— 226
ſie denn auch von allen Fremden nicht wenig ge⸗ ruͤhmt wird. Ueberhaupt iſt der Tafellurus, in den hieſigen erſten Haͤuſern ſo groß, wie er nur in Am⸗ ſterdam, Bruͤßel oder Rotterdam ſeyn kann.
Dies iſt beſonders auch in Anſehung der Weine der Fall. Rheiniſche, und franzöſiſche, ſpaniſche und portugieſiſche, wechſeln in den edelſten Ge⸗ wächſen mit einander ab. Von Rheinweinen z. B. der Hochheimer, Rüdesheimer, Johannisberger und die Liebfrauenmilch. Von franzöſiſchen, der Cha⸗ teau Margaux, die erſten Sorten der weißen Gra⸗ vesweine, Dulamont, und Carbonieur, der Cham⸗ pagner Roſe, und der Frontignan. Von ſpaniſchen, der Zeres, der Tinto de Rota, der Alicante, und der Malaga. Von portugieſiſchen, der Carcavelos, und der Madera.
So bleibt man wohl bis 10. Uhr an der Tafel, trinkt zum Beſchluße Caffe mit feinen Likören, und macht hierauf, bei Mondſchein und gutem Wetter, in der Kuͤhle noch einen Spaziergang, oder ſpielt, muſicirt, u. dgl. mehr. Späteſtens nach Mitter⸗ nacht, begibt ſich denn Alles zur Ruhe, weil über Eins aufzubleiben, ſehr ſchädlich iſt. Junge Leute beiderlei Geſchlechts indeßen, pflegen es hiermit


