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des Vortragenden. Derſelbe ſang auch zwei Lieder von Schubert mit gleich günſtigem Erfolge und gleich gerechtem Beifall. Summa Summa⸗ rum waren außer der Kirchenarie an dieſem Abende ſechs Lieder; ob dieſe Zahl nicht zu groß, und ob die Conzertgeber nicht dafür zu ſorgen hätten, daß die Cultivirung des Liedes in der Neuzeit nicht in eine Liederſucht oder gar in Liederwuth ausarte, die den Conzerten durch Einſeitigkeit zu ſchaden droht, überlaſſen wir rünftigen Conzertgebern zur Beachtung und Be⸗ herzigung.—
Das letzte der diesjährigen philharmoniſchen Conzerte fand am Sonnabende, den 16., eben⸗ falls im Apolloſaale Statt. Finis coronat opus! konnte nicht nur von dem Conzerte ſelbſt, ſondern
von dem ganzen, freilich nur ſehr kleinen Cyelus
derſelben geſagt werden. Wie zu dem dritten in Ferdinand Hiller, wurden von der umſichtig vor⸗ ſorgenden Direction auch zu dieſem vierten und letzten zwei auswärtige Kunſtnotabilitäten herzu⸗ gezogen in R. Schumann und ſeiner Frau Clara, geb. Wieck, beide ſo rühmlich bekannt, daß ſie nicht näher bezeichnet werden dürſen. Herr Sch. dirigirte ſelbſt ſeine Quverture zur Genoveva, ſowie ein Clavierconzert ſeiner Compeoſition(Moll), geſpielt von ſeiner Gattin. Die Compoſitionen dieſes gediegenen Meiſters, meiſt für Clavier, auch für Geſang, ſind hier im größern Publicum nur wenig noch bekannt, und fremde Muſik darf das erſte Mal nicht auf allgemeine Zuſtimmigkeit rechnen. Kenner, mit dem Geiſte Sch. und ſeinen Compoſitionen bekannt und vertraut, ſchätzen an ſeinen Werken den gediegenen Inhalt und die Tüchtigkeit in der Durchfuhrung und Verarbei⸗ tung der muſikaliſchen Gedanken, die ihn zu einem der gründlichſten Harmoniker ſtempeln, an welchen unſere Zeit fürwahr eben nicht ſehr großen Ueber⸗ fluß hat; dabei iſt er durchaus Original, der ſeinen eigenen Weg geht und eigener Gedanken genug hat, um von Anderen nicht entlehnen zu brauchen. Dieſe Vorzüge, die er mit Hiller theilt, werden die Kenner auch in den von ihm vorge⸗ führten Tonſtücken wiederzufinden Gelegenheit gehabt haben, beſonders in dem Conzerte, welches nicht, gewöhnlichen Schlages, etwa eine Finger⸗ übung für das Elavier, mit Begleitung des Hrcheſters, ſondern ein wirkliches conzertirendes Spiel für alle Inſtrumente iſt, an welchem auch das Piano ſeinen bedeutenden vollen Antheil hat. So und nicht anders ſind die Beethovenſchen Conzerte. Für die Laien aber, aus denen doch größtentheils ein ſo zahlreiches Publicum beſteht, mögen dieſe Compoſitionen zu viel Kaltes, zu wenig Melodiöſes enthalten, mehr als Erzeug⸗ niſſe der Verſtandestheorien, denn als Ergüſſe und Schöpfungen aus dem warmen Quell der Phantaſie erſcheinen. Für ſie war daher nur in der Ouverture das Largo zu Anfang, einfach, ernſt und klar gehalten, ſowie in dem Conzert der Schluß des erſten Satzes mit der Cadenz, das Intermezzo, die Stelle des Adagio vertretend, ſowie in dem Finale die Stellen alle von beſonderem Intereſſe, die der vortragenden Planiſtin beſon⸗ dere Gelegenheit gaben, ſich bemerkbar zu machen. Frau Clara bewährte ſich aber nicht allein in den Stellen der ſogenannten Principalſtimmen,
