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Vierte Folge.
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Eine Morhenchronik für iterntur, Kunst, ſchöne MWiſſſenſchaften und Geſellſhaſt.
Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
Leipzig, am 29. December 1865.
III. Jahrgang.
Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
Michael Angelo.
Hiſtoriſche Novelle von Friedrich Dentler. (Schluß.)
Lorenzo's Mienen beſaßen einen eigenthümlichen Ernſt, das Haupt lehnte er ſchwermüthig auf die Bruſt, die Arme ſchlang er gebieteriſch über einander.
„Quält Dich eine Sorge?“ fragte Annunziata theilnehmend.
„Ja, Kind, ja. Eine prophetiſche Stimme klingt gus mir heraus— daß meines Hauſes Glanz ſich meigt, zur Rüſte geht— und Du, Du— mein eigenes Kind führſt mich dem Untergange entgegen,“ rief Lorenzo vorwurfsvoll.
„Ich ich?“
„Ja, Du— Du allein.“
„Ich verſtehe Dich nicht!“
Lorenzo ſchwieg, um ſich zu ſammeln, dann begann
er langſam und feierlich auf's Neue:„Ich komme zu Dir, um zum letzten Male anzufragen, ob Du meinen langerſehnten Wunſch mir erfüllen wirſt. Ich zwinge Dich nicht, ich fordere Nichts— in Deine Hand lege ich Dein und mein Schickſal. Ich nahe Dir als Freund, als treuer Freund.“
„Mein Herz giebt Dir Antwort, höre mich.“
„Nein, nein, Annunziata, laß mich ausreden. Du kennſt es nicht, daß wir armen Fürſten viel ärmer ſind, als unſere Unterthanen, daß wir oft nicht unſeren eigenen Willen beſitzen und oft leiden und dulden müſſen, wenn's ſich im Herzen auch anders regt. Oft fordert der Staat von uns Opfer, bittere Opfer— wobei der innere Menſch ſich beſcheiden muß. Wer auf die hohe, unſichere Staffel klimmt, iſt verloren, wenn der Lebensmuth ihm ausgeht, und eine erhabene Stellung fordert Größe, welche Ruhm und Leiden und Freuden zu ertragen vermag. Nun gieb mir Antwort, willſt Du Dich dem Dogen vermählen?“.
„Nein, ich habe mein Wort Angelo verpfändet,“ rief Annunziata.


