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an tſcherkeſſiſche Waffenthaten erinnerten— wurden auf den Tolkutſchi⸗Rinok als Trödelwaare gebracht und gingen mit altem Eiſen, elenden Lumpen, werthloſen Gerichtsacten als Trödel⸗ waare wieder fort.
Jetzt iſt das Alles anders geworden. Die Holzbaracken ſind durch ſolidere Buden mit Metallbedachung erſetzt und laufen
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ſchnurgerade wie die Pappeln einer Chauſſee. Reliquien wie die vorherbenannten finden ſich nicht mehr inmitten des Trödel⸗ krams, weil die Zeiten andere ſind. Der Apraxin⸗ und Tſchukin⸗
Dwor hat ſich in den Marien⸗ und Alexanderhof umgewandelt
und der Tolkutſchi⸗Rinok wird bald allgemein Alexandröwskaja Gallersja(Alexandergalerie) heißen.
Das Bildſtöck'
Im Parke von Babelsberg, auf der höchſten Spitze, nach der Seite zu, wo die Havel am breiteſten und das Ufer faſt ſteil abfällt, hat der König Wilhelm dem Andenken ſeiner Armee eine hohe Erinnerungsſäule, die Zwillingsſchweſter der Victoria von dem Platze La pelle Alliance zu Berlin, aufgeſtellt. Ein wun⸗ dervoller Blick in die Ferne über die breiten Havelſeen, die Stadt Potsdam mit ihren bewaldeten Kunſtgärten der Umgegend, wird die Terraſſe davor viele Wallfahrer anlocken, beſonders von denen, die 1864— 1866 des Kampfes Luſt, des Sieges Freude mitge⸗ kämpft und mitgefühlt haben.
Eine andere unſcheinbare kleine Säule, kaum zehn Fuß hoch, befindet ſich im Gegenſatz zu dieſer an einer ſtillen, halb ver⸗
ſteckten Stelle des Parkes, da, wo die Havel ſich wieder verengt,
unfern des Maſchinenhauſes. Es iſt ein aus ſeiner Heimat ver⸗ pflanztes Bildſtöckl, vom Zahne der Zeit ſchon benagt, ſodaß die feinen architektoniſchen Formen halb verwittert mit grünem Stein⸗ mooſe bewachſen ſind. Unmittelbar am Havelufer unter hohem Laubdache iſt ein lauſchiges Plätzchen im Schatten, gekühlt von der Nähe des Stromes. In der Mittagsſchwüle warmer Tage, wenn die Sonne auf dem breiten Waſſerſpiegel widerſcheint, wenn die Dampfer und Kähne mit geblähten Segeln vorübergleiten, laden zwei ſteinerne Bänke zum Ruhen ein, eine herrliche Ausſicht er⸗ quickt den Freund der Naturſchönheit; nach links hin iſt die Aus⸗ ſicht auf die Stadt mit ihren Kuppeln und Thürmen, nach rechts der Blick auf Glinicke mit der Prachtbrücke, zwiſchen deren Pfei⸗ lern die Kirche von Sacrow maleriſch hervorlugt, umgeben von dem dunklen Grün der Tannenwaldung.
Unſcheinbar iſt dieſe kleine Säule von braunrothem Granit, auf der vordern Seite die Inſchrift H. ANS. SHN.EBF. 1720.
Oben in der Laterne, wo gewöhnlich ein Muttergottesbild bei dieſen Säulen ſich befindet, iſt eine gußeiſerne Votivtafel mit dem Landwehrkreuz und dem Datum: Den 29. Juni 1849 ein⸗ gelegt, und dadurch werden wir aufmerkſam gemacht, daß es ein Denkſtein der Erinnerung iſt, welcher hier vor uns ſteht.
Es war an dem bezeichneten Tage, während des Feldzugs in Baden, als die preußiſchen Diviſionen auf Raſtatt zudrängten und einige Gefechte, welche man insgemein„bei Kuppenheim“ bezeichnet, ſtattfanden.
Die Badenſer hatten von Raſtadt aus Biſchweiler beſetz,
Fenuil
Aus aller W
XXXII. Franzöſiſche Gymnaſtik.— Wie man barbirt oder emaillirt wird.— Das Cayenne der Vereinigten Staaten.— Unſere Verbindung mit den Tataren.— Eine ganz
neue ſicilianiſche Räubergeſchichte.
