Jahrgang 
27-52 (1867)
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Vierte Folge.

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V. Jahrgang.

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Eine SAlochenchronik für Jiteratur, Kunst, ſchöne Miſſſenſchaften und Geſellſchaft.

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ſceint ergebnäſia Leipzig, am 19. Juli 1867. crneen enfe

jeden Freitag.

Isländiſch Moos.

Novelle 2 von 4 Hans Adolf Münnich. (Schluß.)

4

ſich ein weiter Kreis mächtiger Felsblöcke, bei deren Anblick das Auge der Jetztzeit ſtaunt ob der Kraft, die einſt dieſe Maſſen zum Baue gehandhabt; wohin der Blick ſich wendet, fäͤllt er auf ſolche Ringe es ſind Islands Runenſchriften, die Gräber ihrer Hünen und Recken! Da ruhet im Steinring Norſen Nadock, der Seekönig von Snäland, und die Norne von Vagna ſitzt weinend auf dem Grabe und ihre Thränen füllen

Staunend ſchaute Erich auf dieſen ungeahnten die Bucht von Vagnafjord; und wenn der Morgen Reichthum des ärmlichen Eilandes; Gold und Silber kommt, erhebt ſie ſich und ein Nebel zieht vom Grabe birgt es nicht in ſeinem Schooß und der Rubin gluͤht hin in die Schluchten des Torfa. Und weiterhin nicht in ſeinen Bergen, aber aus den Schachten ſteige

ſagenhafte Reckengeſtalten und rieſige Seekönige em⸗ por, die hinausfahren über das Meer zum Kampf

um Leben und Tod, männiglich zum Streite.

Wenn dann Erich trunken war im Anſchauen ſolcher Pracht, ging er hinaus auf die Halde, wo die Denkmäler der Sage ſtehen Angedenken,

ſie der Sturm nicht brechen kann und das

kraͤftiglich trotzen. In der Mitte der§

wie

n liegt Thorolf, Skallagrims Sohn, und der Bruder

Harald, der ihn erſchlug, irrt ruhelos nächtlich um die Stätte und ſein Klagen hallt wieder an den Felſen wie ein Sturmwind und das Meer brauſt hinter ihm hyer:Wehe Harald dem Brudermörder!

So nun ſaß Erich denn auch eines Abends auf V dem Grabe Norſen Nadocks; die Nacht, dieſe unendlich

Meer nicht kurze Spanne für ein glückliches Herz und endeloſe

hinwegſpülen, Säulen, die aller Welt und aller Zeit Friſt für einen heimlichen Schmerz, brach herein, dunkle gide erhebt Schatten huſchten zwiſchen den Felſen des Thales