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Vierte Holge.
Weg nach dem Hauſe des Bräutigams fort und er und ſeine Geſellſchaft folgen ihr. Sobald ſie in dem Hauſe angekommen ſind, knieet die dicht verſchleierte Braut neben ihrem künftigen Ehemann und verehrt die Bilder ſeiner Vorfahren und dann iſt die Ehe geſchloſſen, obſchon noch andre Ceremonieen voll⸗ zogen werden müſſen, die ſehr oft erſt nach fünf bis ſechs Tagen zum Abſchluß kommen. Die weiblichen Verwandten der Braut fangen dann in der gewöhnlichen Art zu weinen an und nachdem ſie in dieſer Art ihr Herz erleichtert haben, gehen ſie zu Hauſe und überlaſſen die Braut der Sorge ihres neuen Gatten und ſeiner Freunde.
Die chineſiſchen Geſetze über die Eheſcheidung ſind höchſt einſeitig— ſie ſind ſämmtlich zu Gunſten des Mannes. Es würde für eine Frau ganz nutzlos ſein, wollte ſie verſuchen, ſich von ihrem Manne ſcheiden zu laſſen— ſollte es auch wegen einer übertrieben grauſamen Behandlung ſein. Mit ihrer Verheirathung iſt ſie das Eigenthum ihres Mannes ge⸗ worden und ſie hat keinen Beiſtand, ausgenommen einen Aufruf an ihre eigne Familie, die ſich aber nur ſelten in ihre Angelegenheiten miſcht. Sollte er aber ihrer überdrüſſig werden oder wünſchen, ſie los zu werden, ſo kann er ſich wegen eines der folgenden Gründe von ihr ſcheiden laſſen: Ehebruch; unkindliches Betragen gegen die Eltern ihres Mannes; irgend ein begangenes Verbrechen; Eiferſucht; Un⸗ fruchtbarkeit, oder wenn ſie nicht mit der gehörigen Achtung von ihrem Manne geſprochen hat. Das Letztere muß aber häufig ſtattgefunden haben. Wenn ſie aber mit ihm gelebt und ſich gegen ſeinen Vater und ſeine Mutter bis zu deren Tode gut betragen hat; oder wenn ſie keine Heimath mehr hat, wohin ſie gehen kann, weil ihr Vater und ihre Mutter todt ſind; oder wenn er ſie geheirathet hat, als er noch arm und dann reich geworden iſt und eine höhere Stellung erlangt hat, als die war, welche er bekleidete, als er ſie heirathete: unter einem dieſer Umſtände kann er keine Scheidung erlan⸗ gen. Dann hat er aber das Recht, ſie zu verkaufen, und auch dabei hat ſie gar nichts zu ſagen, und ſobald er einen Mann finden kann, der bereit iſt, ihm eine geringe Summe für ſie zu bezahlen, ſo muß ſie ihre ganze Treue auf ihren neuen Gatten übertragen und ihrem erſten Manne ſteht es voll⸗ kommen frei, ſich wieder zu verheirathen. Aber trotz der Leichtigkeit, mit welcher ein Mann ſich von ſeiner Frau ſcheiden kann, ſo wird eine Scheidung doch ſelten nachge⸗ ſucht und eben ſo ungewöhnlich iſt es, daß ein Mann von dem Rechte, ſeine Frau zu verkaufen, Gebrauch macht. Eine geſchiedene Frau iſt beinahe eine Ausgeſtoßene. Ihre eignen Freunde und ihre Familie wollen nicht mehr mit ihr umgehen und eben ſo wenig kann ſie ſich wieder verheirathen. Ihr voriger Gatte giebt ihr jährlich eine kleine Unterſtützung und wenn ſie nicht davon leben kann, ſo muß ſie ſich als Magd verdingen; aber gewöhnlich begiebt ſie ſich dann nach einem entfernten Orte, um das zu thun.. C.
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Lord Chatam.
Von dieſem Lord erzählt man ſich eine ſehr hüb e Anekdote über die Art, wie er einen un ndien Lene hunſ züchtigte. Die Debatte beſchäftigte ſich mit einer von Lord Chatam beantragten Geldbewilligung für die Ermuthigung der Kunſt, welche von dem Schatzkanzler bekämpft wurde, der ſeine Rede gegen Lord Chatam's Antrag mit den Worten aus der Bibel ſchloß:„Warum wurd dieſe Salbe nicht verkauft und das Geld den Armen gegeben?“ Chatam erhob ſich und
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antwortete hierauf:„Weshalb theilt der edle Lord die er⸗ wähnte Stelle, deren Anwendung hier ſo paſſend iſt, nicht vollſtändig mit? Da er das nicht gethan hat, ſo will ich den Vers an ſeiner Stelle beendigen. Das ſagte Judas, aber nicht, daß er nach den Armen fragte, ſondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward.“ C.
Misrellen.
Ein vom Unglück verfolgter Jäger wollte nicht mit ganz leerer Jagdtaſche zu ſeinem jungen Frauchen heimkehren und kaufte vor ſeiner Heimkehr bei dem Wildprethändler ein Rebhuhn, das er als Jagdbeute mitbrachte.
Das Rebhuhn roch bereits ſehr bedenklich, und ſo rief die junge Frau mit einer Geberde des Abſcheu's:— Ach, mein Schatz, es war wirklich die höchſte Zeit, daß Du dieſes Thier ſchoſſeſt!— r.
In einer größeren Geſellſchaft fiel einer Dame ein Herr auf, der noch völlig ſchwarzes Haar, aber dabei einen ganz weißen Bart hatte und dadurch ein eigenthümliches Ausſehen gewann.
Die Dame machte einen Bekaunten darauf aufmerkſam und frug, woher dies wohl kommen möchte?
Der Andere entgegnete:— Ich glaube, der Herr arbeitet mehr mit ſeinem Kinn, als mit dem Kopf.— r.
Vom deutſchen Büchermarkt.
Phantaſien im Bremer Rathskeller. Von Wilh. Hauf. Bremen, Kühtmann's Buchhandlung.
Es liegt hier in neuer Auflage die beliebte Humoreske des jung verſtorbenen ſchwäbiſchen Autors abermals dem Publicum vor und ſie möge mit ihren heiteren Momenten von Witz und Laune an eine Zeit erinnern, in welcher die deutſche Literatur noch unter dem Einfluſſe Jean Paul's ſtand und auch dadurch von ſeinem Geiſte getragen wurde, daß ſie mit harmloſem, aber ſicherem Selbſtbewußtſein auftrat und das Vollgefühl zur Schau trug, daß ſie in die Mitte des Forums von allem Guten und Schönen geſtellt ſei. Den Freunden der Literatur wird es noch von Intereſſe ſein, daß dieſe Phantaſien im Bremer Rathskeller die letzte Arbeit des graziös und leicht ſtyliſirenden Dichters iſt.
Die von Braun und Schneider dazu gegebenen Illu⸗
ſtrationen ſtehen allerdings tief unter dem Niveau pes dertee B.
Sommertage am Siebengebirge. Von Wolf⸗ gang Müller von Königswinter. Kreuznach, bei Voigtländer. 1867.
Das Siebengebirge mit ſeinem kleinen Städtchen Königswinter iſt die Heimath des thätigen Verfaſſers, der ſich ſchon früher in landſchaftlichen und ethnographiſchen Schilde⸗ rungen mit Glück verſuchte und hier ſeine Feder einem ihm lieben und trauten Flecken Erde(wir dürfen nur an das be⸗ kannte Godesberg, an den Drachenfels, an Rolandseck er⸗ innern) gewidmet hat.


