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ſagt da die Gdda ehen, ſo der in öne lag/
Vierle
Faden unter ihrer mehrenden Hand zum Knäuel ſich rollte. Dann wieder wob ſie es ſelbſt zum ſich breiten⸗ den Linnen und Erich ging mit ihr hinauf auf die Breite, weiter hinauf in das Land, wo ſie das Tuch bleichte im Strahle der Sonne.
So ging es auf Iſefjord Tag für Tag, Nielſen Trampe war von Zeit zu Zeit herübergekommen aus Enkernäs und Erich, der ſonſt ein Leben voll Freude und Abwechſelung geführt, fühlte ſich doch wohl in dieſer immer wiederkehrenden Einfachheit.
So währte dies Verhältniß ruhig fort: Knut Hioreif fragte nie, wenn ſein Gaſt weiter zu reiſen gedenke, ſah ruhig darein und begrüßte ſie fröhlich, wenn ſie Beide Abends am Strande den heimkehrenden Vater erwarteten, und Edda blieb immer dieſelbe, ruhig und feſt, immer in gleicher Freundlichkeit. Tage kamen und Tage vergingen und wieder waren Beide hinausgegangen an das Meer und ſaßen auf den Steinen, auslugend über die Fluth, ob ſie nicht des Vaters Boot ſähen auf den ſchaumgekrönten Wogenz es war ein wunderlieblicher Abend, eine jener fried⸗ lichen Stunden, von denen das Volk ſagt, daß die Wonne in ihnen durch die Luft zittert. Es iſt dies
ein obwohl viel gebrauchtes und allbekanntes, doch
immerhin ſeltſames und gewagtes Bild und das Herz muß eben in der paſſenden Stimmung ſein, um des Gleichniſſes Wahrheit und Deutung finden zu können. Das Meer lag ſtille zu den Füßen der Harrenden, nur leiſe gegen den Strand anſpülend, auf den Felſen ruhte der Abend wie ein Friedeus⸗ gruß und fern am Horizont tauchte die Sonne in purpurner Gluth, in jener unnachahmbaren Färbung, die die Maler aller Zeiten nachzubilden ſtreben und die doch nie eines Sterblichen ſchmelzloſer Pinſel treffen wird, hinunker in das ſchlummernde Meer, feurige Streifen über die feiernde Fluth werfend, und übergoß mit einem wunderbaren Schein Edda's Antlitz, die in Gedanken verſunken das ſchwindende Geſtirn anſchauete.
„Was ſinnet Ihr, Edda?“ fragte Erich.
„O, Ihr werdet mich verlachen, Erich, es iſt ſo kindiſch, was ich denke— allein Euch will ich es doch ſagen, denn Ihr habt immer Nachſichtemit dem einfachen Mädchen von Island. Seht, Erich, da ſprechen die Menſchen immer, die ſinkende Sonne ſei das Vaterauge Gottes, das vor der Nacht noch einen ſorgenden Blick über die ganze weite Welt wirft, daß freudig ringsum Erde und Meer erröthen; ich dachte aber eben daran, wie die Sonne jetzt in allen Ländern untergeht und wie ſie ſo recht ein Schifflein ſein kann, darauf die Gedanken zweier Herzen, die das Leben weit voneinander trennt und die Liebe doch
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eng miteinander verbindet, zu einander reiſen können. Sie ſchauen beide hinauf in das leuchtende Auge und ihre Gedanken umarmen ſich darin, wie zwei treue Boten, die ausgeſendet ſind um Kundſchaft und die ſich nun endlich gefunden haben!— Aber nicht wahr, Erich, Ihr verlacht mich nicht um den kindiſchen Gedanken?“
Erich ſchwieg; dann ſprach er trübe:
„Ihr redet da von getrennten Herzen, Edda; wißt Ihr auch, was Scheiden heißt? Zwei Herzen, die ſich gern haben, ſind wie ein reicher, goldhaltiger Stein, den ſie aus der Erde tiefinnerſtem Grunde hervorgeholt haben; Gold und Stein liegen ſich dar⸗ innen in den Armen, aber da fängt denn eben das Scheiden an und das Gold tritt heraus als hoch⸗ theures Gut, die Schlacke aber bleibt übrig nichts⸗ nutziger Tafid, den ſie höchſtens auf den Boden werfen, damit der Fuß trocken durch den Sumpf ſchreiten kann! Das heißt denn eben getrennt und geſchieden, und aus iſt es mit dem geträumten Glück. Ein Herz vom andern trennen, heißt dem Vogel ſein Lied und der Blüthe ihren Duft nehmen; was helfen dann die bunten Federn und die farbigen Blätter — Vogel und Blüthe ſind ja doch dahin! Und doch muß einmal geſchieden werden; der Frühling kann nicht immer währen, der Schmerz will auch ſein Recht haben im Leben— denn wozu hätte er ſich ſonſt in der Reimkunſt ganz von ſelbſt zu Herz ge⸗ funden, wie Leiden, Scheiden und Meiden ſich reihte — Einmal im Leben muß es geſchieden ſein und wäre es zuletzt auch erſt im Tode; da drüben in den Hochöfen haben ſie ein kräftig Holz, um die Metalle voneinander zu reißen— die Verhältniſſe des Lebens reißen die Herzensbande noch ſchneller und beſſer in Stücke! Und wißt Ihr, Edda“— fuhr er fort und ſenkte den Blick traurig auf den felſigen Boden— „wißt Ihr, Edda, daß wir nun auch an das Scheiden denken müſſen?“
„Warum wollt Ihr denn fort von uns, Erich?“ rief das Mädchen erſchrocken, indem ſie die Hand auf des Junkers Arm legte; aber von einer dunklen Gluth übergoſſen, als ſchäme ſie ſich dieſer Selbſtver⸗ geſſenheit, zog ſie die Hand zurück und fügte leiſe und ängſtlich hinzu:
„Gefällt es Euch denn nicht mehr bei uns auf Iſefjord, Junker? Ich meinte, Ihr würdet noch viel länger bei uns bleiben, der Vater und Alle im Hauſe haben Euch ſo gern und werden Euch ungern von ſich laſſen!“
„Und Ihr, Edda“— rief der Junker—„werdet Ihr mich auch ungern von Euch laſſen— habt Ihr mich auch gern und ſeid Ihr in der Zahl derer, die Ihr Alle im Hauſe nennt?“


