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Der Rappe baͤumt ſich muthig, Stuͤrzt in den jaͤhen Schlund, Die Braut iſt bleich und blutig, Und ſtirbt im ſtillen Grund.
Am Ufer ſteht die Faͤhre, Und Richard ſtuͤrzt hinein, Entfliehet auf dem Meere, Und betet in der Pein:
Da ward das Herz ihm freier, Die Braut erſchien ſo licht, Der Bruder ſitzt am Steuer, Den Kahn druͤckt das Gewicht.
Die Braut weint luftge Thraͤnen,
Der König ſcheint ſo weich, Umfaͤngt den Geiſt der Schoͤnen, Und winket liebereich.
Zur Tiefe ſank die Faͤhre
Mit lichtem Schein hinein.
Der Schiffer kennt die Maͤhre, Und nennt ihn Koͤnigsſchein.
Helmine v. Chezy.


