachtend,er läßt ſich darüber nicht aus. Allein das iſt allerdings nicht unwahrſcheinlich.

Das wäre! rief der Graf erfreut,nun meinen Segen ſoll er haben, wenn er eine gute und vernünftige Wahl getroffen hat. Ich habe ihm ſchon ſeit Jahr und Tag dazu gerathen, er iſt ja 28 Jahre alt. Ich weiß wahrhaftig nicht, worauf er ſo lange gewartet hat, und das Alleinſein, das thut auf die Länge nicht gut, ſagte er, dem Polen freundlich auf die Schulter klopfend.

Gewiß nichtg verſetzte Kielsky,ich fühle das ſo tief: eine Blüthe nach der andern ſehe ich abfallen von meinen Jugendhoffnungen, und dieſe Herzenseinſamkeit macht mich bitter und abgeſchloſſen. Aber wäre es liebevoll, wäre es nur recht, wenn ich das Geſchick eines geliebten Weibes an mein unſicheres Loos knüpfen wollte?

Der Graf ſchwieg, und Mariens weiße Hand bebte, in der ſie die Arbeit hielt, und ſich tief niederbeugend verbarg ſie die Thräne des Vorwurfs und der Entrüſtung,

die in ihren blauen Augen ſchimmerte. War ihm nicht

Liebe, hingebende, aufopfernde Liebe zu Theil geworden, die ihm folgen wollte in Noth und Verbannung, und hatte er nicht dieſe Liebe verrathen und mit Füßen getreten?

Auch Paula ſchwieg, es war etwas wie ein Mißton

in die kleine Geſellſchaft gekommen.Ich glaube, es wird 2*