Jahrgang 
1-26 (1867)
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jede Woh, ervorragende Vorkeſun rleſungen wie Nutzen ſollten aber der, indem a Erziegung de, Concerte ber Compo⸗ rturſen ſich een ſei aus⸗ teten Wohl⸗

Erinnerung unter allen re Stellung, ausg ſtattet, Tragweite ihrer Zeit eine Geſell⸗ pfeſſionellen Aufgabe mit Körper den affte. Vor , für ihre zu ſehen. bei ſeinen en getragen begründen, vorhandnes olche Werke me Lemon⸗ iner eignen thiegefelgt. terricht der t und ver⸗ ſicht ſich in er die Ent⸗ egünſtigen, on dem er zu machen. e reichliche rzu laſſen, Jahl dieſer men Hand ¹ unbemit⸗ en. Dieſe bt und für iner origi⸗ anzöſiſchen iige baſt

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Vierte

abwechſeln. So bilde ſich hier ein glückliches Zuſammentreffen der Wiſſenſchaft, der Literatur, der höhern Muſik und der Wohlthätigkeit, die ſich einander die Hand reichten und ſich geſchwiſterlichen Beiſtand leiſteten, denn alle Vier hätten ihren gemeinſchaftlichen Urſprung in den höchſten, den zar⸗ teſten und großmüthigſten Beſtrebungen des menſchlichen Geiſtes und Herzens.

Auf allen Punkten Frankreichs vermehrten ſich die Schulen für Erwachſene. Die Rekruten und Arbeiter in Frankreich wollten nicht, daß es hier weniger Rekruten, die leſen und ſchreiben könnten, als in Preußen gäbe, wo Jeder es könne. Der Miniſter des öffentlichen Unterrichts, ſein Generalſecretär und die 30,000 Lehrer ſeien entſchloſſen, ſofort mit einer untergeordneten Stellung, die nur allzulange gedauert habe, ein Ende zu machen; das Wiſſen ſei das Zündnadelgewehr der Civiliſation und dieſe Waffe würden alle Franzoſen bald führen. Im vorigen Winter hätten 50,000 erwachſene Frauen und 600,000 erwachſene Manns⸗ perſonen in allen Städten, Dörfern und Weilern Schulen beſucht, um ſich Kenntniſſe einzuſammeln, denn die Unwiſſen⸗ heit eigne ſich für unſer Jahrhundert nicht mehr. Auch das Athénée habe ſich die Aufgabe geſtellt, zur Verbreitung der Kenntniſſe direct und indirect beizutragen, und zu dieſem Zweck habe ſich eine beſondere Geſellſchaft gebildet. Der Stifter habe ſein Werk nicht ganz allein verwalten wollen. Er habe ſich zuerſt an ausgezeichnete Perſonen gewandt, die ſich in Comités vereinigt und die Grundlagen einer vor⸗ läufigen Organiſation entworfen hätten. Dann habe er eine Actiengeſellſchaft gegründet, welcher er dieſen Saal auf 35 Jahr vermiethet habe. Man beklage ſich über die theuern Miethpreiſe, die Geſellſchaft des Athénée habe dazu keine Urſache. Der einzige Miethpreis, den ſich der Stifter und Eigenthümer des Athénée für die Dauer des Pachtes bis Ende dieſes Jahrhunderts ausbedungen habe, ſei der freie Eintritt in die Soiréen. Unter dieſen Bedingungen habe ſich die Ge⸗ ſellſchaft gebildet, um ein rollirendes Capital zu bilden. Der Eigenthümer des Saales habe ſich faſt alle Actien vorbehal⸗ ten; etwa zwanzig Perſonen hätten eine kleine Anzahl derſel⸗ ben genommen und der Verwaltungsrath ſei ernannt worden.

Dieſe Actionäre würden aber eben ſo wenig wie der Eigenthümer des Gebäudes eine Dividende beziehen, ſondern dieſelbe der Geſellſchaft für den profeſſionellen Unterricht der

Frauen und ähnlichen Gefellſchaften überweiſen. Der Artikel

46 der Statuten der Geſellſchaft des Athénée laute:

Die Dividenden können nicht von den Actionären ſelbſt erhoben werden, ſondern nur von Geſellſchaften, In⸗ ſtitutionen, Anſtalten und überhaupt von allen Collectiv⸗ werken, welche den Zweck des Volksunterrichts, der Mild⸗ thätigkeit oder des öffentlichen Nutzens haben und das durch die ausdrückliche Ueberweiſung der Actionäre.

Der Verwaltungsrath des Athénée iſt aus Literaten, Gelehrten und Künſtlern zuſammengeſetzt, die ſich anſtrengen werden, zum Vortheil des Guten und des Schönen den ſchönen Saal, welcher dem Theater eines kaiſerlichen

Schloſſes gleicht, durch die darin gebotenen Genüſſe zu

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einem kräftigen Magnet für die gebildete Geſellſchaft zu

machen, was ihr ſicher auch gelingen wird.