Die Kindereien der Franzoſen in ihrem Verdruß über die Preußen nehmen kein Ende. Warum ſind ſie denn plötzlich ſo groß geworden,
in Babelsberg.
das 17. preußiſche Regiment hatte das Dorf zuvor genommen, jedoch wieder verlaſſen müſſen. 3
Nach der Richtung auf Malſch zu, auf halbem Weg zwi⸗ ſchen Biſchweiler und Muggenſturm, in der Nähe eines Bildſtöckl hielt der Prinz von Preußen mit kleiner Suite in der Nähe der Reſerve⸗Cavalerie, dem 6. Ulanen⸗Regimente.
Als die Badenſer nun das erſtgenannte Dorf wieder be⸗ ſetzten, warf ihre Artillerie mit Heftigkeit ihre Geſchoſſe nach jener Stelle, wo die preußiſche Cavalerie hielt, welche in dem Gelände der Murg nicht zur Verwendung kommen konnte. Sie ſollte alſo zurück genommen werden. Während dies geſchah, ſah der Feind dies als einen Erfolg an und concentrirte mit größerer Heftigkeit ſein Feuer nach dieſer Stelle. In aller Ruhe blieb der Prinz von Preußen an dem Bildſtöckl halten, betrachtete das⸗ ſelbe aufmerkſam uud wandte ſich an ſeinen Hofmarſchall, den Grafen von Pückler mit der Frage:„Hat dieſe Säule nicht ganz die Form, wie ich ein ähnliches Bildwerk für meinen Park in Babels⸗ berg an dem Havelufer wünſche?“ Der Hofmarſchall(damals Oberſt⸗Lieutenant im 24. Landwehr⸗Regiment) bejahte dies, und der Prinz betrachtete eingehend mit größter Aufmerkſamkeit das⸗ ſelbe, während die Granaten in beunruhigender Nähe vorüber ſauſten und in die abmarſchirenden Reiter einſchlugen.
Mit Verwunderung hatten die Soldaten die Aufmerkſamkeit auf das Bildwerk, die Verachtung der Gefahr ſeitens des Prin⸗ zen von Preußen bemerkt; der Vorgang wurde bekannt, er ver⸗ breite ſich weiter, und ſo erhielt der verſtorbene Großherzog von Baden davon Kenntniß. Bei Gelegenheit bat er den Prinzen von Preußen, dies Bildſtöck'l als eine Erinnerung anzunehmen und ſo iſt es von Muggenſturm, aus den grünen Weingärten nach Potsdam an die Ufer der Havel gewandert.
Am 3. Juli 1866 vor Sadowa ſtand ich in nächſter Nähe unſeres Königs Wilhelm, als die Granaten in gleicher Weiſe von der Batterie von Lipa auf ihn und die Suite geworfen wurden; ein merkwürdiges Spiel des Zufalls war es, daß wieder eine Esca⸗ dron des 6. Ulanen⸗Regiments in der Nähe des Königs hielt und
eine Granate in daſſelbe einſchlug. Das 6. Ulanen Regiment iſt aus
der Cavalerie des Lützow'ſchen Freicorps gebildet worden, der Stamm deſſelben war„Lützow's wilde verwegene Jagd.“
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leton.
warum iſt dieſes Land plötzlich ſo angeſchwollen, warum maßt ſich dieſe Nation an, mit Frankreich an der Spitze der bewaffneten Civili⸗ ſation marſchiren zu wollen?
Die ſchwierige Frage wird von den Zeitungen hin und her er⸗
örtert. Die Einen ſagen: weil die Preußen Sauerkraut eſſen wie alle Deutſchen. Im Sauerkraut liegt die Kraft! Die Anderen ſagen: weil ſie Bier trinken. Im Bier liegt die Kraft! Wieder Andere ſetzen auseinander: weil die Preußen ſich in der Ghmnaſtik üben, und nach ihnen erſcheint es faſt, als habe jeder Preuße ſein Trapez
zu Hauſe, auf welchem er täglich einige Stunden die gefährlichſten
Luftſprünge mache. Endlich kommen Andere und ſagen: weil ſie die Zündnadel haben, und da man in Frankreich das Chaſſepot hat, ſo tröſten ſie ſich damit, daß die ganze Glorie Preußens nur ein Zu⸗ fall geweſen, der auch etwa ein blindes Huhn einmal ein Korn finden läßt.
Inzwiſchen aber trägt dieſer Neid doch ſeine guten Früchte. Philoſophen und Humaniſten werfen bei dieſer Gelegenheit die Frage auf: Warum macht die franzöſiſche Nation phyſiſche Rückſchritte,
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