Jahrgang 
1-26 (1867)
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Vierte

ſtärke, Farbe, Natur und chemiſchen Beſchaffenheit des (ölartigen) Waſſers im höchſten Grade intereſſant. Vielleicht bahnt uns eine zweite, erſt neuerdings am Capo Palinuro entdeckte, kleinere Grotte, welche zwar minder brillant, dafür aber zugänglicher ſein ſoll, hierzu den Weg. 9.

Eine Fußdecke von Valencienner Spitzen.

Ein italieniſches Journal erzählt, die Stadt Turin habe

in Vorſorge auf die Vermählung des italieniſchen Kronprinzen Humbert mit der Tochter des Erzherzogs Albert von Oeſter⸗ reich bereits in Valencienne eine reiche Fußdecke in Spitzen beſtellt, welche der Gemahlin des künftigen Königs von Italien überreicht werden ſolle und auf der ſich die Anfangs⸗ buchſtaben M. M. A. A. finden würden. Die Prinzeſſin heißt bekanntlich Mathilde Marie Aldegonde Alexandra und iſt am 15. Juli 1845 geboren. C.

Ein Meiſterwerk eines Kalligraphen.

Ein venetianiſcher Kalligraph, Pros Docimi, hat eine prachtvolle Arbeit geliefert: Die Adreſſe der Treue, welche die Venetianer dem König Victor Emanuel überſandt haben. Die tauſend und abertauſend Verzierungen dieſes Schrift⸗ ſtückes zu beſchreiben, würde unmöglich ſein. Es genügt zu erwähnen, daß der einzige Buchſtabe S im Worte Sire drei mikroſkopiſche Anſichten von Venedig in ſich einſchließt, die in der Wahrheit ein Meiſterſtück von Präciſion ſind. Vermittelſt der Loupe überzeugt man ſich von der Genauigkeit derſelben. Die venetianiſche Kunſt hat ſich darin ausge⸗

C.

mehrere Tage Ausfälle aus Prag, als wollte er Lebensmittel zuſammentreiben. Am 16. December 1742, nachdem er unter dem Befehl des tapfern Chevert eine Garniſon zurück⸗ gelaſſen, zog er mit zwölf⸗ oder dreizehntauſend Mann ab. Er kam dem Fürſten Lobkowiz, der ihn mit eben ſo viel Truppen verfolgte, drei Tagemärſche zuvor. Um ſich gegen die feindliche Reiterei zu ſchützen, nahm er ſeinen Marſch durch für ungangbar gehaltene Defilés. Von dieſer zu weit getriebenen Vorſicht hatte aber die Armee mehr zu leiden, als die Anfälle der Reiterei ihr hätten ſchaden können. Auf einem zehntägigen Marſche kamen viertauſend Franzoſen vor Froſt und Mangel um. Die Uebrigen, an der Eger hinziehend, langten in Eger im allertraurigſten Zuſtand an. Dies war der berühmte Rückzug des Marſchalls Belle Isle, der lange mit dem der zehntauſend Griechen verglichen wurde. Die Franzoſen machten ſich dieſe eitle Vorſpieglung zu einer Zeit, die dem Ruhme ihrer Waffen wenig günſtig war. Es fielen nur wenige Gefechte mit denſelben vor. Man mußte es zu theuer büßen, daß man ſich dem Feinde zu entziehen ſuchte. Man hatte keine Vorſicht getroffen; ob man gleich aus einer wohlverſorgten Stadt zog, litt man doch Mangel an Lebens⸗ mitteln und Kleidungsſtücken; die Soldaten, faſt ganz unbe⸗ kleidet unter einem ſtrengen Himmel, ſtarben hin, Verwün⸗ ſchungen gegen den General ausſtoßend, der ſie jetzt ſo un⸗ vorſichtig nach Böhmen geführt und nun mit ſolcher Ueber⸗ eilung wieder heraus trieb. Die Hälfte von denen, die er zurück brachte, mußten nach dem Elſaß zurückgeſchickt werden. Die Meiſten ſchleppten ein ſieches Leben hin.

