Jahrgang 
2 (1850)
Seite
1185-1186
Einzelbild herunterladen

118

winf, Ellen im

en erſten geprigt, len An⸗ nuar bis in Gold⸗ Dollar, 0 Cents, tren und 8l Cent en allein Derember tnien in hrhoflige ig allein

Robcoff, ädichen, welche Pfund⸗ en noh⸗ Männt. Namen noch orn

erblicte en des Louis, agten ſpulen. Bruder mit det Fbiln mein ſofort

unaus⸗ jungen ucht el⸗ r ditſe Dull, serir Cahier

Knigs Ho Fulden nimn

gellih

Der Doctor Adrian Spiegel und ſein Famulus. Movelle von Ernſt Ortlepp.

S

(Fortſetzung.)

Sels ein armer Teufel fühlte ſich Florio überſchwänglich glücklich, durch einen günſtigen Zufall ganz unerwartet eine ſo gute Stelle gefunden zu haben, denn die 50 Dukaten für wenige Stunden Arbeit des Tages waren ihm ein höchſt willkommener Zuſchuß. Ehe er ging, konnte er ſich nicht enthalten, den Pro⸗ feſſor zu fragen, was es denn mit der vor einer Weile hier im Hauſe erklungenen lauten Muſik für eine Bewandtniß gehabt habe.

Es waren meine Automaten, verſetzte dieſer,die ich Euch gelegentlich einmal. Ueberhaupt werdet Ihr bei mir vieles Inte⸗ reſſante. Doch für heute habe ich noch etwas Wichtiges zu; kommt alſo morgen Vormittags um 9 Uhr, dann wollen wir

Nach genommenem Abſchied ging Florio durch den Garten zurück ins Vorderhaus, wo er in dem düſtern, Parterre befindlichen Gange zu ſeinem nicht geringen Befremden die ſchöne Bianca mit jenem ſchon erwähnten ältlichen, pockengrübigen, eine Brille tragenden Manne, den er einigemal in das Haus hatte gehen ſehen, in ſcheinbar ziemlich vegzraulicher Unter⸗ haltung begriffen antraf. Bieſer Anblick gab ihm ordentlich einen Stich ins Herz; doch weil es ihm nicht paſſend ſchien, zu ſtören, ſo ging er, ſich flüchtig empfehlend, vor den Beiden vorüber und entfernte ſich. Als er ſich wieder draußen auf der Straße befand, betrachtete er das Haus mit einem ganz andern Blick. Es waren ihm jetzt ſo manche Räthſel gelöſ't, über die er ſich oft den Kopf zerbrochen hatte. So befriedigt er ſich nun

Jahreszeiten Il.(Nro. 38. Den 18. September.)

auch mit dem Ausgang ſeines Unternehmens fühlte, ſo war es ihm doch wieder gar nicht recht, daß ihm der Profeſſor Spiegel ſo ſtreng allen Umgang mit ſeiner Tochter unterſagt hatte. Am meiſten beunruhigte es ihn aber, die ſchöne Bianca mit jenem ältlichen, wider⸗ wärtigen Manne ſo freundlich ſprechen geſehen zu haben; denn ſeine Neigung zu Bianca hatte ſich jetzt durch das nähere Anſchauen ihrer wunderbaren Schönheit bereits zu heißer, brennender Glut geſteigert.

Faſt die ganze Nacht ſchlief er theils gar nicht, theils träumte er von dem Hauſe in der Lorenzoſtraße, von dem langen, ſchwarz⸗ gekleideten Profeſſor mit dem Barett, von der ſchönen Bianca, von dem fremden, bei ihr weilenden Manne, von den Automaten, die er ganz deutlich vor ſich ſah und trom⸗ peten hörte, von dem Skelett, dem er noch mehrmals in die Arme fiel u. ſ. w.

Er war daher recht froh, als endlich der Tag anbrach. Mit dem Glockenſchlage fand er ſich um 9 Uhr bei dem Profeſſor ein. Dieſer zeigte ihm für heute ſein Naturalien⸗ kabinet und trug ihm dann einige Wege in Bibliotheken auf. Nachmittags wurden phyſi⸗ kaliſche und chemiſche Experimente vorgenom⸗ men. In ähnlicher Weiſe ging es alle andern Tage fort.

Aber trotz dem, daß Florio jetzt ſo oft im Hauſe des Profeſſors aus und ein ging, bekam er die ſchöne Bianca doch nur ſelten und dann bloß auf einige Augenblicke zu ſehen. Es ſchien faſt, als ob auch ſie von dem Vater

. 7⁵

1 . 6