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es will, und mag der edle Ritter mit Kurz⸗ weil und loſen Scherzen es zuweilen wohl ein wenig zu weit treiben, ſo bleibt es doch auch ein unumſtößliches Factum, daß der Biſchof Raoul den Stuhl von St. Lambert höchlich entehrt, wenn er, um für ſeine üppige Hofhaltung die Geldmittel anzuſchaffen und zu verſchwenden, mit geiſtlichen Aemtern Wucher treibt, wobei ſein Günſtling, der Fleiſcher Udelin, ihm hülfreiche Hand leiſtet⸗ und auf derſelben Bank, wo er Fleiſch feil bietet, mit Reſpect zu ſagen, auch Präbenden, Anweiſungen auf Aemter und Einkommen verkauft.“
„Iſt eine Sache für ſich, und haben wir davon eben nicht geredet,“ erwiderte der kleine Wohlbeleibte ein wenig erregt.„Was Sr. Eminenz, eine ſo heilige Perſon und erhabener Stellvertreter von St. Peters Stuhl zu thun beliebt, dürfen wir unwürdige Glieder ſeiner Heerde nicht zu richten wagen; nicht etwa, dieweil ich beauftragt bin die Küche Sr. Eminenz täglich mit diverſen Leckereien zu verſehen, und dabei meinen beſcheidenen Unterhalt ſinde, nein, nicht deshalb gebe ich dieſe Meinu mir, ſondern— doch wieder— 2 ihee Thema zurück zu kommen,% eit egentch ſagen, daß der Ritter Damar nbitſen ſollen ruchloſen Streich hoffentlich thr bezahlen wird, und Sr. Heiligkeit dir Paßſt wegen ſolcher Unbill und Verhöhnungreligiöſer Gegenſtände keinen Spaß verſteht.“
„Könnte möglich ſein,“ entgegnete mit einem leichten Zwinkern des rechten Augen⸗ liedes der Tabulettkrämer,„wenn nicht, mit Reſpect zu ſagen, Inocenz III. gegenwärtig andere und wichtigere Angelegenheiten zu ſchlichten hätte, als vorliegendes kleines un⸗ bedeutendes Ominoſia. War unlängſt in Paris, wo überall bie größte Beſtürzung herrſchte, denn es verlautete ſtark, daß der Papſt unbezweifelt das Interdikt über das ganze Königreich Frankreich ausſprechen werbe, ſobald Sr. allerchriſtliche Majeſtät Philipp Auguſt M. ſich nicht von ſeiner gegenwärtigen
Gemahlin, der ſchönen Agnes von Meranien, trenne, und ſein verlaſſenes Ehegemahl Ingelburga von Dänemark, die eigentliche rechtmäßige Königin von Frankreich, mit Reſpect zu ſagen, wieder zu Ehren auf⸗ und annehmen wolle. Man ſpricht,“ fuhr der Erzähler fort,„der König von Dänemark habe ſich in Rom bei Sr. Heiligkeit beſchwert, daß Philipp Auguſt ſeine Schweſter gleich nach ihrer Ankunft in Frankreich ungerechter Weiſe verſtoßen, in ein Kloſter verwieſen, und Agnes von Meranien, mit Reſpect zu ſagen, zu ſeinem Ehegeſpons erkieſt habe.“
„Das iſt eine Sache für ſich,“ nahm der Delikateſſenlieferant lebhaft das Wort,„aber die Folgen die aus dem entſetzlichen Inter⸗ dict entſpringen werden, das vermag kein menſchlicher Geiſt zu ermeſſen. Krieg, Theurung, Beſchränkung der Kiüchenzettel, Stockung im Handel und Verkehr, das würden die troſtloſen Reſultate des furchtbaren Ban⸗ nes ſein.“
„Das Ende vom Liede wird ſein,“ ſprach nachdrucksvoll der Rathsdiener, ſich den Er⸗ eigniſſen der Gegenwart wieder zuwendend, „daß man den Ritter Damartin vorläufig Gelegenheit verſchaffen wird, zwiſchen vier etwas finſtern Mauern über ſeine läſterliche Verſpottung heiliger Dinge nachzudenken, und dann,“ fuhr er mit wichtiger Miene fort, „wird man ja ſehn, ob nicht auf dieſes ver⸗ brecheriſche Factum vielleicht gar ein caplils di minutio erfolgt.“ Hierauf grüßte er ver⸗ traulich den kleinen wohlbeleibten Delicateſſen⸗ händler, nickte herablaſſend dem Tabulettkrämer und ſchritt gravitätiſch dem Stadthauſe zu, während die beiden Andern ſich in dem Ge⸗ wühl der wogenden Menge verloren.
In dieſem Augenblick kam der Zug an dem Hauſe des Bürgermeiſters vorüber. Der Ritter Damartin erhob mit einem Ge⸗ miſch von Keckheit und Beſchämung, von Sehnſucht und leichten Spott den Blick zu einem Erkerfenſter, das von einem kleinen Ueberbau bedeckt, von friſchem Epheu um⸗ rankt, aus einem Eckthurm des alterthümlichen
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