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Feuilleton.
Literatur.
Der thätige Verlagsbuchhändler Franz Schlodt- mann in Bremen beabſichtigt für 1851 ein Jahr⸗ buch deutſcher Belletriſtik,„Germania“ betitelt, herauszugeben, für das er an Alle, welche ſich dazu berufen fühlen, die Einladung zur Ein⸗
ſendung entſprechender Beiträge richtet. Nur ungedruckte deutſche Original⸗Novellen und Er⸗
zählungen, die während der Monate Juni, Juli und Auguſt franco oder durch Buchhändlerge⸗ legenheit Hrrrn Schlodtmann eingeſandt werden, finden Berückſichtigung. Die Auszahlung der zu verabredenden Honorare erfolgt am 31. October, gleich nach Erſcheinen des Buches. Die„Ger⸗ mania“ wird ein Jahrbuch der höhern Belletriſtik, in der Art des ehemaligen Taſchenbuches„Urania“ ſein. Die Verlagshandlung wird zugleich die Functioen der Redaction beſorgen. Wir glauben, dieſe einfache Anzeige wird genügen, Deutſchlands Belletriſtiker zu beſtimmen, einem Unternehmen ihre Mitwirkung zu Theil werden zu laſſen, das beſtimmt ſein dürfte, der deutſchen Belletriſtik ein Vorbild und Muſter zu geben.
Rarl Vogt wird in der literariſchen Anſtalt in Frankfurt a. M. demnächſt ein Werk:„Zoo⸗ logiſche Briefe,“ mit Holzſchnitten verſehen, er⸗ ſcheinen laſſen, welche das ganze Gebiet alles Lebenden, von der Pflanze bis zum Menſchen, mit wiſſenſchaftlicher Tiefe und Gediegenheit und zugleich in jener edlen, faßlichen Klarheit und lebendig geiſtvoller, feſſelnder Darſtellung, wie dem berühmten Verfaſſer eigen iſt, umfaſſen werden und die ſicherlich Gemeingut unſeres Vaterlandes werden werden. Das Werk wird in 12 Lieferungen à 15 Sgr. erſcheinen.
Ein Kochbuch aus dem küntzehnten Jahrhundert⸗ Die mehr als 50,000 Bände umfaſſende Biblio⸗ thek des verſtorbenen Herrn von Saint⸗Alban wird in Paris verkauft. Einige dieſer Bücher find als höchſt werthvoll und ſelten zu bezeichnen. Unter andern findet ſich darunter ein kleines Bändchen,»le grand cuisinier de ioute cui- sine«, der große Koch jeder Küche, welches nicht eten für die Frugalität dieſes Jahrhunderts ſtricht. Man ſtaunt, wenn man dieſe ungeheure Feinſchmeckerei und vorzüglich dieſe Unmaſſe von Gängen lieſ't, die den frühern Generationen nöthig uſchienen. Jede Mahlzeit beſteht aus fünf Gängen, mitunter aus noch mehr. Wir wollen um Ergötzen unſerer Leſer einige dieſer luculli⸗ ſiſchen Mahlzeiten hier mittheilen.— Erſtens: zut Brod und guter Wein, kleines Lendenſtück bun Wildprett, Orangenſalat, goldgelber Zicklein⸗ iuten, Häge⸗ das ſind zahme Kaninchen, gewil⸗ zete Hühnlein, Kücken in Eſſig, Spannferkel,
mit Karpfenroggen gefüllt, Taubenpaſtete, Damas⸗ cener Pflaumen, Rebhühner.— Zweitens: junge Reiher mit Sauce, Pfau mit Zucker, gefüllte Gurken, Sperlingpaſtete, Hippocras⸗Birnen, ge⸗ backene Karpfen, Kuh⸗Euter, Turteltauben, ge⸗ füllte Wurſt, Citronenſalat, Enten mit Sauce, Hammelkeule.— Drittens: Mailänder Cervelat⸗ wurſt, gefülltes Ziegeneuter, Saueiſſen, Lerchen⸗ paſtete, Milchſchwein, geſalzener Kapaun, Bart⸗ vogel, gekochter Hecht, Auſtern in Schaale, ge⸗ ſchmorte Lambretten, Lachspaſtete, Steinbutt mit Sauce, Krebſe.— Viertens: allumettes d'oeuf frits au sucre,*) feine Kreſſe, Cremetörtchen, See⸗ krebs mit Spinat, Alſe(ein Seefiſch, auch Mut⸗ terhering genannt) à la caslillane, Aale in Gelé, Kraftſuppe à la sarrazinois, Haſenfeffer mit in brauner Butter gebackenen Setzeiern, Gedärme mit gelber Sauce, Lombardiſche Sauciſſen.— Fünftens: pourissues(wir können beim beſten Willen für dieſes Gericht keinen deutſchen Namen geben), Becaſſinen, friſcher Eber, Kapaun mit Speckſchnitten umwickelt und gebraten, Pfauen, Faſanen und Störche, Geier, Seeraben, Reb⸗ hühner mit Kohl, soupe jacobine(Suppe aus Nebelkrähen gekocht), Rebhuhn mit Weihwaſſer, (à l'eau bénite), potage laxativ, das heißt, mit Reſpect zu melden, Abführungsmittel. Die Franzoſen des fünfzehnten Jahrhunderts müſſen ganz andere Verdauungsorgane und beſſer con⸗ ſtruirte Magen, als wir jetzt Lebenden gehabt haben, und wir können kaum begreifen, daß es nach ſolcher Völlerei noch einer potage laxativ bedurfte. Regeln über Verdauung ꝛc., die la fine feur de toute cuisine enthält. Obgleich vor den Augen unſerer Gourmands noch manches der obigen Gerichte Gnade findet, würden ſie doch ein wenig die Zähne heben, wenn man ihnen Reiher, Pfau, Sperlinge, Störche, Geier oder Seeraben vorſetzte.
Beinrich Heine iſt trotz ſeiner unerhörten körperlichen Leiden noch immer heiter und luſtig. Jüngſt ſagte er zu einem ihn beſuchenden Dichter: „Ach, die Götter Griechenlands hätten einen Dichter nicht angethan, was mir geſchah; ſo etwas thut blos unſer alter Jehovah. Selbſt die Lippen, mit denen ich ſo vergnügt geküßt und geſungen, ſind mir ja halb gelähmt. Ich halte jetzt, da
*) Wir bekennen, daß wir dieſes Gericht für unmöglich halten, allumette heißt Schwefelhölzchen, ſo viel wir äuch nach Obigem den Magen der Franzoſen des 15. Jahrhunderts zuzumuthen berechtigt ſind, Schweſelholzchen⸗Eier in Zucker gebacken, haben ſie doch ſicher nicht verzehrt. Wir vermuthen, daß für allumette, alouette ſtehen ſoll, dann hieße es, Lercheneier in Zucker gebacken, das klingt doch verdaulich.
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Ergötzlich zu leſen ſind auch die guten
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