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ſondern faſt mehr noch in dem Zuſammenwirken mit dem Orcheſter als eine wahrhafte Meiſterin, die nicht blos mit ihren Fingern ſpielt und mit den enormſten Schwierigkeiten tändelt, ſondern mit dem ganzen Ernſt ihres geiſtigen Weſens, mit ihrem ganzen Ich der Tonkunſt huldtgt als geweihte Prieſterin. Dies mußte denn auch dem Laien klar werden bei dem Vortrag der Varia- lions serieuses von Mendelsſohn, ohne alle Be⸗ gleitung, die über ein Thema von einigen Tacten eine reiche Fülle von Melodie und Harmonie er⸗ goſſen, bei deren Ausführung wir nur zweifelhaft waren, ob wir mehr die phyſiſche oder pſychiſche Seite der Leiſtung, oder nicht vielmehr den ſo herrlichen Einklang beider zu einem vollendeten Ganzen bewundern ſollten. Wir mögten nun wohl die ähnlichen 32 Variationen von Beethoven von ihr hören. Von ihr könnte Herr Mollen⸗ hauer ſeine vorzutragenden Piecen wählen lernen; er ſpielte diesmal ein Coneertino von Vieuxtemps. Wir waren die erſten, die ſein Talent anerkann⸗ ten, als er zuerſt im Thaliatheater ſpielte; ſchon in dem Conzerte der Lind auf dem Stadttheater machten wir aufmerkſam, daß er ſeine Kräfte überſchätzt; heute müſſen wir es als Tadel be⸗ ſtätigen. Dergleichen Compoſitionen, wie heute, und damals von Ernſt, die nur von ihren Mei⸗ ſtern eben wegen ihres eminenten Spiels zu hören ſind, bieten Schwierigkeiten, die nur durch die ungeheure Rapidität mitten in künſtleriſcher Ruhe zu überwinden ſind; dieſe Ruhe fehlt aber Herrn M. zur Zeit noch, die eben den Grad der Künſtlerſchaft bezeichnet, bis zu welchem vorzu⸗ dringen unerläßlich iſt. Herr M. wird beſſer daran thun, das Adagio, als der Natur ſeines Inſtrumentes und der ſchönen, ihm eigenthüm⸗ lichen Tongeſtaltung angemeſſen zucultiviren und an andere Vorbilder ſich zu halten, um per àsperà ad astra zu gelangen. Außerdem ſchien es keine beſonders gute Violine zu ſein, auf der er ſpielte, denn ſie klang in dem voll gedrängten Saale, als wäre ein Dämpfer ihr aufgeſetzt.
Das einzige Voealſtück dieſes Conzertabends war Mozarts Arie aus Titus:»Parto«, geſungen von Frl. Wagner. Der Vortrag ſchien uns heut etwas affectirt, nicht ſo natürlich, wie ihn Mozart fordert, und wie wir ihn von der klaſſiſchen Vor⸗ tragsweiſe, beſonders Mozartſcher Muſik, nach dem Vorgange ihrer Donna Anna mit Recht von ihr erwarten dürfen. Da der Coloraturgeſang nicht die ſtärkſte Seite der Sängerin iſt, ſo kann ſie den M. Arien gerade durch den einfachen, von aller Verzierung und Künſteleien reinen cantus ihre hohe Geltung verleihen. Vielleicht wäre die Arie der Vitellia aus derſelben Oper ihr günſti⸗ ger geweſen.— Die zweite Abtheilung bildete, wie gewöhnlich, eine Beethovenſche Symphonie, diesmal die aus C Moll mit dem majeſtätiſchen, faſt überwältigenden Finale. Wir hatten zu⸗ weilen gedachi, ob es im Arrangement nicht gerathe⸗ ner wäre, die Beethovenſche Symphenie zu Anfang zu geben; heute mußten wir für immer uns mit dieſer Anordnung einverſtanden erklären. Wer wollte nach einer ſolchen Symphonie noch Etwas
bören wollen, ſei es auch das Beſte und Köſtlichſte?
Dagegen fühle Dich noch ſo ſehr geſättigt, ja ermüdet und angegriffen von dem vielen Mittel⸗


