Jahrgang 
2
Seite
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Weiter auf einer der hohen Mauern, eine Kriegsſcene, in Fächer abgetheilt, und roh in die ſcharf zuſammengefugten Steine eingehauen, aber voll Feuer, Ausdruck, und Lebendigkeit. Ein Kö⸗ nig auf ſeinem Kriegswagen, mit ſchnaubenden Ro⸗ ßen, im ſchnellſten Flug. Die Zügel um ſeine Huf⸗ ten geſchlungen; der Bogen zum Abdruͤcken bereit: eine dichte Maße von Kriegern um den Gebieter her. In der zweiten Abtheilung eine belagerte Stadt. Die Walle mit den Vertheidigern bedeckt; die Schilder hoch; die Lanzen gefaͤllt; die Feinde mit Sturmleitern im Angriff. In einem dritten Fache, der Uebergang eines Heeres über einen Strom, mit gleicher Kunſt ausgefuͤhrt.

Wir ſchritten weiter, und traten in einen klei⸗ nen Iſistempel ein. Er iſt ſehr wohl erhalten; die Decke, und die Mauern ſind unverſehrt. Auf jeder Seite drei Niſchen mit dem Bilde der Iſis, bald ſitzend, bald ſtehend, vortreffliche Arbeit. In dem Geſichte, beſonders um den Mund, und die Augen, ein Ausdruck von Sanftheit, und Lieblichkeit, der ſonſt den ägyptiſchen Kuͤnſtlern fremd zu ſeyn ſcheint. Der Kopfpuz, die Kuh, der Habicht, u. ſ. w., ſelbſt die zierliche Mauereinfaßung, alles ſehr ſchoͤn in ſeiner Art.