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zu ſichern. Doch wie das ſo mitunter geht, der Zut angelegte Plan ſcheiterte, und Demoecraten und Conſorten wurden, trotz unglaublicher An⸗ ſtrengungen und geſchickter Manoeuvres in vielen Wahlbezirken überſtimmt, und mußten den Con⸗ ſervativ⸗Conſtitutionellen das Feld räumen. Der Kampf war heiß, doch Verwundungen ſind gott⸗ lob keine dabei vorgekommen, ſelbſt nicht einmal blaue Flecke.
Das Vergnügungsprogramm unſerer Stadt zerfällt vor der Hand in Theater, Conzerte und Vorleſungen; wir wollen ſie heute der Reihe nach durchgehen.
Thaliens Tempel verſpricht für die Winter⸗ ſaiſon viele genußreiche Abende; einſtweilen ſpielt noch der Prophet die erſte Rolle, obgleich es ſcheint, als wenn dies nicht mehr lange der Fall ſein ſollte. Publicum findet ſich zwar immer noch zahlreich zu den Vorſtellungen ein, doch ein Hingeriſſenſein iſt bei ihm nicht deutlich wahr⸗ zunehmen, und würde nicht in ſo rafſinirter Weiſe auf das Auge gewirkt, die Oper hätte vielleicht jetzt ſchon Mühe, ſich auf dem Repertoir zu erhalten. Es iſt immer ein ſchlimmes Ding, wenn die Kritik erſt auf die Schönheiten einer Schöpfung aufmerkſam machen, und ſo dem Zu⸗ hörer zu beweiſen ſuchen muß, daß welche da ſind. Dies war bei Opern, wie der Freiſchütz, die Stumme und andere nicht nöthig; die ſchlu⸗ gen ſofort tiefe Wurzeln im Volke, wurden ſein Eigenthum, ſein Liebling und machen noch heute volle Häuſer. Ein ſolches Horoscop kann aber dem Propheten unmöglich geſtellt werden; trotzdem die Ausſtattung hier eine glänzende iſt, und die Hauptparthieen in den Händen anerkannt tüchtiger Künſtler ſind(wir nennen hier vorzugsweiſe die Damen Gundy und Babnigg und die Herren Ditt, Prawit, Rieger), läßt die Muſik doch un⸗ befriedigt, denn— wie Jemand neben mir be⸗ merkte—„man nimmt nichts mit nach Hauſe.“
Das Schauſpiel hat ſich wieder recht tüchtig ergänzt, in Herrn Blattner einen erſten Liebhaber gefunden, der ſeiner bedeutenden Aufgabe in je⸗ der Hinſicht gewachſen zu ſein ſcheint, und uns in Fräulein Höfer aus Hamburg eine Schau⸗ pielerin vorgeführt, welche vollkommen den Ruf techtfertigt, der ihr vorausgegangen iſt. Ein intereſſantes Aeußere, ausdrucksvolles Geſicht, le⸗ hendiges Naturell und friſches, unmanierirtes Weſen, verbunden mit einem ausgezeichneten Spiele, gewannen ihr gleich beim erſten Auftreten ſie Gunſt des Publicums, welches ſtürmiſchen Heifall ſpendete und der Gaſtin durch mehrmaligen Hervorruf ſeine Zufriedenheit zu erkennen gab. In Conzerten leiſtet Breslau mehr als je, ind ſchafft uns täglich für wenige Groſchen vahre Kunſtgenüſſe. Im Wintergarten ſpielt die gediegene Theaterkapelle, im Calé reslaurant Habel mit einem gewählten Orcheſter, und in Veiß's Garten Schön, unterſtützt von tüchtigen nuſikaliſchen Kräften. Außerdem hatten wir zur Borfeier von Königs Geburtstag und zum Beſten br Bach⸗Stiftung in der Eliſabethkirche ein Hrgel⸗Conzert, ausgeführt von Kloß, Profeſſor ur Muſik in Dresden(das, beiläufig geſagt,
lütte beſſer ausfallen können, und— wäre unſer Heſſe an des Concertiſten Stelle geweſen, gewiß 1
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auch beſſer ausgefallen ſein würde), hörten im Wintergarten einigemal den jungen Strauß aus Wien mit der Capelle ſeines Vaters, und haben in den nächſten Tagen eine Reihe Quartett⸗ Matinéen zu erwarten, welche Director Blecha ins Leben treten laſſen wird.
Für rein geiſtige Unterhaltung, reſp. Beleh⸗ rung ſorgen vor der Hand Dr. Richter in ſeinen Vorleſungen über die verſchiedenen Stände, deren Nothwendigkeit und Aufgabe— ein unſeres Er⸗ achtens nach ſterile Unternehmung, da die Einen ſolcher Lehren nicht bedürfen, und die Andern ſie nicht hören wollen, dann Dr. Wieck, der über religiöſe katholiſche Gegenſtände ſprach, und dem es an Zuhörern wohl nicht fehlen wird.
Gützlaff hat endlich auch in unſerer Stadt die Kanzel beſtiegeu und zur Mitwirkung an ſeinem großen Werke aufgefordert. Seltſamer Contraſt. Während der chineſiſche Miſſionair mit aller Kraft orthodoxer Begeiſterung das Kreuz unter den Theemännern predigt, und die Oſt⸗Aſiaten taufen will, trägt unſere chriſt⸗katholiſche Gemeinde allen Ernſtes darauf an, dies Sacrament als überflüſſig abzuſchaffen. Da ſieht man doch recht deutlich, wie weit die armen Chineſen gegen uns zurück ſind; ſie haben im günſtigſten Falle die Tanfe noch vor ſich, während man bei uns bereits da⸗ mit umgeht, ſie als verrottet und der Zeit nicht mehr entſprechend über Bord zu werfen. Abend⸗ mahl und eheliche Einſegnung werden wohl bald hinterher fliegen.
Von der Lichtfreundlichkeit unſerer guten Breslauer noch zuletzt ein Pröbchen. Es war an einem jener Tage, wo wieder einmal irrthümlicher Weiſe Mondſchein im Kalender ſtand, in der Wirklichkeit jedoch tiefe Finſterniß in den Straßen der ſchleſiſchen Hauptſtadt herrſchte und zu manchem Zuſammenſtoß Veranlaſſung gab. Da ſah man an der Säule einer Gaslaterne eine Oellampe hängen, und darunter einen Zettel mit der men⸗ ſchenfreundlichen Warnung:„Vorgeſehen, hier ſteht der Ständer einer Gaslaterne!“
Köln. Am 14. November.
Die Jeſuiten in Köln. Der Erzbiſchof iſt zum
Cardinal erhoben.
Die Ueberzeugung der Volkshalle, daß in dieſen Wochen der Bevölkerung Kölns eine wunder⸗ bare Erneuerung bevorſtehe, muß auf einer Illu⸗ ſion beruhen oder, wie alles Geiſtige, unfaßbar für die ſein, die gerade nicht zu den Auserwählten gehören; denn die Menſchen ſind noch wie zur Zeit, in der Noah die Sündfluth prophezeihte. Sie nehmen und geben zur Ehe, eſſen Abends ihre Brüſſeler Auſtern und trinken ihren Schoppen in der Schenke, die ſie meiden, und gehen ins Theater, das ſie nicht beſuchen ſollen, und fluchen und lachen, wie es gerade die Umſtände mit ſich bringen, welcher Vorwurf hauptſächlich die männ⸗ liche Bevölkerung angeht. Trotzdem darf man aber nicht annehmen, daß nur die vielen Land— leute, die alten Mütter und die Jungfrauen,
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