Jahrgang 
1-26 (1867)
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unſern deſern berufen war, en, das auf die don großen

iber 1808 in nd ſtudirte die dmen. Als 9 Bureau auſ⸗ a0 er nicht füt ſtlicen Stande . der Diöceſe Studien unter 3, des Bruders e, fungirte tr en hatte, zuerſt er ſich bald als wurde er nach ſten. In Folge tund auf dieſe hielt er 1840 Vell Peule, Jeinville nach die Aſche des en, wo ſie in heſtätte finden davon gehabt, den Weg zum Alche ſicher in hte 1841 eine nirs de Sainte- attenen Predigt bbé Coquereau, Briefe ſeine Er⸗ Daß der Prinz⸗ ſeines Onkels e, ließ ſich er⸗ Neorganiſation it, bei welcher ernannt wurde, beit Frige vo. 85 8 in

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vom Vergöttern, vom Anbeten u. dgl. ſprach, heirathete

Als ihn nun einſt ſeine Gemahlin an jene graue Vorzeit der.

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ſein, obſchon wir wochenlang vor vier Uhr Morgens uns dem Schlafe nicht überlaſſen dürfen ein Gebrauch, der für die Augen und Lungen gleich nachtheilig iſt. Man erwartet von uns, daß wir Alles verſtehen, daß wir den Haarputz für den Morgen, den Abend und für das Hofcoſtüm eben ſo gut wie für eine Spazierfahrt zu ordnen wiſſen, daß wir gut plätten, leſen, ſchreiben und rechnen, Franzöſiſch und Deutſch ſprechen und wo möglich Reiſen gemacht haben. Dann giebt es noch eine andere Function für die Kammerjungfer einer Dame, die man für etwas neu Eingeführtes hält, die aber in der That nichts weiter als das Wiederaufleben einer alten Sitte iſt. Wir müſſen im Stande ſein, Paſtell zu malen, nicht etwa nach der Natur, ſondern auf ihr. Um unſere Ge⸗ bieterinnen zu verſchönern, müſſen wir auf die Wangen Roth auftragen, Antimonium auf die Augenlider, Waid auf die Augenbrauen legen, Belladonna in die Augen einführen, um die Augäpfel zu erweitern, an den Schläfen blaue Adern malen und auf dem Reſte der Haut von gemaltem Ninon und Perlweiß Gebrauch machen. Wir müſſen mit Hülfe eines zerſtörenden Materials oder despalma vecchio, das für dieſen Zweck jetzt vorzugsweiſe benutzt wird, das Haar in ein röthlich⸗braunes Haar verwandeln, und in der An⸗ wendung aller dieſer Ingredienzen, die ebenſowohl von den alten wie von den jungen Damen angewandt werden, müſſen wir eine große Geſchicklichkeit beſitzen. C.

Ein neuer Induſtriezweig. Die Spieler von Profeſſion glauben bekanntlich an die Kraft eines Fetiſches, den ſie als Talisman bei ſich führen, um das Glück an ſich zu feſſeln, und in ganz beſonderem Anſehen ſteht bei ihnen ein Stück von dem Strick eines Gehängten. Kürzlich wurde in Paris ein junger Vagabund vor das Polizeigericht geſtellt. Sie haben kein Gewerbe, ſagte der Präſident zu ihm. Verzeihen Sie, Herr Präſident, ich bin Kaufmann der Stricke Erhängter für Spieler. C.

Misrellen. Die jungen Herren in den Südſtaaten Nordamerikas ſollen vorzugsweiſe gern Braſilien beſuchen. Ein Brief des Generals Wood erklärt die Urſache davon in einer genügen⸗

e Solge.

erhalten; es fehlte ihr nicht an Verſtand und Witz; ſie war ſtolz, aber offen und aufrichtig. Madame de Prie, die be⸗ rüchtigte Favoritin des Herzogs von Bourbon, wollte ſie un⸗ mittelbar ſelbſt kennen lernen. Sie ließ ſich der Prinzeſſin unter einem angenommenen Namen vorſtellen, und gab ihr in einem langen Geſpräche zu verſtehen, welche hohe Be⸗ ſtimmung ſie erwarte. Die Prinzeſſin, gewöhnt, ihre Gefühle zu beherrſchen, ließ weder Freude noch Erſtaunen blicken, woraus die Marquiſe ſchloß, daß auf ihre Erkenntlichkeit nicht ſehr zu rechnen ſei. Sie lenkte nun das Geſpräch auf ſich ſelbſt, um ſo zu erfahren, welche Meinung ſie von ihr hege. Kaum hatte ſie die Marquiſe de Prie mit einigen lob⸗ preiſenden Worten erwähnt, als die Prinzeſſin ſie lebhaft unterbrach und ſich über die Geliebte ihres Bruders mit all' dem Abſcheu vernehmen ließ, den das Laſter einer ſtolzen und frommgeſinnten Jungfrau einflößt. Sie beklagte den Herzog, daß er ein ſo ſchmähliches Joch geduldig trage, und ging zuletzt ſo weit, zu ſagen, daß, wenn ſie Königin würde, ſo würde ſie es für ihre erſte Pflicht halten, dieſes Weib vom Hofe zu entfernen. Die Marquiſe hatte Mühe, ihre Wuth zu unterdrücken. Sie nahm plötzlich Abſchied von der Prin⸗ zeſſin und ſagte, indem ſie fortging:Warte, Du ſollſt nun und nimmermehr Königin werden!

