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ich ſtündlich an den Tod denken muß, oft ſehr ernſte Geſpräche mit Jehovah in der Nacht, und er hat mir jüngſt geſagt: Sie dürfen Alles ſein, Herr Doctor, was Sie wollen, Republikaner und Socialiſt, nur kein Atheiſt. Ich habe mir den Wink ad notam genommen.
Rarl Gutzkow's neueſter Koman. Die Deutſche allgemeine Zeitung zeigteinen neuen neunbändigen Roman von Karl Gutzkow an, der vom erſten Juli an in einer wöchentlich dreimal erſcheinenden literariſchen Beilage das Feuilleton des Blattes bilden wird. Obgleich dem Verfaſſer Eugen Sue's Beiſpiel vorgeſchwebt hat, iſt die Ausführung ſeines Werkes, wie der Proſpectus ſagt, dennoch„im deutſchen vaterländiſchen Sinne.“ Erreicht Gutzkow ſeine Abſicht,„für die ent⸗ muthigten und zerſtreuten Hoffnungen der Zeit ein Banner der geiſtigen Sammlung aufzu⸗ ſtecken,“ ſo begrüßen wir mit Freude dieſes um⸗ fangreiche Werk der reifen Mannesjahre des Autors.
Schillers Rabale und Liebe. In Italien eur⸗ ſirt jetzt als Verballhornung von Kabale und Liebe: Luiſa Miller, neueſtes Drama von Fer⸗ dinand Schiller. Durch einen„glücklichen Schluß“ hat man unſern Dichter weſentlich verſchönert.
Aus Göthes Uachlaß. Wir erfahren aus glaubwürdiger Quelle, daß einen Haupttheil des neuerdings viel erwähnten Göthe'ſchen Nachlaſſes der dem Publikum längſt bekannte Göthe⸗ Schillerſche Briefwechſel mit den zur Zeit ſeines Erſcheinens nicht mitgedruckten politiſchen Stellen bildet. Es bleibt jedoch dahingeſtellt, ob die Göthe'ſchen Erben dieſe Stellen beſonders her⸗ ausgeben werden.
Per deutſche Fürſtencongreßs zu Perlin im ai 1850, ſo heißt eine eben bei W. Hertz erſchienene Schrift, welche den Wortlaut des königlichen Einladungsſchreibens an die Unionsfürſten und den Hauptinhalt der Eröffnungsrede Sr. Majeſtät zuerſt mitgetheilt, und offenbar die amtliche An⸗
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ſicht von den Ergebniſſen des Erfurter Reichs⸗ tages, den Motiven zur Berufung der Fürſten, und den Beſchlußnahmen derſelben, ſoweit ſie veröffentlicht worden, dargelegt hat. Wenn die hier aufgeſtellten Anſichten von denen dieſer Blätter durchaus abweichen, ſo finden wir darin keinen Grund weniger, die Schrift der allgemeinen Aufmerkſamkeit zu empfehlen, zumal ſie auch durch den Abdruck der vollſtändigen Protokolle ein dauerndes Intereſſe gewährt.
Von Binkel's vor den Geſchwornen gehaltenen Rede iſt bereits die dritte Auflage erſchienen. Im Ganzen ſind jetzt ſchon 15,000 Exemplare davon abgedruckt. Juſtizrath Kyll, der Vertheidi⸗ ger Kinkels, beſcheinigt, daß die bei Eiſen in Köln erſchienene Ausgabe allein„authentiſch“ iſt.
Ein tranzöſiſcher Prophet verkündigt im Auguſt d. J. den Regierungsantritt eines ſogenannten ſtarken Herrſchers. Bieſe Prophezeihung ſtammt aus dem Jahre 1646, und behauptet das Büch⸗ lein, daß ſeit 1789 alle vom genannten Propheten verkündeten Ereigniſſe eingetroffen ſeien. Das letztere jetzt darzuthun, iſt nun eben kein Kunſt⸗ ſtüͤck. Wir ſind wirklich geſpannt, wer„er ſtarke Herrſcher“ ſein wird.
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General Pepe hat die Ereigniſſe, deren Schau⸗ platz Italien in den Jahren 1847 bis 1850 war, zum Gegenſtand eines Buches gemacht, welches mit der Belagerung und Eroberung Venedigs endet. Mit Vergnügen bekennen wir, daß uns die Lectüre des Werkes außergewöhnlich gefeſſelt hat. General Pepe hat für Alles, auch für die Schwächen der eignen Partei, offene Augen. Namentlich Schlachten, Belagerungen und Ver⸗ handlungen ſind mit großer Ausführlichkeit geſchrieben.
Die Auklage der Pariſer Plätter. Einem de⸗ mokrattſchen Blatte zuſolge, ſollen die Pariſer Blätter folgende Auflagen haben. Die Conſer⸗ vative Preſſe, Conſtitutionell 36,000,'assemhlée nationale 14,000, le journal des debats 13,000, 'union 6000,'opinion publique 5000, l'ordre 5500, la gozette de France 3000, le moniteur du soir 2500, le dix decembre 1800, le pays 2000, la liberté 1000, Pami de peuple 500, macht 88,300. Die Oppoſitionsblätter ſollen da⸗ gegen folgende enormen Auflagen haben: la re- publique 45,000,'evenement 40,000, la presse 35,000, le siecle 34,000, 1e national 7000, le credit 5000, zuſammen 166,000. Wir erlauben uns, in die Richtigkeit dieſer Angaben einigen Zweifel zu ſetzen.
Der Reichs⸗ und Raugraf von Wackerbarth iſt jüngſt in ſeinem B2ſten Jahre geſtoksen. Be⸗ rannt durch mehre literariſche Arbeiten, von de⸗ nen einige von unbeſtrittenem Werthe ſind, wurde ſein Name beſonders durch jenen intereſſanten Rechtsſtreit oft genannt, welchen er wegen der Herrſchaft Kegel bei Ratzeburg gegen die Krone Hannovers führte.
Putlitz„Was ſich der Wald erzählt“ iſt bereits die erſte Auflage vergriffen. Die Verlagshand⸗ lung Alex. Dunker, der, beiläufig bemerkt, jetzt auch von Sachſen⸗Coburg einen Orden erſchwen⸗ zelt, wird eine elegante Miniaturausgabe veran⸗ ſtalten.
Zermann Ewerbeck von Danzig hat in Paris ein Bändchen erſcheinen laſſen, betitelt;»Quest
ce que la religion? d'apres la nouvelle philo- sophie allemande.«
Pie Götheliteratur iſt abermals durch ein Werk hereichert worden, es iſt dies der zwiſchen 1607 bis 1822 ſtattgehabte Briefwechſel des Graſen Karl Friedrich Reinhard mit dem großen Dichter⸗ heroen.
Arnold Buge giebt Proudhons ausgewählte Schriften heraus. Der erſte, bereits erſchienene Band, enthält:„Bekenntniſſe eines Revolutio⸗
nairs.“
Kleine Notizen. Jenni Lind wird noch ein Mal und zwar bei Gelegenheit der in Steckholn ſtattfindenden Heirathsfeierlichkeiten, die Bühne
in einer Gelegenheitsoper betreten, deren Tert von Iſidor Jolin und die Muſik von P. Herr⸗ mann verfaßt iſt.— Man will in Paris unter dem Titel„Heinrich V.“ ein Journal der Ver⸗ ſöhnung begründen.— Dr. Zitz hat zu New⸗York ein Nachweiſungsbüreau begründet.— Wolfgang Menzel weilt jetzt in Berlin.— Herwegb's Fron ſiſt aus Paris gewieſen worden.— Ein ſpaniſcher
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