Jahrgang 
1868
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Schade, daß in meinem Salon kein Lorbeer blüht, rief die Lady.Doch hier habe ich, was ich brauche.

Sie ſprang auf und nahm von dem Landſchaftsgemälde Pierres den darüber hängenden Lorbeerkranz, um ihn der Baronin aufs Haupt zu legen. Dieſe entſchlüpfte mit Grazie, ergriff den Kranz und hing ihn an den Rahmen des Portraits.

Hier hat er ſeine würdige Stelle, ſagte ſie. Er, der männliche, feſte, der verdient ſein will an heißen Tagen, in ſchweren Nächten des Schaffens, er iſt nicht für das Haupt Einer unſeren Geſchlechtes, das wußte die gütige Natur recht wohl, deshalb rief ſie die ſanfte Myrthe aus der Erde, ſie iſt weich und zart, ziert, aber drückt das Haupt nicht, iſt mir ſo lieb und werth, weil ſie ſymboliſch von der Reinheit unſerer Gedanken ſpricht.

Die Augen der Lady glühten.

Ei, verehrte Baronin, eine ſo innige Lobrede auf die Myrthe ließe auf Vermuthungen kommen.

Auf welche?

Daß Lorbeer und Myrthe doch einen Bund ſchließen könnten.

Warum nicht? antwortete nicht ganz unbefangen die Baronin,ich meine ein Haupt mit dem Lorbeer und eines mit der Myrthe gekrönt dürften ſich neben einander ſehr gut ausnehmen, und die letztere würde mit ihrem beſcheidenen Grün ſich gern dem erſteren beugen, ja, um unſerem Geſchlecht doch auch etwas Gutes zu ſagen, oft iſt der ſtolze Lorbeer reich belohnt, wenn die kleine Myrthe um ihn ſich ſchlingt.

Was iſt das? fragte ſich im Inneren die Lady; zweifelſt

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du noch, daß ſie unter dem Lorbeer Pierre, unter der Myrthe ſich ſelbſt verſteht?

So anmuthig dies Geſpräch, begann ſie,ſo erwünſcht iſt doch ein Abzweigen von ſolchem. Haben Sie Nachrichten von Ihrem Bruder?

Die Baronin bejahte und fügte hinzu, wie er ſich zur Zeit auf dem Familiengute aufhalte und daß für ihn ihr von Laroſſe gemaltes Portrait beſtimmt ſei.

Die Lady nahm Gelegenheit dieſes vortrefflichen Gemäl des zu gedenken, und der Notar, bisher ein ſtiller Geſell⸗ ſchafter, hielt jetzt den Strom einer feurigen Lobrede nicht zurück. Ohne es zu wiſſen und zu wollen, ſtellte ſein Pane gyrikus eine Vergleichung zwiſchen dem Portrait der Lady und dem der Baronin an, er charakteriſirte, detailirte und kritiſirte Beide ſo ſcharf, ſo treffend, daß Alle voll Bewunderung ihm zuhörten, nur die Lady giftige Blicke warf, denn er berührte die innerſten Saiten.

Die Baronin dankte ihm, als er geendet hatte; das Geſpräch kam auf Kunſt und Kunſtwerke überhaupt. Mit der größten Liebenswürdigkeit und Beſcheidenheit entfaltete die Baronin eine Menge Kenntniſſe, ſo daß Alle aufrichtig be⸗ dauerten, als ſie den Aufbruch der Geſellſchaft verurſachte, indem ſie ſich verabſchiedete.

Die Lady hatte ihre Faſſung wieder bekommen und dankte in graziöſen Ausdrücken für das Vergnügen des, wenn auch zu ihrem Leidweſen kurzen, doch eben ſo angenehmen als geiſtreichen Beſuches.

(Schluß folgt.)

S Eine Philippika für die Hunde.

Von Fr.