Vom deutſchen Büchermarkt. Thorenſpiegel. Satixren von Auguſt Stich. New⸗York, Lit. Anſtalt. 1866.

In lauter langen Epiſteln, die in den lockerſten Knittel⸗ verſen gehalten ſind, behandelt hier der Verfaſſer alle möglichen abſtracten und geſellſchaftlichen Themata und ſucht unkünſtleriſche Form und Faſſung durch mancherlei praktiſche Beobachtungen zu verdecken.

Ein langer Aufenthalt in Amerika ſcheint eben nicht gedient zu haben, ſich für Weſen und Sitten der Amerikaner zu begeiſtern. Er ſagt beiſpielsweiſe: Je weniger eine Be⸗ völkerung zum Denken iſt erzogen, je mehr wird der Witzige unter ihr zur Zurückhaltung bewogen. Daher erkärt ſich die Abweſenheit des eigentlichen Witzes in Amerika, wo man gar nicht kennt dieſe Art geiſtigen Blitzes. Das Wortſpiel oder die Poſſe nur ſind durchweg gang und gebe, auch iſt wenig Ausſicht vorhanden, daß man je zum Witz ſich erhebe. Denn dazu wird Verſtandescultur durchaus unerläßlich, die hier

den Art: Junge Damen, die einem Fremden vorgeſtellt werden, beſtehen dort darauf, von ihm umarmt zu werden, damit Herz gegen Herz ſchlage.

Ein junger Herr, der gegen ſein Herzgeſpiel immer nur

endlich die Vergötterte, die Angebetete, und es war, wie natürlich, von ſolchen Floskeln bald nicht mehr die Rede.

Liebe erinnerte, erhielt ſie zur Antwort:Die Juden haben auch lange Götzendienſt getrieben, ehe ſie zur Anbetung des einigen wahren Gottes gekommen ſind.

Der Herzog von Bourbon hatte den Plan, den König Ludwig den Funfzehnten mit ſeiner Schweſter, der Made⸗ moiſelle de Vermandois, zu vermählen, die an Schönheit alle Prinzeſſinnen übertraf, die auf eine ſo hohe Verbindung

nicht ſtattfindet oder doch vernachläſſigt wird unermeßlich. Vor Allem wird in Amerika der feine Witz nicht verſtanden, er muß an herrſchender Plattheit ſtets werden vollkommen zu Schanden. Tritt dennoch aber Auffaſſung ein, ſo hat man ſich vorzuſehen, um unfehlbar entſtehendem Haß aus dem Wege möglich zu gehen u. ſ. w. So ſucht der Verfaſſer überall die Schattenſeiten des amerikaniſchen Lebens und Treibens auf, und es läßt ſich nicht leugnen, daß er viel Treffendes zu Markte bringt. Es ſind Stoßſeufzer, wie ſle

der Civiliſation unter der ſelbſtbewußten und ſich für unver⸗ beſſerlich haltenden Halbeiviliſation entſchlüpfen. alſo dies Büchelchen als eine pathologiſche Erſcheinung der Nationalität zu betrachten und als ſolches wird es bei all' ſeiner Saloperie beachtenswerth und ſehr berechtigt.

Man hat

O. B. Hausſchatz deutſcher Erzählungen. Verlag

von Emil Ebener.

Anſpyuch wachen durften. Von ihrer zarteſten Jugend an

Aüfforbern erzogen, war ſie vor den Verführungen des Ho ihnen ſchoß gein, f: watte eine ſorgfältige Erziehung z in dieſer Kunſt.

Es liegen uns von dieſem Sammelwerke nur einige

Heftchen vor und wir erſehen daraus, daß Romane und Er⸗

ählungen von Moritz Hartmann, Otto Müller und Wilhelm