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Die Markte ſind in Ueberfluß verſehen, und die Lebensmittel aller Art, eben ſo vortrefflich als wohlfeil. So Schlachtvieh, Hoch⸗ und Kleinwild⸗ pret, Waßervogel, anderes Gefluͤgel, Fiſche, von 9 ja 10 Fuß Laͤnge, endlich Gemuͤſe und Fruchte der mannichfaltigſten Art. Hierunter ſowohl die eurv⸗ paͤiſchen als die tropiſchen in Ueberfluß. Jene wer⸗ den von den indianiſchen Gärtnern an den Ufern der Seen gezogen, und zwar, was die Gemuͤſe anlangt, mit Geſchicklichkeit.
Mit den Fruͤchten dagegen, beſonders aber mit den Kirſchen, Aprikoſen, Pflaumen, Aepfeln, und Pfirſchen, will es gar nicht gehen. Sie ſind freilich in Menge vorhanden, und äußerſt wohlfeil oben⸗ drein; aber auch ſchlecht und trocken genug. Die Urſache iſt, weil die Baͤume wild aus den Kernen gezogen werden, und die Gärtner ſich nicht auf die Veredlung verſtehn.
Eine eigenthuͤmliche Claße von mexicaniſchen Straßenfiguren, ſind die ſogenannten Memorialiſtas. Das Geſchaͤft dieſer Leute beſteht darinn, ſchriftliche Ausfertigungen aller Art, für ſolche Perſonen zu machen, die die Feder nicht ſelbſt zu fuͤhren im Stande ſind. Ein ſolcher Mann ſizt, auf einem niedrigen Strohſtuhle, an dem Eingange einer


