Jahrgang 
1-26 (1867)
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ſten Fuſ duſaren, Degeiſterung

hhalten muß für glei uszuſprechen. u ſich ganz von Flächen ochen werden , paßt zum ld. Es iſt if ſein, daß enen Kriegen as äͤußerlich in echt ſol

durch die ugloſes, und enden Leſer enden Ein⸗ wachſenden onern der

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ihere Vel⸗ en Kreiſen en. surwüchſig⸗

Dierte Solge.

keit iſt, erhellt aus der Thatſache, daß alle die Menſchen von den mannigfaltigſten Sitten, Sprachen, Gewohnheiten, Claſſen und Ständen, die ſich hier zuſammenfinden, ſo leicht in jene Einfachheit ſich finden und den Formen des Umgangs, den Grenzen des täglichen Geſchäftsbetriebs ſich anbequemen, wie ſie jedem Anköoömmling hier vorgezeichnet ſind. Jedem dictirt ſeine äußere Lage dieſelben Bedingungen, und der Deutſche wie der Irländer, der Franzoſe wie der Yankee, der Schwede wie der Böhme und der Ungar wie der Nor⸗

weger gewöhnen ſich ſchnell und leicht an dieſelbe Praxis,

die ſich hier gar nicht verleugnen läßt.

Der Buſchfarmer iſt in jeder Beziehung, mit allen nur erdenklichen Bedürfniſſen ſeiner Exiſtenz, in all' den Zwiſchenfällen, die Schickſal und Leben bieten können, auf ſich ſelbſt angewieſen. Sein Haus, meilenweit von der Road oder jeder anderen menſchlichen Wohnung entfernt, iſt eine Feſtung, eingeſchloſſen in beinahe undurchdringliche Wälder, mächtige Fenz⸗Paliſſaden und mannshohes Geſträuch rings um die letztern, das als Wallgraben dienen kaun. Der einzige Zugang iſt meiſt ſchwerer zu entdecken, als bei den Ritterburgen im Mittelalter, und zur Vertheidigung, wenn es deren je bedürfte, hängen Doppelflinte und Büchſe bereit, während ein mächtiger Bullenbeißer, meiſt abſchreckender Geſtalt, jeden Vorwitzigen zerreißen würde, der es wagte, den inneren Raum zu betreten, ohne outside der Fenz, oft eine Viertelmeile vom Hauſe, erſt zu halten und die Inſaſſen um Schutz und Beiſtand gebührend anzurufen. Weib und Kinder bilden die Beſatzung, für welche indeß der Anblick eines Menſchen, der nicht zur Familie gehört, ein ſo unge⸗ wohntes Ereigniß iſt, daß ſie voll Entſetzen nach dem innerſten Winkel der Loghütte flüchten. Die ſogenannten Pfade, welche von einer Farm zu andern führen, ſind durch⸗ aus labyrinthiſcher Natur, oft wähnt man ſich in Oberon's Jrrgarten und factiſch verhext zu ſein; ja, daß man zu einer Entfernung von zwei Meilen fünf bis ſechs Mal laufen muß und dann kaum ſein Ziel exreicht, iſt gar nichts Ungewöhn⸗ liches. Zweierlei Eigenſchaften ſind hierzu unentbehrlich, die eines Spurhundes und eines Seiltänzers. Um die nach allen Richtungen ſich durchkreuzenden Viehſpuren und Richt⸗ ſtege zu unterſcheiden, bedarf es einer Hunde⸗ oder Indianer⸗ naſe, und um die zahlldſen Fenzen zu überſpringen, ohne die Beine oder den Hals zu brechen, möchte man füglich ein zweiter Blondin ſein. Von Haus aus haſt Du vielleicht eine reguläre Wagen⸗Road, die aber plötzlich nur für einen Menſchen gangbar iſt und mitten durch das dichteſte Geſtrüpp führt. Du ſiehſt nichts als Himmel und Blätter, aber Du

biſt geduldig und raffſt allen Muth zuſammen, um fort und

fort und weiter zu trollen. Da wird es licht, und Du hoffſt nun, bald wieder einen Theil der vernünftigen Schöpfung zu begrüßen, worauf das Glockengebimmel der Unvernünftigen im Walde ſchon Stunden lang hindeutet.

Aber plötzlich iſt jedes Weiterſchreiten unmöglich, Ausſicht abgeſchnitten, jeder Schritt verfehlt und gehemmt eine himmelhohe Fenz iſt quer vor Deine Perſon gezogen und das Zähneknirſchen der Verzweiflung erfaßt Dich. Du ſpäheſt durch die Zwiſchenräume der mäch⸗ tigen Holzriegel und eine weite, unabſehbare Wieſenfläche breitet ſich vor Deinen flimmernden Blicken aus. Ein kräf⸗ niger Fluch oder ein Stoßgebet, Du ſchwingſt Dich über die malitiöſeſte aller Barrikaden und ſinkſt mit zerriſſenen Hoſen und blutenden Schienbeinen in die Tiefe hinab. Nun geht das Waten los durch kniehohes Riedgras, Loch an Loch,

jede

jeder Schritt eine Heldenthat. Inmitten der Slough giebt es

77 Lauf⸗

ein Rinnſal von naſſem Moorboden zu überſchreitene Stum über die Knöchel fährſt Du hinein in den Moraſt

