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vertraulichen Geſpräch: der Hausherr nebſt ſeiner„Ich hoffe
Vierte Folge. No. 49. V. Jahrgang.
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Ireurn S— Eine Mlochenchronik für Titeratur, Kunst, ſchäne Miſſenſchaften und Geſellſchuft. ErſGrint wgelnäsg. Lerpzig, am 6. December 1867. Abondewenßaytai⸗
jeden Freitag.
Ein Blutstropfen. Im Salon ſagte jetzt der Doctor, nachdem er
ſich mit Erlaubniß der Hausfrau eine Cigarre ange⸗ zündet hatte:„Ich ſtimme Ihnen in Bezug auf unſere
. Novelle 92 von Thereſe bei, verehrte Frau. Es giebt vortreffliche 8 Erziehungsanſtalten, ich gebe das zu, dennoch ziehe
Maß Lindau. ich das Leben im elterlichen Hauſe für die Kinder
In einem geſchmackvoll und reich eingerichteten vor, beſonders für Mädchen, und bisher hat ſich Salon ſaßen drei Perſonen am Frühſtückstiſch im Thereſe unter Ihrer Leitung vortrefflich entwickelt.“ . es,“ entgegnete Frau Sternberg,
würdigen Gattin, und der beſte Freund des Hauſes,„allein ich ſehe doch ein, daß Thereſe noch ſehr viel Dr. Selten, der Hausarzt. Draußen im Garten auf zu lernen hat, was ſie bei mir nicht erlernen kann. dem Raſenplatze ſpielte ein ſchlankes dreizehnjähriges Mein Bischen Franzöſiſch habe ich faſt vergeſſen und Mädchen mit ſeinem älteren Bruder Federball. Es von dem Engliſchen verſtehe ich noch weniger. Ein waren dies die Kinder des Hauſes, glückliche, heitere junges, reiches Mädchen unſerer Zeit hat ſehr viel Geſchöpfe, denen der Ernſt des Lebensnoch nicht zu lernen, ſoll ſie nicht in Geſellſchaft beſchämt näher getreten war, obgleich Eduard behauptete, der daſtehen.“ Rectov des Gymnaſiums, deſſen Schüler er war, ſei„Ja, bei Gott, es iſt unerhört, was die jungen ein unleidlicher Pedant und mit Ausnahme der Sonn⸗ Damen jetzt alles wiſſen ſollen; dabei kann ich aber tage und der Ferienzeit eine wahre Laſt für ihn. nicht entdecken, daß ſie liebenswürdiger, geſcheidter und Zum Herbſt ſollte aber dieſe Schulqual ein Ende häuslicher dadurch werden, als ihre Mütter ſind. haben und er die Univerſität beziehen.(Sie haben ſoviel in ihr Gedächtniß zu pfropfen, daß