Ich bin und bleibe nun einmal. der Freund und Par⸗ tiſan des Hundes. Je mehr der treuſte Gefährte des Men⸗ ſchen verkannt wird, um ſo mehr braucht er einen Verthei diger, einen Lobredner ich bin es mit Ueberzeugung. Der Hund beſitzt unſtreitig alle Qualitäten eines empfind⸗ ſamen, gefühlvollen Menſchen, ohne daß ich wagen möchte, dieſe Behauptung umzudrehen und dem Menſchen in der Allgemeinheit die edeln Vorzüge des Hundes zuzugeſtehen. Wir nennen die Pflicht der Dankbarkeit eine Tugend, eine Pflicht, die der Hund im ausgedehnteſten Maße übt. Wir thun, als verabſcheuen wir die Undankbarkeit, und alle Menſchen ſind mehr oder weniger mit dieſem Laſter behaftet, das in der Wiege beginnt und mit den vorſchreitenden Jah ren wächſt, genährt vom Egoismus, dem großen Triebrad der menſchlichen Handlungen. Der Hund kennt nicht das WortTugend, wir brüſten uns mit demſelben wie mit einer ſelten vorkommenden Sache, während ſie einen Theil des Normalzuſtandes des Hunds⸗Charakters bildet. Die Hand aufs Herz, lieber Leſer! Wo finden wir einen Menſchen, der immer dankbar, liebevoll gegen Alles, was ihn umgibt, frei von jedem Egöismus iſt, der die Selbſtverleugnung bis zu den äußerſten Grenzen der Möglichkeit ohne Intereſſe übt, treu bis zum Tode, ohne Ehrgeiz, ſtets dienſtwillig iſt, der Beleidigungen leicht, Wohlthaten aber nie vergißt? Suche dieſeTugenden beim Hunde, und Du wirſt ſie finden.

Wir könnten ein Buch ſchreiben über dieſes achtungs⸗ werthe vierbeinige Partikel der Schöpfung. Wir thun es vielleicht auch noch, auf die Gefahr hin, uns dem Biß der Zweibeinigen auszuſetzen, die bei weitern Vergleichen mit den treuen, wackern Thieren nach Recht und Billigkeit zu kurz kommen könnten.

Bei unſerer gerechtfertigten Vorliebe für das Hunde⸗ geſchlecht iſt es ſelbſtverſtändlich, daß uns ein Blick auf das nebenſtehende Bild in eine Stimmung verſetzt, die uns für Dppoſition gegen einzelne mag dnungen g neigt macht.

In den helhteſt

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Tietz.

ner umher, die der Kundige daran erkennt, daß man ihr Erkennungszeichen nicht ſieht: das Blech an der Mütze näm⸗ lich, das die BezeichnungHundefänger trägt, und ſorgfäl tig von dem Betitelten durch die kunſtreich nach vorn über gezogene Mütze verborgen wird. Wehe dem treuen Vier füßler, der eingedenk, daß Reinlichkeit eine Tugend für Men⸗ ſchen und Thiere, ſich beeilt, einen Augenblick ohne Maul⸗ korbtoilette die Straße zu betreten,um einen längſt gefühl ten Bedürfniß abzuhelfen. Die Tugend der Sauberkeit wird dem wackern Hausgenoſſen ſchlecht gelohnt. Eine Draht ſchlinge, mit ſicherer Hand wie von der des hinterliſtigen Mexicaners, hier von dem Knechte des Nachrichters dem Hunde über den Kopf geworfen, macht das arme Thier zum Gefangenen, wenn es aus Freiheitsliebe zu vpponiren wagt, zum Gedroſſelten. Nach fortgeſetztem Fange reiht man ſie awSchnüre und führt ſie in den Kerker, der für die mei ſten die düſters Inſch trägt:Lasciate la sperauza Freundliche Hundebeſitzer löſe mit einem Thaler preu⸗ ßiſch Courant auch Kaſſenanweiſungen werden angenom⸗ men den Freund aus der Gefangenſchaft. Bei weitem aber iſt bei der bekannten Roheit der berliner niedern Be wohnerſchicht, die weder für Menſchen noch für Thiere ein Gefühl der Theilnahme und des Mitleids hegt, der größte Theil der Gefangenen dem Tode durchHenkerknechtshand geweiht. Ein Holzhauer, der einſt mein Nachbar war, hat nach meiner genauen Beohachtung im Laufe eines Jahrs fünf Hunde demTodtglſchlagenwerden preisgegeben meine Vorhaltung, in üblicher be Si antwortet:Laaß ſie de ſchon eenen andern ½ wol ſchwerlich a daß eine Ver armen

Nachh