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vornämlich dahin gewirkt hatte, Ideen unter das Volk zu bringen, welche, halb verſtanden, offenbar nur die Gährung des Gedankenſtre⸗ bens, nicht deſſen Selbſtbeherrſchung erzeugen.
Allein noch war nichts deſto weniger die Stimmung nicht eine weſentliche, nicht eine poſitiv Gefahr drobende. Das Volk verhielt ſich noch mehr paſſiv, und demgemäß charac⸗ teriſirte ſich auch das Verhältniß nach Außen.
Wie ſehr Friedrich Wilhelm II., Katha⸗ rina I. und Guſtav II. gleich Leopold II. und Georg MI. dem wüſten Treiben der Parteien entgegenſtrebten, ſo verhielten ſie ſich doch ebenfalls nur beobachtend, weil die widerſtre⸗ benden Elemente im Lande der Revolution ſich noch im Schach hielten. Auch war der Papſt durch die bald darauf erfolgende Weg⸗ nahme Avignon und Venaiſſin noch nicht ge⸗ reizt worden, und ſo ſchwebte nun die unheil⸗ verkündende Wolke der Zwietracht grollend und gewitterſchwanger über Frankreich und Europa in einer Stellung, wonach man jedoch allſeitig hoffte und vielleicht noch hoffen konnte,
daß die exploſive Entladung noch abgewendet
werden könne.
Auch ſchwand in der That dieſe Hoffnung erſt mit dem Dahinſcheiden Mirabeau's, deſſen Tod deshalb für die Welt ein um ſo größe⸗ rer Verluſt war, als er unſtreitig der einzige Mann geweſen wäre, der ſelbſt damals noch im Stande war, die herandringenden Fluthen der Revolution in die Bahn ruhiger Entwick⸗ lung zu drängen, während die genannten Mächte ſchon durch die Vorbereitungen zu der bald folgenden Convention zu Reichenbach ſich wenigſtens unter einander ſicher zu ſtellen ſuchten.
Dies aber fühlte auch das franzöſiſche Volk ſehr wohl, als Mirabeau's zügelloſe Gewohnheiten und ſeine übermäßigen Anſtren⸗ gungen, oder, wie Andere behaupten, die Nachſtellungen der beiden Grafen Lameth ihn
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in eine Krankheit verfallen ließen, welche ſeinem thatenreichen Leben ſchnell ein Ende machte(am 2. April 1791), wie ſich dies Nationalgefühl denn auch darin bethätigte, daß Jacobiner wie Hofleute, Vorſtädter wie die Bewohner des Palais royal, gleich ſtill ſeiner Bahre folgten, deren Beiſetzung ein Todtenfeſt ehrte, bei welchem das adlige Wappen durch eine einfache Bürgerkrone erſetzt wurde!
So endete dieſer große Mann, von wel⸗ chem Ludwig ſelbſt geſagt hatte:
„Schauer erfüllte mich, als ich Mirabeau anfangs ſah, aber ſeine Beredſamkeit hat mich zu der Ueberzeugung hingeriſſen, daß ich gewiß nicht umkommen würde, ſo lange Er lebte!“—
Auch aus dieſer kaum ſkizzirten Schilde⸗ rung einer Zeit, die uns zu nahe liegt, um nicht in ihrer vollen Bedeutung verſtanden zu werden, ergiebt ſich, was mit unverlöſch⸗ lichen Zügen in das Buch der Geſchichte ver⸗ zeichnet iſt: wir ſtehen hier einem dramati⸗ ſchen Gemälde von einer Größe gegenüber, wie kein zweites im weiten Reiche der Be⸗ gebenheiten ſich finden möchte!
Was aber bieten uns nun die ſechs Acte hievon, welche doch unternehmen, den Helden dieſes Dramas, den geiſtigen Träger dieſer Welt vor uns erſcheinen zu laſſen, wie im Leben?
Wo ſind jene Kämpfe wiedergegeben, ja nur angedeutet, welche dieſen Atlas überwäl⸗ tigt,— verzehrt, gebrochen haben, deſſen Schultern ſtark genug waren, eine Welt zu retten, die in Trümmer zu fallen drohte?
In welchen Handlungen empfangen wir den Maaßſtab für den Pathos, in dem ſich der Ethos zu läutern glüht, welches trotz alledem auch in den wüſten Gebilden der Leidenſchaft ſich offenbart?
(Fortſetzung folgt.)


