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am Ende an Muth gebrechen, einem ſchönen Mädchen unter die Augen zu treten!“ Dieſem Monolog wurde durch einen kräftigen
Zug an der Klingelſchnur ein Ende gemacht und
wenige Augenblicke darauf öffnete ſich die Thüͤre und der Capitän ſtand vor dem Fremden.
„Was ſteht zu Ihren Dieuſten, mein Herr?“ fragte der Erſtere, indem er ſich verneigte und den Unbekannten zugleich durch eine höfliche Verbeugung einlud näher zu treten.
„So kennen Sie mich alſo wirklich nicht mehr, Capitän?“ ſagte dieſer, dem alten Soldaten die Hand entgegenſtreckend.
Kirchheim warf einen prüfenden Blick auf den Fremden, und ſchien ſich anzuſtrengen, ſeine Erinne⸗ rungen zu ſammeln. Dann ſchüttelte er das Haupt und ſagte:
„Verzeihen Sie, ich leſe zwar etwas Bekanntes in Ihrem Geſicht und es iſt mir allerdings, als wenn ich Sie ſchon irgend einmal geſehen hätte, aber wo und wann dies geſchehen, vermag ich nicht anzugeben.“
„Denken Sie doch nach, Capitän, wohnten Sie nicht bis noch etwa vor einem Jahre in der Nähe von Elsfleth?“
„Allerdings.—“ Und der Veterau neigte ſeinen Kopf und murmelte:„Elsfleth?— Elsfleth?“— als wollte er hiermit ſein Gedächtniß auffriſchen. Dann betrachtete er von Neuem ſeinem Gaſt und ſagte:
„Verzeihen Sie es einem alten Manne, den ſein Gedächtniß mitunter ſchon zu verlaſſen anfängt, aber es ſind in den letzten Jahren ſo viele Ereigniſſe an mir vorübergegangen, und doch... wenn ich Sie auf⸗ merkſam betrachte, iſt es mir allerdings, als wenn ich Sie kennen müßte.“ 8
In dieſem Augenblick öffnete ſich eine Seiten⸗ thüre und eine junge Dame trat in das Zimmer. Als ſie einen Fremden in der Geſellſchaft ihres Vaters erblickte, wollte ſie ſich ſchnell wieder zurückziehen, aber dieſer verhinderte es, denn froh, Jemand zu finden, der ihm vielleicht über ſeine augenblickliche Verlegenheit hinweghelfen könnte, ergriff er ihre Hand
und ſagte:
„Bleib, meine Tochter. Dieſer Herr ſtellt ſich mir als einen alten Bekannten vor, ohne daß ich mich augenblicklich erinnern kann, wo mir die Ehre zu Theil geworden iſt, ihn geſehen zu haben. Vielleicht iſt Dein Gedächtniß beſſer als das meinige— vielleicht vermagſt Du meiner Ungewißheit ein Ende zu machen.“
Juſtine— denn dieſe war es— richtete bei dieſer Aufforderung einen prüfenden Blick auf den Fremden und ſtieß faſt⸗gleichzeitig einen leiſen Schrei der Ueber⸗ raſchung aus. Dann wurde ſie roth und dann wieder
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blaß, dann wankte ſie einige Schritte vorwärts und blieb zuletzt wie eine ſchöne Statue ſtehen, wobei ſie dem Unbekannten ihre beiden Hände entgegenſtreckte und leiſe, aber tiefbewegt, den Namen„Herr v. Oppen⸗ hof!“ hinhauchte.
„Ja, ich bin es,“ ſagte dieſer freudig erregt, indem er, von der Gewalt des Augenblicks hingeriſſen, raſch auf das ſchöne Mädchen zutrat, deſſen beide Hände ergriff und dieſelben bewegt ans Herz drückte.
„Herr v. Oppenhof?“ rief nun auch ſeinerſeits Kirchheim, indem er raſch näher trat;„o, wo hatte ich denn meine Augen! Ganz richtig, vor fünf Jahren... bei der Einſchiffung des Herzogs... O, wie oft iſt jene Nacht der Gegenſtand des Geſprächs zwiſchen mir und meiner Tochter geweſen! Und die Briefe, welche wir anfangs von Ihnen erhielten, haben ſtets bei uns das größte Intereſſe erregt. Aber warum ſtellten Sie denn plötzlich Ihre Correſpondenz ein?— wir hielten Sie in Wahrheit bereits für todt, und hier dieſes gute Kind hat Sie lange wie einen lieben Bruder betrauert.“
Juſtine ſchlug bei dieſen Worten ihre Augen ver⸗ wirrt nieder und ein dunkles Roth färbte ihre Wangen.
„Sie wiſſen, Capitän, daß ich unter Wellington in Spanien focht,“ ſagte nicht minder verlegen Herr von Oppenhof,„und bei der eigenthümlichen Art der Kriegführung in jenem Lande war an eine regelmäßige Correſpondenz nicht zu denken.“
„Ich glaube es gern,“ antwortete der Veteran, welcher durch dieſe oberflächliche Erklärung völlig be⸗ friedigt zu ſein ſchein.„Nun, deſto mehr werden wir jetzt mündlich in unſeren Mittheilungen nachzuholen haben. Da iſt zunächſt der Capitän Billot— Sie erinnern ſich doch noch jenes wackeren Billot, der ſich in jener Nacht, wo der Zufall Sie zu ſeinem Gefangenen machte, ſo wacker benahm?“
„Ich habe oft an denſelben gedacht und möchte wohl etwas Näheres über ihn erfahren,“ entgegnete Herr von Oppenhof, indem er Juſtine dabei ſcharf anblickte.
Dieſe erröthete tief, doch ſpielte diesmal ein ſanftes Lächeln um ihren Mund.
„Billot iſt wirklich ein vortrefflicher Menſch,“ fuhr Kirchheim fort,„und ich wünſche mir aufrichtig zu einem ſolchen Schwiegerſohn Glück.“
„Ihr Schwiegerſohn?“ rief Herr von Oppenhof.
„Ei freilich, meine Tochter iſt mit ihm ſeit zwei Jahren verlobt und jetzt, wo man Frieden geſchloſſen hat, ſteht auch der Hochzeit nichts mehr im Wege. In kurzer Zeit gehe ich nach Paris, wo ich an der Seite meiner Kinder den Reſt meiner Tage zu ver⸗ leben gedenke.“


