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„Ich bitte Sie um Vergebung, Madame,“ entgegnete der Capitän.„Ich hatte verſtanden, Sie ſeien die Tochter des Majors.“
Ihn keiner Erklärung würdigend, kehrte Miſtriß Clytton ſich um, zog ihren ſchwarzweißen Muslinmantel um ihre ſchlanke, ſtattliche Geſtalt und führte die Erinnerung an ein ſehr
ernſtes Geſicht, wenn es ruhig war, aber ein wundervoll
ſchönes, wenn ein Lächeln es erleuchtete— an das Geſicht des Herrn Valencia mit ſich. Sie wurde von der Dienerin angeredet.
„Was wollen Sie, Sinnis?“
„Wenn es Ihnen gefällig iſt, Madame, Miß Auta wünſcht zu wiſſen, welche der beiden Schlafſtellen in der Cajüte Sie für ſich zu wählen belieben?“
Miſtriß Clytton ging in die Cajüte hinab, in der zwei Schlafſtätten waren. Eine junge Dame, ganz ſo elegant in der Form wie ſie ſelbſt, aber mit einem weniger ſchönen Geſichte, ausgenommen, was in ihren ſchönen blauen Augen und deren ſüßem Ausdruck lag, ſtand dort geduldig wartend.
„Geraldine, willſt Du ſo gut ſein und Dein Lager wählen?“
„Welches iſt das bequeniſte?“
„Ich glaube, dieſes; es ſcheint mir luftiger als das andere.“
„Dann werde ich es nehmen,“ ſagte Miſtriß Clytton. Und die jüngere Dame begann freundlich, ihre eignen Sachen auf das andere Lager zu legen.
Während der erſten wenigen Tage war keine große Annäherung zu einer näheren Bekanntſchaft, denn Herr Valencia hielt ſich fern. Er wurde in jeder Art berückſichtigt, wie die neuen Reiſenden fanden; und wenn vielleicht am Bord irgend etwas noch mehr verehrt wurde, als Herr Valencia ſelbſt, ſo war es ſeine Ebenholzkiſte, die er in ſeiner Cajüte verſchloſſen hielt, und vor welcher gewöhnlich ein hübſcher Vorhang hing. Dieſe Kiſte mit ihrem erhabenen Schnitzwerk und ihrem ſilbernen Beſchläge war an ſich ſelbſt von einem bedeutenden Werthe.
Die Gorns hatten ihren einzigen Sohn in einem Grabe auf Madeira zurückgelaſſen, wohin ſie ſich mit ihm vor Jahresfriſt in der Hoffnung begeben hatten, ſein Leben zu
nur zwei Monate länger gelebt, ſo wäre er in den Beſitz eines großen Vermögens getreten, daß er dann ſeiner Familie vermachen konnte. Er ſtarb und jenes Vermögen ging für ſie verloren und der Major kehrte als ein bitter getäuſchter Mann nach England zurück, denn ihn erwarteten dort Armuth. und Schulden und alle Arten von Demüthigungen; er hatte nämlich ſeit Jahren mit Gewißheit auf den kommenden Reich⸗ thum gerechner und demgemäß gelebt. Miſtriß Clytton, ſeine einzige Tochter, war nur ſechs Monate lang vermählt ge⸗ weſen und vor drei Jahren als Wittwe in ſein Haus zurück⸗ gekehrt. Sie war jetzt fünf und zwanzig Jahre alt, hatte gar kein Vermögen, aber einen großen Stolz. Auta Gorn, eine Waiſe und die Nichte des Majors, lebte mit ihnen; ſie hatte ungefähr jährlich 100 Pfd. St., wovon ihr Oheim und ihre Tante 90 Pfd. St. für ſich nahmen, und ihr den Reſt für ihre Kleidung und ihr Taſchengeld ließen. Mehr als ein abhängiges Weſen geduldet un nicht als Verwandte be⸗ handelt, hatte die arme Auta die Lection der Demuth gelernt und ſie vollſtändig begriffen.