Vom deutſchen Büchermarkt.

zeichnet.

Misrellen.

Ein Matroſe wurde gefragt, wie ihm ſeine Braut gefiele, und er antwortete:Nun, das könnt Ihr leicht denken. Ich nahm ſie, daß ſie meine Hälfte ſein ſollte, wie der Geiſt⸗ liche ſagt, und nun zeigt es ſich, daß ſie zweimal ſo viel iſt,

Blätter der Dichtung von Reinhard Härlin. Kirchheim, Riethmüllers Verlag.

Der Verfaſſer dieſer größtentheils erzählenden Gedichte iſt Diaconus und ſein Beruf hat ihn beſonders alt⸗ und neu⸗ teſtamentliche Stoffe erwählen laſſen. Schon dieſe Wahl, der ſich auch in andern Süjets eine ſittliche Tendenz anſchließt, macht es ihm möglich, für die ihm fehlende poetiſche Potenz

als ich bin. Ich bin nur ein tar(Theerjacke), aber ſie iſt ein Tartar.

Iſt Ihre Schweſter von einer Tochter oder einem Sohne entbunden worden? fragte Jemand einen Irländer. Bei meinem Leben, lautete die Antwort deſſelben, ich weiß nicht, ob ich eine Tante oder ein Oheim geworden bin. C. Darf man anders Kleines mit Großem vergleichen, ſo giebt der Rückzug der Franzoſen von Prag im Winter des Jahres 1742 ein kleines Bild von der Retirade aus Moskau, die wir erlebt haben. Prag war von ſechszehntauſend Fran⸗ oſen beſetzt, und das öſterereichiſche Belagerungscorps war ngefähr von gleicher Stärke. Der Marſchall Belle Isle, der das franzöſiſche Heer befehligte, war entſchloſſen, den lebhaf⸗ teſten Widerſtand zu leiſten, als er ganz unerwartet von dem Verſailler Cabinet den Befehl erhielt, Prag mit ſeiner Armee zu verlaſſen und die von Malllebois zu verſtärken. Dieſer

die moraliſche Abſicht eintreten zu laſſen, und es iſt eine durchaus chriſtlich berechtigte Hoffnung, anzunehmen, daß die Leſer durch dieſes Merken der Abſicht in keineäſthetiſch peinliche Verſtimmung verfallen. Der ſtarke Band umfaßt beinahe 400 Seiten und man darf ſagen, daß alle Gegenſtände ſo ziemlich gleichmäßig und ſtets mit dem friedlichen Bewußtſein redlichen Strebens abgehandelt ſind. O. B.

Der Juſurgent. Von Auguſt Lewald. Schaff⸗ hauſen, Hurter'ſche Buchhandlung.

Die katholiſch religiöſe Tendenz des eleganten, geiſt⸗und kenntnißreichen Schriftſtellers, deſſen Wandlung vielfach be⸗ kannt und beſprochen iſt, kann natürlich nkcht umhin, allen ſeinen literariſchen Productionen einen ſpecifiſchen Beige⸗ ſchmack zu verleihen, der oft etwas Kirchliches hat. Liegt ihnen doch überhaupt das Beſtreben nach Erleuchtung und Be⸗ kehrung zu Grunde. So auch in dieſem der polniſchen Nationalfrage gewidmeten Roman.

Neben dieſer Eigenthümlichkeit bleibt aber in der Vor⸗

Befehl war nicht leicht auszuführen. Man hatte in Verſailles nicht an die ſtrenge Kälte des Decembers in Böhmen gedacht. Belle Isle hatte dreißig Meilen durch mit Schnee bedeckte Berge und Schlüfte zu machen, um nach Eger zu kommen.

Er beſchloß jedoch, dem Befehle zu gehorchen, und machte

führung von Perſonen und Seelenzuſtänden, ja ſogar von

politiſchen Verhältniſſen das lebendig ſchaffende Talent des

Autors beachtenswerth und macht oft einen ſehr liebens⸗ würdigen Eindruck. B. O.

Folge. 63