Jahrgang 
1-26 (1867)
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un, erinnere in Thränen nich leiden, Kind, was mehr binl, ünſche und te alt war, ihr, ver⸗ nicht ob die Ver⸗ ert und ich, ente, einem nich ſicher⸗ allein es Papieren degiſtrator

rhältniſſen efelgenüſſe um Glück gern und tten, daß, ger Mann ealt war, es die Be⸗ ucht. Er fiſſemäßig und reiſte Waldau.

heute mit apfer wie t Georg ab, ich ein be⸗ ſchluge as gro ggeon

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Dierle Jolge. 69

ſtrator zu, und fradte ſtolz, aber artig: ⸗Was wünſchen Sie von mir?

Mein Pflegevater hieß mich an der Thüre bleiben, er ſagte leiſe einige Worte zu dem Baron und gab ihm mehrere Papiere. Der Baron ſah ſie durch und flüſterte dann, indem er auf mich ſchaute: Alſo ſeine Mutter iſt todt? Und ſchon ſieben Jahre, armer Ferdinand! Die beiden Herren flüſterten noch eine Weile zuſammen, der Baron ſchloß ein Schreibpult auf, nahm ein Päckchen beraus und ſagte:-Hier, ſo lange Ferdinand bei Ihnen iſt, erhalten Sie alljährlich dieſelbe Summe, laſſen Sie es ihm an nichts fehlen und ihn Alles lernen, wozu er Neigung und Fähigkeit hat. Geben Sie mir von Zeit zu Zeit, etwa aller ſechs bis acht Monate, Nachricht über ihn.

Jetzt trat er auf mich zu und ſagte: Gieb mir die Hand.» Ich that es, aber etwas ſcheu und mürriſch, lebhaft erinnerte Mutter. In dieſem Augenblicke ging eine Seiten thüre auf, eine ſchlanke Dame in Seide gekleidet und

wurden ſichtbar. Die Dame zog ſich zurück, als ſie mich und den Regiſtrator ſah, der Jüngling oder Knabe kam näher und ſprach:«Lieber Papa, im Hofe ſteht ein Roßkamm, er hat ſchöne kleine Pferdchen, V litthauiſche, willſt Du mir wohl eins kaufen? Gern, mein lieber Walter, ſuche Dir eins aus,

der Stallmeiſter mag Dir dabei rathen.

Wer iſt der junge Menſch, bleibt er hier?

⸗Mur einige Stunden, er iſt ein fleißiger Gymna⸗ aſt, den ich unterſtützen will.

In dieſem Augenblicke hätte ich meinen Vater m liebſten

Vielleicht niedergeſchlagen, ich kann das Gefühl egreifen, ſch allberger ein.

eſicht geſpuckt und dem Regiſtrator

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ich mich der Liebkoſungen meiner bat es mit angehört, d

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ein Knabe, ſchwächlich aber vielleicht älter als 1c,

Schloß zurück, ich ſollte mit ihm ſpeiſen, jedoch beharrlich ab,

wohl ein Herr Vetter? er ſieht aus wie Ibr Herr Großvater in dem Jünglingsalter,⸗ ſagte die eine.

Nein, Chriſtiane, er iſt nicht mit mir verwandt, er iſt ein Schützling meines lieben Vaters.

Walter ſchlenderte weiter, ich blieb zurück, um ſeinen ſchönen Baum zu betrachten, Du kennſt meine Vorliebe für Bäume, da hörte ich die Frau ſagen: ⸗Wer's glaubt, der große Junge hat die Roſenhaag'ſche Naſe und das dicke blonde Haar; ich wette was, die Mutter von ihm iſt das ſchöne Frauenzimmer, welches hier auf dem Schloſſe war, als ſich die Frau Baronin in Welſchland aufhielt. Es bieß damals, ſie ſei die Wittwe eines Officiers, der in der Schlacht gefallen und des Barons beſter Freund geweſen ſei; ſie wollte auch gleich wieder fort, aber da kam der Junge zur Welt, doch ehe die ſechs Wochen um waren, reiſte ſie mit dem Kinde ab. Mein Mann, der Ofenheizer, daß die Dame jämmerlich ge⸗ ſchrieen und geweint hat. Sie und der Baron haben franzöſiſch geſprochen, und der Baron iſt kreideblaß geweſen und hat mit gerungenen Händen gerufen: O, Ferdinande!

Höre Chriſtiane, das wäre doch ein ſchlechtes Stück von dem Baron geweſen, den alle W Ehrenmann nennt, was er auch iſt.

⸗Du ſprichſt wie eine alte Jungfer, Suſanne, ich habe von meinem Manne, der in ſeiner Jugend bei zwei Officieren Bedienter geweſen war, Geſchichten

elt einen

gehört na, in Bezug auf Frauenzimmer beſitzen die vornehmen Herren eine andre Sorte von Gewiſſen,

als in übrigen Dingen! Wie wahr das iſt, habe ich ſpäter oft erfahren. Zur Mittqgszeit ging Walter mit mir in das

lehnte es ich hatte um keinen Preis in

giigte mir die Pferde und fragte, obe i s er gekauft hatte, reiten wolle.

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Gelde aus der Taſche geriſſen, vor die Füße zu werfen. Walter ßte mich liebreich bei der Hand; ⸗komm mit,⸗ ſagte in ſo ſanftem Tone, daß ich nicht widerſtand. Er auf dem,

Ich konnte es icht, nahm mir aber damals vor, es zu lernen. Er

hrte mich im Schloſſe, im Garten und Park herum, äußerte den Wunſch mich immer um ſich zu haben. il mir ſein gutmüthiges Weſen gefiel, zeigte ich

geſh gegen ihn auch ſo liebenswürdig, als es mir in

Bdner Stimmung möglich war.

boc Im Park ſtanden zwei alte Frauen und rechten

en whefalene Laub auf Häufchen zuſammen.

ter trat mit freundlichem Gruße zu ihnen.

⸗Wer iſt denn dieſer Junker, lieber Junker Walter?

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dem Hauſe eſſen können, wo meine Mutter bittre Thränen geweint, und mein Vater mich verſtoßen hatte und jetzt verleugnete. Der Regiſtrator hielt es auch für paſſend, ſich vor der Tafelzeit zu empfehlen. Mein Vater kam noch einmal zu mir heraus auf den Schloß⸗ hof, diesmal ſchien mir ſein Auge feucht. Er legte die Hand auf meinen Kopf und ſagte: ⸗Gott ſegne Dich; wenn Du Geld brauchſt, ſchreibe mir!

galter ſchenkte mir beim Abſchiede einen goldnen

trage ihn noch am kleinen Finger. Als ich nds, ſchon ſtundenweit entfernt von Roſen⸗ haag, in meine Taſche langte, zog ich eine Boͤrſe her aus, ſie enthielt zwanzig Doppelfriedrichsdor. Sie kamen von meinem Vater, er wollte mir damit Gutes thun, und beſtärkte mich dadurch nur, mir wieder

Luxus anzugewöhnen, ob er mir aber dereinſt ein Vermögen hinterlaſſen wollte oder konnte, war ſehr