Vierte Folge. 45 Ju. 7 — Natur der Sache nach unlösbar erſcheint. Daß die Er⸗ unterirdiſchen Gängen, die, wie man ſagt, nie ganz unterſucht aben Wxn ſcheinung eines Geiſtes im ſchlafenden oder wachenden Zu⸗ worden ſein ſollen. Einige ſagen, man habe in ihnen menſch⸗ dn di ſtande für zahlloſe Perſonen eine geiſtige Thatſache geweſen liche Gebeine gefunden; Andere erzählen, Perſonen, welche her 1 83 iſt, läßt ſich durchaus nicht in Abrede ſtellen; es bleibt nur dieſe Gänge hätten unterſuchen wollen, ohne ſich mit einem
t koſtbar die Frage übrig, ob dieſe geiſtige Thatſache in dem Lichte der Leitfaden zu verſehen, hätten ſich darin verirrt und wären
ſäbaren gewöhnlichen Erſcheinungen der Natur zu betrachten iſt oder vor Hunger umgekommen. Einige halten ſie für das Werk nicht; ob ſie, um uns in der Sprache der Philoſophie auszu⸗ von Menſchenhänden, Andere ſchreiben ihre Entſtehung na⸗ drücken, eine objective Exiſtenz hat. Vielleicht iſt Niemand türlichen geologiſchen Urſachen bei. Gewiß iſt blos, daß ſie gänzlich ohne Erfahrungen der Art, mag er ſie ſelbſt erlebt vorhanden ſind, und daß Niemand im Stande iſt, Beſtimmtes oder von Andern vernommen haben, und die Erzählung ſolcher darüber mitzutheilen. Was das Gebäude anbetrifft, deſſen Erfahrungen, wie unbedeutend ſie auch ſein mögen, iſt immer Grundmauern unter dem Gebüſch allein noch ſichtbar ſind, intereſſant, obſchon keine möglichſt große Zuſammenſtellung ſo ſagt man, es ſei ein altes Schloß geweſen, das früheren von ſolchen Thatſachen uns der Entſcheidung der allgemeinen ſächſiſchen Herzögen gehört habe. Vor wenigen Jahren machte Frage näher bringen mag. Ich habe zum Beiſpiel den fol⸗ einer meiner Freunde, Herr U. aus Weimar, häufig einen genden Fall von einer ſo zuverläſſigen Autorität, daß ich ihn Spaziergang nach Oberweimar, einem Dorfe am Ende des
wenn das ſie ſich an itte.„Wir llorenen zu
eentgegen⸗ . Ihr An⸗ t, ich haßte
——T—
nicht im Geringſten in Zweifel ziehen kann. Parks, nach dem ein Weg durch die bereits erwähnte Allee Vor vielen Jahren bemerkten die Tiſchgeneſſen eines führt. Eines Abends im October ging er nach Sonnenunter⸗
er in einem jungen Wundarztes an Bord eines Kriegsſchiffes im indiſchen gang in einem dicken, von dem Mond beleuchteten Nebel
e an keine Ocean eines Morgens, daß derſelbe ſehr bekümmert und längs dieſer Straße. Als er an der Stelle vorüberging, wo und wit ver⸗ anmngſtlich ausſah. Sie fragten ihn nach der Urſache und nach früher das alte Schloß ſtand, wurde er in dem Nebel an ſeiner ſie um ihres einigem Widerſtreben erzählte er ihnen, er habe in der ver⸗ Seite eine Erſcheinung gewahr, der er Anfangs keine große ſen; dennoch gangenen Nacht ſeinen Vater in einem offenen Sarge todt Beachtung ſchenkte, weil er glaubte, es könne der Widerſchein füllen. Das liegen ſehen. Er notirte den Umſtand in ſeinem Tagebuche ſeiner eigenen Figur ſein. Nach einer kurzen Zeit war es aber ich bin und in der erforderlichen Zeit empfing er einen Brief, der ihm indeſſen auffallend, daß das Bild, welches ſeinem Schritte t habe, wo⸗ ihm den Tod ſeines Vaters meldete, der genau zu derſelben ſo dicht folgte, von dem Bilde eines Hundes begleitet war, mmir zu ge⸗ Zeit erfolgt war. während er keinen Hund bei ſich hatte. Dieſer Umſtand ver⸗ hiehen; das Niemand könnte aus dieſer Geſchichte die wirkliche ob⸗ anlaßte ihn, ſtehen zu bleiben und nach der Figur zu ſehen, dieſes Ver⸗ jective Erſcheinung des Leichnams folgern; aber es iſt ſchwie- als er zu ſeinem Schrecken bemerkte, daß ihr der Kopf fehlte. rig, dem menſchlichen Geiſte während des Schlafes oder der Herr U. ging auf ſie zu und ſie zog ſich zurück; er lief
ʒbſcheſten Art Ekſtaſe die Macht der Clairvoyance oder Fernſicht abzu⸗ von ihr fort und ſie folgte ihm; er nahm ſeinen gewöhnlichen 4 en Blick aus ſprechen, die darin beſteht, daß ſie entweder den Raum oder Gang wieder an und ſie hielt mit ihm gleichen Schritt; er
der Treppe, ddie Zeit überſpringt. In dieſem Falle überſprang ſie den redete ſie an, erhielt aber keine Antwort. Herr U. gehört ſch von iht 1 Raum. der römiſch⸗katholiſchen Kirche an. In ſeinem Todesſchrecken — Den nächſten Fall, für den ich mich vollkommen ver⸗ machte er mechaniſch das Zeichen des Kreuzes und augenblick⸗ 4 zuß folzt) bürgen kann, führe ich als ein Beiſpiel der ſcheinbaren Fern⸗ lich verſchwand das Geſpenſt in der Richtung der Ruinen des ſicht an: alten Schloſſes.
