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ſchlag zu machen, was er wohl mit einer Abgabe belegen könne, denn ſein Vorrath ſei erſchöpft und mit ſeinem Witz ſei es zu Ende. Der Freund antwortete ihm:„Belegen Sie die Regenſchirme mit einer Steuer und laſſen Sie die Biſchöfe anordnen, daß das Gebet um Regenwetter bis zum Ende des Krieges jeden Sonntag in allen Kirchen abgele⸗ ſen wird. Pitt hatte indeſſen bereits alle Gegenſtände, die zur Fabrikation der Regenſchirme nothwendig ſind, mit einer Abgabe belegt, und da er Gewiſſen hatte, ſo theilte das kleine Geräth, das uns vor dem Regen ſchützt, nicht das Schickſal des Fenſters, welches das Licht einläßt, obgleich Regenſchirm und Fenſter ziemlich in dieſelbe Kategorie ge⸗ hören. C.
Die Kühle des Abends.
Sydney Smith beklagte ſich eines Tages über einen Gentleman, welcher, trotzdem daß er viel jünger als Smith war, doch die Gewohnheit hatte, ihn ſtets mit ſeinem Tauf⸗ namen anzureden, ein Vorrecht, welches, wie Sydney Smith bemerkle, er nur ſeinen intimſten Freunden einräume. Kurz nachher trat derſelbe junge Mann in's Zimmer und erkun⸗ digte ſich, wie Smith, den er ganz familiär mit Sydney anredete, den Tag zu verleben gedenke.„Was mich betrifft,“ fügte er hinzu,„ſo bin ich oft von dem Erzbiſchof von Can⸗ terbury— damals Dr. William Howley— eingeladen worden, ihm in Ardington Park einen Beſuch abzuſtatten
und ich denke, ich werde dorthin fahren und in der Kühle des
Abends zurückkehren.“—„Ach,“ entgegnete Smith,„dann erlauben Sie mir, daß ich Ihnen einen guten Rath ertheile. Ich kenne den Erzbiſchof; er iſt ein ganz vortrefflicher Mann, aber etwas ſtolz; deshalb nennen Sie ihn nicht William, ec möchte das übel nehmen.“ Auf dieſe Worte erhob ſich in der Geſellſchaft ein lautes Gelächter und als der junge Herr ganz verlegen das Zimmer verließ, kehrte ſich Smith um und bemerkte ganz ruhig:„Ich denke, ich habe endlich die Kühle des Abends zur Ordnung gebracht.“ C.
Neue reiche Goldgruben.
Der unerſättlichen Gewinnſucht haben ſich neue Quellen eröffnet; aus Mora in Neu⸗Mexico ſchreibt man, daß fünfzig Meilen von dort am Cimarron⸗Fluß ein Gold⸗ lager entdeckt wurde, welches die californiſchen in jeder Hinſicht zu überbieten verſpricht. Das Gold iſt von feiner Qualität und leicht zu gewinnen. Arbeiter verdienen, tootzdem, daß ſie ohne alle Werkzeuge arbeiten, 5— 15 Dollars täglich. Aus Chihuahua, N.⸗M., vom 10. Juni: Fabelhafte und reiche Goldlager wurden hier und anderswo im Herzen des amerikaniſchen Continents entdeckt. Achtzig Meilen von hier, am Rio Concho, wird auf einer Strecke von 30 Leagues mit beſtem Erfolge Gold gewonnen, und ſoll ſich das Lager 90 Leagues längs des Concho ausdehnen. Außerdem ſind zahlreiche Lager von Gold⸗ und Silber⸗Quarz vorhanden.
L.
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Misrellen.
Ein Freund von Alaxander Dumas erzählt, daß er denſelben eines Tages beſucht und ihn grade damit beſchäf⸗ tigt gefunden, ſeinen Roman„Monte Chriſto“ zu vollenden.
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Solge 687 Er ſchrieb das Wort„Ende“ mit ſeiner ſchönſten Schrift darunter und ſtrahlte vor Freude; da das Wetter herrlich war, forderte der Freund ihn auf, einen Spaziergang zu machen. Aber die Uhr ſchlug halb fünf und Dumas hatte erſt fünfzehn Seiten Manuſcript an dieſem Tage gemacht, während er ſich doch die Aufgabe geſtellt hatte, täglich zwan⸗ zig Seiten zu ſchreiben.
So nahm er denn ganz ruhig ein friſches Buch Papier her, ſchrieb auf das erſte Blatt:„Die drei Mousquetiere“ und ging nicht eher aus, als bis er die fünf erſten Seiten ſeines neuen Romans ausgearbeitet hatte.— r.
Vor einiger Zeit wurde der Laden des Uhrenhändlers Walker in Cornhill von einer Diebesbande geplündert nnd nicht blos die Uhren, ſondern auch alles vorhandene Geld aus dem„feuerfeſten, diebesſicheren“ Geldſchrank mit fort⸗ genommen.
Der Anführer der Bande, Namens Caſeley, war wegen dieſes Diebſtahls und noch mancher anderen früher began⸗ genen zur Deportation verurtheilt worden, und jetzt ſchreibt dieſer Ehrenmann von ſeinem Detinationsort in Auſtralien aus an den beſtohlenen Uhrenhändler, er habe ſoeben die letzte Hand an ein neues Modell zu einem Geldſchrank ge⸗ legt, der ſo conſtruirt ſei, daß er jeder Diebesliſt ſpotte; ſchließlich bittet er mit rührender Naivetät den von hn Beſtohlenen, dies Modell als einen geringen Erſatz des n zugefügten Schadens annehmen zu wollen.— r.
Vom deutſchen Büchermarkt.
Vaterlos. Von Trabert. Mannheim, bei Schnei⸗ 1867.
Dieſe kleine Erzählung in Verſen, deren Inhalt wir nicht mittheilen wollen, um dem Intereſſe des Leſers keine Abſchwächung zu geben, verdient von den Freunden der epiſchen Poeſie nicht unbeachtet zu bleiben. Wenn es dem Dichter auch noch an Kraft und Vertiefung künſtleriſcher Ein⸗ heit fehlt und er zuweilen Töne anſchlägt und Anſchauungen verräth, die nicht zu poetiſcher Selbſtſtändigkeit und philoſo⸗ phiſcher Klarheit ſtimmen, ſo erfreuen doch die Einzelheiten durch eine unbefangene, anſpruchsloſe und gemüthsächte Verſenkung des Dichters in ſeinen Stoff und es überraſcht gar manche natürlich gefällige Wendung in Vers und Sprache, gar manche anregende Kürze in der lebendigen, nicht nach Effect haſchenden Schilderung. O.
der.
Rudolf der Zweite. Von Friederike Kempner. Leipzig, bei Fritſch. 1867.
Die Verfaſſerin hat in dieſem Trauerſpiele den Gegen⸗ ſtand des Majeſtätsbriefes behandelt und ihr Stück Auguſt Böckh gewidmet. Allerdings enthält der Gegenſtand dieſes Drama's viel poetiſche Motive, doch wäre es für die Ver⸗ faſſerin ſicher zweckmäßig, wenn ſie ſich zunächſt recht gründ⸗ lichen Sprachſtudien in die Arme würfe.„Ich fand nur was erhabne Allmacht dem menſchlich' Aug' bis jetzt ver⸗ verborgen hielt“ und dergleichen Abkürzungen enthalten ſicherlich mehr Keckheit oder Bequemlichkeit, als Geſchmack und Kenntniß. O. B.


