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V. Jahrgang.
Vierte Folge.
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Eine Mochenchronik für Fiteratur, Aunst, ſchäne Miſſenſchaften und Geſellſekſt.
Erſcheint rehelmäßig Leipzig, am 6. September 1867. Ahodnedenahrit
jeden Freitag.
„Hab' ich denn einen Bruder— 2˙ „Vielleicht einen lieben Freund oder einen— Chriſtel, was Du roth wirſt!“
„Närrin! Die Roſen ſind etwas grell geworden, die werfen einen röthlichen Schimmer über mein
Euphroſyne.
Aus Weimars goldnen Tagen
von V Karl Neumann⸗Strela. Geſicht.“ Gorſſezung) b„Hm,“ machte darauf Cornelia; daß ſie nicht weiter gehen dürfe, ſagte ihr der Freundin verlegene
Cornelia ging zu Chriſtel. Und wenn ſie wieder allein Miene. Chriſtel hatte nur immer von Becker's freund⸗ war, wurden abermals die warnenden Stimmen laut, ſchaftlichen Beſuchen erzählt, den Briefwechſel im aber dennoch ging ſie wieder und wieder hin. Für ſie Theater aber mit keiner Sylbe erwähnt. Zwar hatte war Chriſtel ein Magnet. Und hatte dieſe ihre Mit⸗ ja das Wörtchen„Liebe“ ſowohl zwiſchen ſeinen wie theilungen beendet, ſo mußte ſie immer wieder von ihren Zeilen geſtanden, doch ausgeſprochen hatte es Neuem beginnen; ſie ward des Erzählens auch ebenſo V ja Keines; und aus dieſem Grunde, ſagte ſich Chri⸗ wenig müde, wie Cornelia des Hörens. müſſe ſie ſelbſt vor Becker's Schweſter ihr 4☚
„Eine ſchöne Arbeit,“ ſagte Cornelia einmal, Geheimniß bewahren. 4 „für wen iſt ſie beſtimmt?“ V Auch Cornelia hatte ein Geheim „Für—“ Chriſtel zauderte mit der Rede, um der Freundin jetzt anveza date, dann raſch hinzuzufügen:„Für meine Mutter.“ des Bruders Erkrankun
„So, ſo. Wie man ſich doch täuſchen. kann. ſie durch den Diener, Ich hätte wetten mögen,'s würde ein Uhrband.“ bauen könne, dem Ki