Ein engliſcher Geiſtlicher, mit dem ich in Deutſchland Mit der Scene dieſes Abenteuers ſteht eine alte Sage
ſehr intim bekannt war, wohnte mit einer engliſchen Familie im Zuſammenhang, nach welcher in früherer Zeit ein ſäch⸗
ew Holt er⸗ in demſelben Hauſe. In der Nacht, in welcher die Dame ſiſcher Herzog ſeinen Sohn wegen eines ſchrecklichen Familien⸗ kew⸗Holl?
z mit jener Familie von einem Kinde entbunden wurde, träumte er, verbrechens— entweder des Mordes ſeiner eigenen Mutter olgendes ine= ll Dirgärterin deſſelben mitten in der Nacht zu ihm kam oder einer Intrigue, derjenigen ähnlich, welche die Grundlage verden ve f 5 h esta hinunter zu kommen und das neugeborene Kind von Lord Byron's Pariſina bildet— habe enthaupten laſſen. 1 „oder,Nei in de nerhl. da daſſelbe in ſo großer Lebensgefahr ſei, daß es In Berka, einem kleinen Badeorte zwiſchen den Hügeln, ne, wird dn Zeit fehle, nach dem lutheriſchen Geiſtlichen zu ſenden. einige Stunden von Weimar, ſieht man ebenfalls auf einer
8— Als er ſich aber am Morgen nach dem Befinden der Wöch- bewaldeten Anhöhe die Ruinen eines alten Schloſſes, von wel⸗
auben an ſh⸗ naerin und des neugeborenen Kindes erkundigen ließ, erhielt ſchem der Großherzog von Weimar den Titel Graf von Berka
te der Nen 2n leer die Antwort, Beide befänden ſich wohl. Indeſſen ereignete führt. Alte Leute in Berka ſprechen noch immer von einer
nd peligione ſich das, was der Geiſtliche geträumt hatte, vierzehn Tage kopfloſen Erſcheinung, welche ſie oft erſchreckt habe und die
. In Tagen, ſſpäter ganz genau. Sein Geächtniß konnte ihn nicht ge⸗ auch ihren Großvätern häufig erſchienen ſei. C.
var, erzühlten käuſcht haben, da er den Traum gleich am nächſten Morgen 4
ſeazeſcichten ſeiner Gattin erzählt hatte.. 4. b ſie daran Auf die Frage, ob ich je ein Geſpenſt geſehen habe, Merkwürdige Beoabachtungen am Sirius⸗Doppelſtern.
war veniat vbouürde ich antworten: Nein! aber ich kenne Jemanden, der An dem glänzendſten Sterne des Fixſternhimmels, dem ;; aber auſ l ein ſolches geſehen hat, das heißt, welcher vollkommen glaubt, Sirius, der in hellem, weißem Licht leuchtet, waren Eigen⸗ 1 amternime ein ſolches geſehen zu haben. Hier iſt die Erzählung genau bewegungen beobachtet worden, die der große Aſtronom ſenſteſüſces. ſeo, wie ſie mir mitgetheilt worden iſt: Beſſel einer Berechnung unterzog. Das Reſultat ſeiner Ausſlüſſede In der Nähe von Weimar, an der rechten Seite der Rechnung war, daß dieſer Fixſtern kein einfacher, ſondern Allee von Kaſtanienbäumen, welche von der Stadt nach Bel⸗ ein Doppelſtern ſein müſſe, der nach ller bekannten Giſhicteden vedere, dem Sommerpalaſte des Großherzogs, führt, iſt eine Doppelſterne mit ſeinem zweiten Sterne den gemein⸗ rwößnlichen Stelle, an der ſich keine Bäume finden, auf der früher ein ſchaftlichen Schwerpunct dreht. Nun hatte zwar weder Beſſel, rhn die That⸗ Gebäude geſtanden hat, deſſen Ruinen beinahe ganz ver⸗ noch ſonſt ein Aſtronom neben dem Sirius einen zweiten Stern v lſteine⸗ ſchwunden ſind. In der Nähe dieſer Stelle ſind unter dem ſehen können, aber die Rechnung war richtig; Beſſel mußte iteſtit 4 Geſträuche Oeffnungen zu einer außerordentlichen Reihe von daher annehmen, daß der zweite Stern ein dunkler ſei, dg alch ſch 3
· 1 8


