—
Vierte Folge. V. Jahrgang.
Eine Tockänchranit ſür Fiteratur Fuf ſdun nMiſeſänftnn und Geſellſchaft.
Erſcheint regelmäßi Ab tspreis eden be 3 Leipzig, am 20. September 1867. Lehen n epre Euphroſyne. bis zum Anbruch einer beſſern Zeit verzichten. Und
warum wollte die Stunde der Befreiung noch immer nicht ſchlagen? Ob ſie denn wirklich ſo krank ſei?
Aus Weimars goldnen Tagen fragte ſie immer und immer. Sie fühle ja keinen von Schmerz, nur eine große Schwäche, die in der Nähe Karl Neumann⸗Strela. b der Geſchwiſter am ſchnellſten ſchwinden würde. Warum
(Fortſetung.) ihr der Arzt nicht erlauben wolle, das Bett. zu ver⸗
laſſen? Ob er mit dem Oheim verbündet ſei? Sie Wie würden unſere Liebenden zu einer andern zürnte ihm, ſie ward mit jedem Tage ungeduldiger
Zeit darüber gejubelt haben! Ach, ſo oft ſie den und reizbarer. Der Baron mied das Krankenzimmer;
Arzt nach Cornelia fragten, ſchüttelte er ja nur den ſein Diener mußte ihm Bericht erſtatten. Wären Kopf. Sie hatten noch oftmals Verſuche gemacht, nicht„dieſe Herzogin“ und„dieſe Schlangenaugen“ zu ihr zu gelangen, immer vergeblich, immer hatten geweſen, ſo würde er Cornelia's Lager kaum verlaſſen ſie dieſelbe abweiſende Antwort erhalten. Genaue haben, aber jetzt—„Gottes Zorn iſt ſichtbar. Er Nachrichten und Grüße von Cornelia emfingen ſie ſtraft ſie ſo für ihre Falſchheit!“ Häufig legte Hans täglich durch die Herzogin Mutter, die jeden freien das Ohr an die Thür, um den Arzt reden zu hören. Augenblick benutzte, um zur theuren Kranken zu eilen. Wenn er dann ein„etwas beſſer“ vernahm, oder Wie erquickte dieſe die Nähe der mütterlichen Freun⸗„fügen ſich die Gnädigſte in Geduld“, oder auch„ ich din! Daß man weder den Bruder noch deſſen Braut muß entſchieden zur Ruhe ermahnen, damit wir vorlaſſen würde, das hatte ſich Cornelia gleich An⸗ ſchneller über den Berg kommen“,— dann ſchwanden langs ſagen müſſen; ſie müſſe auf ihre Gegenwart die Falten auf ſeiner Stirn und ſein Auge erhellte


