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Vierte
Vielleicht wünſchte Florentine nicht, daß der Baron weiter in dieſer Tonart fortfuhr, raſch wandte ſie ſich ab mit den Worten:„Ich glaube, meine Mama ſucht mich, der Abend iſt ſchon vorgerückt.“
Duresnelle biß ſich auf die Lippe und ein glühen⸗ der, faſt zorniger Blick folgte dem jungen Mädchen, aber als der Verſtand zur Leidenſchaft ſprach, ſagte
dieſer: Was kann ich denn mehr verlangen, als daß
Florentine anfängt ſich nach und nach für mich zu intereſſiren? Dieſes ſanfte, von einer ſorgſamen Mutter erzogene Mädchen iſt keine leidenſchaftliche Südländerin, keine leichtſinnige Franzöſin, auch bin ich viel älter als ſie, deshalb iſt ſie mir gegenüber etwas ſchüchtern, aber ich werde ihre Hand erhalten, und meine eigne Schuld wird es dann ſein, wenn ich nicht auch ihr Herz gewinne.
Duresnelle ſchaute, während er dies dachte, in
einen großen Spiegel, er zeigte ihm ſeine ſtattliche, graciöſe Geſtalt, ſein dunkles, ausdrucksvolles Geſicht;
in der Geſellſchaft waren viele jüngere Männer, welche ihm, was perſönliche Vorzüge betraf, nachſtanden; Otto von Hohenburg ſchien ihm der Einzige zu ſein, der ihn übertraf, und Otto war Florentinens Bruder. Heiter miſchte er ſich unter die Geſellſchaft, ſchlug ein amuſantes Spiel vor, bei welchem Jeder ſich unterhalten konnte, aber er that dies natürlich erſt, als er einige Herren an ihre Kartentiſche geführt hatte.
Mitternacht war nicht mehr fern, als die Gäſte heimfuhren. Obgleich der Mond leuchtete, hatte der Baron für Vorreiter mit Fackeln geſorgt. Er ſelbſt ritt neben dem Wagen, in welchem Florentine mit
ihren Geſchwiſtern ſaß, und ſein feines Ohr vernahm mit Genugthuung die Lobſprüche, welche der Haupt⸗
mann Germar ſeiner Reitkunſt ſpendete, und wie Otto, deſſen frühere Abneigung ihm nicht entgangen war, einſtimmte.
Wiederfinden.
Einige Wochen waren dahingeſchwunden, Dures⸗ nelle beſuchte nach wie vor das Haus des Präſideuten, huldigte Florentinen auf das Feinſte, hatte ihr aber noch keinen directen Antrag gemacht. Die Blicke der
ſanften Mutter ruheten oft liebevoll fragend auf den bleichen Zügen der Tochter, doch ſagte ſie kein Wort,
um deren Handlungsweiſe zu beſtimmen. Auch der Präſident ſchwieg, aber obgleich er ſich in Geſellſchaft und auch im Familienkreiſe faſt immer heiter zeigte, ſo konnte es doch Florentinen, welche in ſeine Sorgen eingeweiht war, nicht entgehen, daß der Vater ſehr gedrückt war. Oft trafen Briefe ein, bei deren An⸗ blick er blaß wurde, zuweilen fragten Männer in
Folge. 51 minder höflichem Tone, als es ſich ziemte, nach dem Präſidenten, und einen großen Brillantring, den er vor Jahren von einem Pathen geerbt hatte, vermißte ſie ſeit Kurzem an ſeiner Hand. Von Edmund von Roſenhaag hatte ſie ſeit Wochen nichts gehört; daß auch deſſen zweites Schreiben nicht in ihre, ſondern in die Hände der Tante gekommen war, ahnte er nicht. Das arme Mädchen litt unſäglich, ihre Mutter ſprach endlich mit dem Arzt, da ihr Florentinens Bläſſe auf⸗ fiel, und er bat ſie um eine Unterredung unter vier Augen.
Nachdem er einige Minuten nur als Arzt ge⸗ ſprochen hatte, ſagte er herzlich:„Meine gute Floren⸗ tine, ich bin ſeit fünfzehn Jahren der Freund Ihrer Familie und liebe Sie wie mein Kind, ich weiß mehr, als Sie glauben, denn dem Blicke eines Arztes, der zugleich ein aufrichtiger Freund des Hausherrn iſt, entgeht Nichts. Ich kenne Ihres Vaters Verlegenhei⸗ ten und konnte ihm leider nur ſehr wenig helfen. Ich liebe aber auch Sie, mein Kind, und habe Ihnen nicht in ſchwerer Krankheit beigeſtanden, um Ihnen ein freudloſes Leben zu erhalten. Ich bin der wahre Freund meines jungen Freundes Edmund Roſenhaag.“
„Und auch Sie wiſſen nicht, wo er iſt, beſter Doctor?“ „Wie, Sie wiſſen es nicht, Florchen?“
„Nein, wie ſollt' ich? er hat mir nicht geſchrieben.“ „Hm, ſeltſam. Ahnt er Ihres Vaters Lage?“ „Ich fürchte, ja! Doch das iſt für ihn kein Grund, mich ohne Nachricht zu laſſen, er hat immer gewußt, daß ich ihm kein Heirathsgut zubringe.“
„Da beurtheilen Sie Edmund nur gerecht! Die Sache aber iſt dieſe: weiß er von des Baron Dures⸗ nelle Werbung um Sie?“
„Ich glaube, er vermuthete ſie, jedenfalls mußte meines Vaters verändertes Benehmen gegen Edmund dieſen kränken.“
„Sehr natürlich, wenn Edmund es nur nicht für Pflicht hält, dem Bewerber zu weichen, welcher Sie mit Glanz umgeben und Ihre ganze Familie glücklich machen kann. Er ſteht wie Sie zwiſchen zwei Pflichten, und junge, edelgeartete Menſchen halten oft die ſchwerſte Pflicht für die heiligſte.“
„Dieſelben Gedanken ſind auch mir gekommen!“
„Nun, Töchterchen, ich habe wenigſtens einen Troſt für⸗Sie, Edmund iſt in Bonn. Zufällig erfuhr ich es, Profeſſor Alden, welcher mir dieſe Tage ſchrieb, erwähnte ſeiner, er wohnt bei Profeſſor Ringeis und ich glaube, es handelt ſich um eine Beförderung. Viel⸗ leicht will er Sie damit am Chriſtabend beſchenken, denn Alles wohlerwogen, kann ich mir doch nicht vor⸗ ſtellen, daß ein Mann wie Edmund einem Mädchen,
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