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Nicht lange darauf erſchien das junge Mädchen. Sie hatte eine ruhigere Faſſung gewonnen, doch ſah ſie noch ſehr bleich und angegriffen aus. Graf Edmund verbeugte ſich graziös und entſchuldigte ſich angelegentlich wegen der vorgefallenen Störung am Weih⸗ nachtsfeſte.„Doch nun ſind die frechen Rotten beſtraft,“ ſchloß er ſeine Rede,„und wir hoffen, daß Sie bald wieder als Fönigin unſere Geſellſchaften zieren werden.“
Helene erwiederte Richts und ſetzte ſich an ihre Arbeit, ohne ſonderlich auf die ſchmeicheln⸗ den Zuflüſterungen des jungen Grafen zu hö⸗ ren. Bieweilen blickte ſie von ihrer Stickerei auf und ſchien mit ihren Augen den Gelieb⸗ ten zu ſuchen. Edmund entgingen dieſe Blicke nicht und er ſah ab und zu zornig auf ſeinen Nebenbuhler hin, der ſich ziemlich zerſtreut mit ſeinen Freunden unterhielt.
„Graf Blumenthal hat etwas ſo Falſches und Widriges in ſeinen Zügen,“ bemerkte Conrad, als ſie zu Bette gingen,„er ſtört überall den freundlichen Familienverkehr und tritt als ein tückiſcher Dämon in unſre Mitte: ich fürchte, er wird uns unſre ſtillen Freuden verderben und die Saat des Unheils und Mißtrauens unter uns ausſtreuen.“
„Das fürchte ich ſelbſt!“ entgegnete Alfred, indem er aufgeregt und mit raſchen Schritten das Zimmer verließ und ſich auf ſein Schlaf⸗ gemach begab, ohne ſeinen Freunden das Ge⸗ ſpräch von dieſem Vormittag mitzutheilen.
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Seit ſeiner Ankunft war es, als hätte ſich eine ſchwüle Gewitterwolke über dieſe Woh⸗ nung des Friedens und Frohſinns gelagert, und wenn er zugegen war, wagte man kaum, ſich mit einander zu unterhalten und einen Scherz zu treiben— ſo unangenehm wirkte die Erſcheinung des Genannten auf die ganze Geſellſchaft. Fräulein Helene zeigte ſich ſo ſelten, als es anging, und wenn ſie ja bisweilen erſcheinen mußte, ſaß ſie ſchweigend und ernſt an ihrem Nähtiſche und gab vor, krank zu ſein. Die Kinder ſpielten gewöhnlich draußen und auch ihre Munterkeit ſchien plötzlich zu verſchwinden, wenn der Graf ſie einmal mit ſeinen ſtechenden grünlichen Augen anblickte oder mitunter ein Wort an ſie richtete. Otto und Conrad jagten oder fiſchten den Tag über und nur Alfred bielt ſich ſtets in der Nähe des Verhaßten auf, ſo lange ſeine Ge⸗ liebte zugleich anweſend war. Der Graf achtete anſcheinend nicht auf die beſtändige Nähe ſeines Nebenbuhlers, der ihm wie ſein Schatten überall hin folgte, aber man ſah es ihm doch an, daß ihn zuweilen ein Gefühl von Unruhe und Eiferſucht beſchlich, wenn Alfred lange auf einen Fleck ſtchen blieb und unverwandt auf die niedlichen Hände der jungen Maid hinſtarrte und ein glühendes Roth ſeine Wangen überflog, ſo oft ihn ein Blick ihrer Augen traf. Der alte Herr von Wilden fühlte ſich in den letzten Tagen nicht recht wohl und hielt ſich deshalb meiſtens in ſeinem Studirzimmer auf; doch war es auch ihm offenbar nicht lieb, daß Edmund noch gar nicht von ſeiner Ab⸗ reiſe ſprach, ſo freundlich und zuvorkommend er den reichen Erben behandelte, wenn er mit ihm zuſammentraf.
(Fortſetzung ſolgt.)
Furcht der Jünglinge wahr machen zu wollen.
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