Das Schiff ſchien ſicher kein beſonderes glückliches Fahrzeug zu ſein. Nachdem es Madeira verlaſſen, hatte es
mit eben ſo widrigem Wetter zu kämpfen, wie auf ſeiner
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Fahrt von Rio de Janeiro; heute heftigen Wind, der ihm ent⸗ gegen blies, morgen völlige Windſtille und die Reiſe ſchien ſich ganz ungewöhnlich in die Länge zu ziehen. Der Miſtriß Clytton, die Alles um ſich her ſehr ſcharf beobachtete, ſchien unter den Matroſen irgend eine Art von Unzufriedenheit zu herrſchen, die ſie aber nur unter ſich ſelbſt zu erkennen gaben. In der Zwiſchenzeit bildete ſich zwiſchen den Gorns und dem Anglo⸗Spanier ein vertraulicherer Umgang, was wegen ſeiner früheren Kälte ziemlich bemerkenswerth war. Sie waren immer zuſammen; er ging, mit einer oder der andern jungen Dame— gewöhnlich Miſtriß Clytton— an ſeiner Seite, auf dem Verdeck auf und ab oder ſaß in der herbſtlichen Sonne unter dem aufgeſpannten Zelt und erzählte ihnen Ge⸗ ſchichten aus dem braſilianiſchen Leben. Und Geraldine Clytton begann den reichen Don ihrer Beachtung für werth zu halten. Die verborgenen Schätze in jener Kiſte, die bis an den Deckel mit Diamanten nnd Juwelen gefüllt war, ſchwebten ihr Tag und Nacht in einer blendenden Erſcheinung vor Augen. Simms hatte in einer liſtigen Art delicate Fragen über dieſen Gegenſtand an den Diener Vincent ge⸗ richtet und er antwortete darauf mit Zurückhaltung. Er verſicherte, es ſeien beinahe unbezahlbare Juwelen; Halsbänder, Ringe, Armbänder, die ſich für eine Königin eigneten; ein Kopfſchmuck von Diamanten ſolle allein 8000 Pfd. St. werth ſein. Geraldine Clytton wurde, als ſie das vernahm, von einer bethörenden Hoffnung halb ohnmächtig, und im Ver⸗ trauen auf ihre unwiderſtehlichen Reize beſchloß ſie, die zweite Gattin von George Valencia zu werden. Ihr war es dabei nicht um ſein Glück zu thun; aber um die Beſitzerin eines ſolchen reichen Schmuckes zu werden, würde ſie willig ihre Seele verſchachert haben. Die Kiſte war von einer ſehr eigenthümlichen Form, ſehr ſchön, dabei aber ſehr lang und enge; und Miſtriß Clytton ſah zuweilen die Matroſen mehr mit Furcht als voller Bewunderung danach blicken. Es war augenſcheinlich, daß irgend ein Geheimniß und keineswegs irgend ein erfreuliches in ihren Gedanken damit verknüpft war und ſie wunderte ſich ſehr darüber. Fürchteten ſie die Verſuchung? Von ihrer Seite war das nicht der Fall.„Ich würde Alles darum geben, was ich beſitze, könnte ich den Deckel der Kiſte öffnen,“ murmelte ſie eines Tags, als ſie durch die Cajütenthür auf die Kiſte blickte, vor welcher eben der Vorhang zurückgezogen war.
„Und ich würde nicht in die Nähe der Kiſte gehen und wenn man mich morgen zum Herrn dieſes Schiffes machen wollte,“ ſagte voller Schrecken ein eben vorbeigehender Matroſe, der ohne ihr Wiſſen ihre eben ausgeſprochenen Worte gehört hatte.
„Haben Sie lange in Braſilien gelebt?“ fragte eines Tages der Major Gorn, als ſie ſämmtlich, Miſtriß Gorn ausgenommen, die an der Seekrankheit litt, auf dem Verdeck ſaßen, während Herr Valencia ſich in ſeiner gewöhnlichen ſorgloſen Weiſe über die Schiffsſeite lehnte und die Wogen beobachtete.
„Zehn Jahre.“
„Zehn Jahre der Verbannung! Obſchon zi wenn es ſich darum handelte, ſich in derſelb zu erwerben, was Sie, wie ich glaube, gaſ
„Ein größeres Vermögen, als ich werde,“ ſagte Herr Valencia.„W ſelbſt Spanier und hatten noch i Braſilien, ſo daß ich mit ſehr gute