Sicher macht dieſe originelle Idee dem Geiſte und dem Herzen des reichen Banquier Biſchoffsheim große Ehre und wir wünſchen ihm aufrichtig, daß es ihm vergönnt ſein möge,

ſich des glücklichſten Erfolgs ſeines edeln Werkes noch recht C.

lange zu erfreuen.

Folge.* 95 Spanien im Jahre 1866.

Odds and Ends theilen die folgende Charakteriſtik dieſes Landes wit:

Dürre und Unfruchtbarkeit ſind in der That die all⸗ gemeinen charakteriſtiſchen Merkmale des ganzen Landes. Die unſinnige Thorheit, welche das Volk veranlaßt hat, das Land ganz von Bäumen zu entblößen, hat ein an und für ſich ſchon zu trockenes Klima, ohne Zweifel in einer un günſtigen Art, verändert und das jetzige Land erzeugt, das den Spottnamen ⸗das ſchwarz⸗gelbe Spanien» mit Recht erhalten hat, und das den Neuangekommenen, der an die köſtliche Friſche und an das Grün Englands gewöhnt war, mit Verwunderung und Schrecken erfüllt. Die Spanier und vor Allen die Caſtilianer haben einen angeborenen Haß gegen die Bäume; wenn er dieſelben nicht umhaut, um ſie als Brennholz zu benutzen, ſo fällt er ſie, weil ſie, wie er ſagt, nur den Sperlingen, die ſein Getreide verzehren, zum Aufenthalt dienen. Das ſpaniſche Volk hat ſich nie ſeiner Kohlenminen bedient, mit denen ihr Land reichlich verſorgt iſt, und folglich iſt das Holz der einzige Brennſtoff, den ſie beſitzen; und die Entwaldung des Landes iſt ſeit Jahrhunderten die Regel geweſen und ſie nimmt an Stärke immer mehr zu. Wälder und Gebüſche verſchwinden in gleicher Weiſe vor der unvermeidlichen Axt, bis der Reiſende, wie es in Caſtilien oft der Fall iſt, ſtundenweit über das Land blicken kann, ohne einen Strauch zu ſehen, der die Einförmigkeit unterbricht, ſo daß die Einwohner oft gezwungen ſind, Feuer zu Zwecken der Haushaltung mit zerhacktem Stroh zu unterhalten, über dem ſie ſich in bitterkalten Wintertagen, wenn Wolken ihnen die Wärme der Sonnenſtrahlen entziehen, zu wärmen ſuchen. Dieſe thörichte Ausrottung der Wälder iſt die Quelle zahlloſer Uebel für das Land geweſen, Uebel, welche fortwährend wirkſam ſind und ſich einander vermehren. Von keiner Vegetation aufgehalten, rauſcht das Regenwaſſer von den ſteilen Seiten der Anhöhen herunter und über die Ebenen, um ſich in tiefe Schlünde zu ſtürzen, indem es die feinern und ſchätzbarſten Theile des Erdbodens mit fortführt. Die Flüſſe, welche ſich in der Regenzeit in ſchreckliche und ge⸗ fährliche Ströme verwandeln, ziehen ſich zuſammen und ver⸗ trocknen beinah ganz, ſobald die Regenzeit vorüber iſt; das Waſſer, nach dem das Land lechzt, ſtrömt eilig in die See und geht für alle nützliche Zwecke verloren. Die Folge davon iſt eine außerordentliche Trockenheit der Atmoſphäre, ein ſich fortwährend vermindernder Regenfall und ein immer mehr verarmendes Land, für das es jetzt kein anderes Heil⸗ mittel mehr giebt, als ein kräftiges, energiſches Handeln von Seiten des Volkes, um das Land wieder mit Waldungen zu verſehen und es zu bewäſſern. C.

Misrellen.

Als ein iriſcher Prieſter einen Mann aus ſeinem Kirch⸗ ſpiel ermahnte, auf ſeine Leidenſchaft des Trunks zu ver⸗ zichten, ſagte er zu ihm, wenn er in ein Bierhaus trete, um vort zu trinken, ſtehe ſein Schutzengel weinend an der Thür. Und wenn er einen Sechspence in der Taſche hätte, würde er ſelbſt eintreten, war Pat's Antwort.

Baſſompierre, franzöſiſcher Geſandter am ſpaniſchen Hofe, erzählte Heinrich IV., wie er in Madrid eingezogen ſei.Ich ſaß auf dem kleinſten Maulthiere in der Welt. Ach, ſagte der König,welch ein beluſtigender Anblick muß das geweſen ſein, den dickſten Eſel auf dem kleinſten