Pech klebt die ſchwarze Erde an Deinen Schuhen und nur

dem Beiſtande Deines Schutzgeiſtes verdankſt Du das Feſt⸗ halten der letzteren an den Füßen. Jetzt biſt Du wieder am

Buſchrande aber hinein kannſt Du nicht, Du mußt aber⸗ mals ein salto trambolino machen. Endlich führt Dich Dein guter Stern einem Farmhauſe zu, aber die erſte Nach⸗ richt, die Dich begrüßt, iſt die Verſicherung, daß Du zwei, drei Meilen umgegangen biſt und ebenſo weit wieder zurück⸗ laufen mußt.

Handwerker, die fürs Geld arbeiten, giebt es in der Country nicht, oder ſie ſind wenigſtens ſo dünn geſät, daß

Buſch⸗Farmer iſt ſein eigner Schuſter und Schneider, ſein eigner Bäcker, Glaſer, Schreiner, Sattler und Wagenmacher; und was er nach kurzer Uebung, von der Noth gedrungen, in all' dieſen Fertigkeiten zu leiſten vermag, iſt ein erſtaunens⸗ würdiger Beweis von der urſprünglichen Ausbildungs⸗ fähigkeit unſeres Geſchlechts. Dabei lebt er keineswegs un⸗ angenehm, denn gerade das Selbſtgefühl, das Bewußtſein völliger Unabhängigkeit von fremder Hülfe, das ihn bei ſolcher eigenen Fürſorge nothwendig erfüllt, gewährt ihm eine wohl⸗ thuende Befriedigung, und die Abgeſchiedenheit ſelbſt hat ihre eigenthümlichen Reize. Er iſt, wie ein Abraham, der ſouveräne Herrſcher in ſeinem Hauſe und auf feinem Beſitz⸗ thum; die mancherlei Zwiſtigkeiten und Aergerniſſe, die aus

V man auf ſie auf die Diſtanz nicht füglich rechnen kann. Der V

der unmittelbaren Berührung mit Nachbarn in den Städten

und dichter bewohnten Landdiſtricten oft unvermeidlich ent⸗ ſpringen, bleiben ihm fern; er iſt ein guter Wirth, denn ein mächtiges Streben treibt ihn, vorwärts zu kommen, und ein guter Familienvater, dem ſeinHome eine ganze Welt von Glückſeligkeit darbietet. Er iſt deshalb eben abgeſchieden und doch nicht einſam, gleich dem Eremiten; Weib und Kinder

mit ihrer Liebe und Anhänglichkeit verſüßen ihm jede Mühe

und gewähren ihm beſſere, dauernde Erholung, als alle Zer⸗

ſtreuungen, deren der Städter ſich erfreuen kann.

Um dem Mangel aller öffentlichen Vergnügungen einigermaßen abzuhelfen, iſt es in Minneſota ziemlich all⸗ gemein Sitte geworden, daß der Farmer ein bis zwei Mal im Winter ſeine Nachbarn zu einem Kränzchen einladet, wobei geſchwatzt, Bier getrunken, geraucht, geſcherzt und auch wohl getanzt wird, weshalb man ſolche Zuſammenkunft mit dem NamenBall zu bezeichnen pflegt, obwohl ſie mit dem letztern kaum ſo viel Aehnlichkeit haben mag, als das Geſicht im Monde mit der Venus von Tizian. Iſt doch ein ameri⸗ kaniſcher Ball überhaupt ein wahres Pasquill auf ſeine Namensvertreter in Europa nun beſonders hier, in dem kleinen Loghauſe eines Farmers, deſſen einzige Räumlichkeit oft gerade hinreicht, ein Bett und einen Tiſch zu ſtellen, um den die Inſaſſen ſich gedrängt zuſammenreihen, die aber,

wenn die Katze noch hinzukommt, ſchon überfüllt ſcheint.

Ein Glück, daß die junge Welt mit den Vergnügungen und Zerſtreuungen europäiſcher Länder völlig unbekannt, in keiner Weiſe verwöhnt und deshalb bei der eniſetzlichen Ein⸗ förmigkeit ihrer dieſſeitigen Tretmühle doch zufrieden iſt; kein Wunder auch, daß ſelbſt erwachſene Jünglinge und Jung⸗ frauen ſogar den geringſten Anlaß zur Freude begierig erfaſſen und viele Meilen weit einer Feſtlichkeit zueilen, nach der man in Deutſchland z. B. nicht drei Schritte weit gehen würde. Zum Kartenſpiel nimmt man äußerſt ſelten und nur dann ſeine Zuflucht, wenn kein anderes Mittel der Unterhaltung mehr verfangen will, eine Thatſache, die ich

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