Jahrgang 
1-26 (1867)
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Vierte Folge.

Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

Leipzig, am

V. Jahrgang.

Abonnementspreis jäbrl. 5 ½ Thlr.

24. Klai 1867.

Eine mürkiſche Dorfgeſchichte.

Von V. v. Müller. (Fortſetzung.)

Es will Abend werden und der Tag hat ſich

geneigt.

Das hatte Bröſe der ſterbenden Beſitzerin vom Thal zugeflüſtert.

Und ein Tag wird anbrechen, der heller iſt, denn aller Sonnenſchein!

Sie ruhte aus neben Gatten und Kindern, als der Abend über Buchenau anbrach, als finſtere⸗Krieges⸗ wolken ſich entluden, auch die ſtillen Berge und die gefallenen Sohne der Heimath ſeufzten, als der Ton der Glocke am Vierklewerberg die trauernde Gemeinde zur Andacht rief.

Winter und Frühling waren dahingegangen, wie mit bleiernen Gewichten beladen.

V erwachte auch

Als der Frühſommer kam, da wieder friſches Leben.

Noch konnten die ſchwarzen Gewänder nicht der Lichtfarbe weichen, aber wenn das Gras beginnt auf den Hügeln der Unſern zu keimen, die wir in die treuen Arme der Erde legten, dann vernarben auch die Wunden, denn gewaltſam fordert um uns her das Leben ſein Recht, wir müſſen mit ihm vorwärts, wohl oder weh!

Still und mit trüben Augen zog eine kleine Schaar Mädchen in Trauerkleidern von der Mühle

Naus, wo ſie ſich unter Fenders Leitung geſammelt

hatten.

Beate Schwarz legte eine Gedenkſchrift mit ſchön verziertem Rand auf ein Kiſſen, an welchem golddurch⸗ wirkte Seidenbänder mit frommen Sprüchen angebracht waren; auf dieſem Kiſſen befand ſich ein Lorbeer⸗ kranz, das Geſchenk vom Herrenhauſe; mitten in der Schrift fünf kleine Bildchen, die Photographieen der Jugendgenoſſen, um welche die Kinder vom Dorfe