Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
799
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ſieſe Anſicht trat Herr von Reichenbach auf und zeigte, daß icle Gründe, welche Herr Ehrenberg für den vulcaniſchen lrrſprung der callumſchen kleinen, ſchwarzen Eiſenkügelchen rigiebt, nicht ſtichhaltig ſind. Durch Verbrennen einer Eiſenſtange in der Schweißhitze über einem flachen Gefäße mit dünner Waſſerſchicht erhielt Herr von Reichenbach gerade olche Kügelchen. Er zieht aus Allem den Schluß: Die mllumſchen Kügelchen ſind Reſte eines damals in jener Ge⸗ jend gefallenen und dabei theilweiſe verbrannten Eiſenme⸗ koriten. Es iſt ſonderbar, daß Herr von Reichenbach nicht nuch den Tag der Beobachtung, den 14. November, für ſeine Unſicht ſprechen läßt, da bekanntlich vom 12. bis 14. Novem⸗ ber viele Meteoriten fallen.

Neuerdings hat Herr von Reichenbach dieſe Anſicht zurcch eine andere Beobachtung zu beſtätigen geſucht. Von der Anſicht ausgehend, daß Meteoriten und Sternſchnuppen düeſelbe Erſcheinung ſeien, urtheilte er ſo:Da die Zahl der Sternſchnuppen ſo groß iſt, ſo ſollte man denken, müßte

ie Wirkung derſelben nicht bei einem bloßen Lichtſchein

ſtehen bleiben. Sind ſie kleine Meteoriten, ſo bringen ſie nuch Stoffliches mit. Er erinnert dann wieder an die cal⸗ lumſchen Kügelchen und die am meiſten charakteriſtiſchen BGeſtandtheile der Eiſenmeteoriten, Nickel, Kobalt, Phosphor umd Magneſium. Er unterſuchte nun, ob an Orten, wo düeſe Beſtandtheile vom Boden nicht geliefert werden und wo ſie auch durch Cultur nicht hingekommen ſein konnten, wohl Spuren jener Stoffe ſich nachweiſen ließen. Das Reſultat war, daß an allen ſolchen Punkten, welche ſtreng den Bedingungen entſprachen, der Boden entſchiedene Spuren der genannten Stoffe enthielt.

Herr von Reichenbach ſagt zum Schluß:Demgemäß würden die Sternſchnuppen der Quell ſein, aus welchem uns ſeit Jahrtauſenden und täglich hinfort Phosphor in Säure⸗ ſorm und Bittererde zur Befruchtung unſerer Felder zugeführt werden, Zeuge des Nickels und des Kobaltes, die neben ihnen ſich vorfinden. Und man hätte ſich dies als einen äußerſt feinen Regen, als einen unſichtbaren Duft zu denken, der in äußerſt geringer Menge und in höchſt feiner Vertheilung olhne Unterlaß ſich aus der Atmoſphäre auf unſere Meere, Wälder und Gefilde niederſenkt. Und ſo dürfte denn auch die Landwirthſchaft Veranlaſſung finden, von der Lehre von den Meteoriten demnächſt einige Notiz zu nehmen. 5.

Misrellen.

Zu Anfang des ſechszehnten Jahrhunderts war es in Frankreich Sitte, daß man, ſelbſt am Hofe, im Sommer ſräteſtens um ſechs Uhr, und im Winter um ſieben Uhr auf⸗ ſtand, daß man um acht oder neun Uhr zu Mittag, um zwei Uhr eine Zwiſchenmahlzeit hielt, um fünf oder ſechs Uhr

n Abend ſpeiſte, und um acht oder neun Uhr zu Bett ging;

vor dem Schlafengehen pflegte man Wein zu trinken. Man befolgte damals wörtlich die in folgenden Verſen empfohlene Ebensordnung: 4 Lever à cinq, diner à neuf, Souper à cinq, coucher à neuf, Fait vivre d'ans nonante et neuf. Unter der Regierung Franz des Erſten wich man davon

ah; doch pflegten ordnungsliebende Perſonen von Stande

phäteſtens um zehn Uhr zu Mittag zu ſpeiſen, und das Abend⸗

ſſen war im Sommer auf fünf und im Winter auf ſechs

Uhr beſtimmt. Dies erhellt aus mehreren Stellen in dem Heptameron

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Jolge.

der Königin Margarethe von Navarra, der Schweſter Franz des Erſten, und insbeſondere aus der Einleitung dieſes inter⸗ eſſanten Werks. Die Prinzeſſin entwirft daſelbſt den Lebens⸗ plan für die Herren und Damen, welche ſich in dem Schloſſe der Madame Oyſille verſammeln, um ſich auf eine ange⸗ nehme Weiſe zu beſchäftigen, und ſie drückt ſich in folgenden Worten aus:

Sobald der Morgen gekommen war, begaben ſie ſich in das Gemach der Madame Oyitlle, welche ſie bereits in ihrem Gebet fanden; und nachdem ſie eine gute Stunde mit ihr die Andacht verrichtet und die Meſſe gehört hatten, gingen ſie um zehn Uhr zu Tiſche, und dann verfügte ſich jeder in ſein Zimmer, um zu thun, was er zu thun hatte, und des Mittags fanden ſie ſich auf der Wieſe ein.

Als Madame Oyſille von dem Beſchluſſe des erſten Tages ſpricht, ſagt ſie:Ihr ſeht, wo die Sonne ſteht, und hört die Glocke der Abtei, die uns ſchon lange zur Veſper gerufen hat.Nach gehörter Veſper nahmen ſie das Abendeſſen ein, und begaben ſich, nachdem ſie tauſenderlei Spiele getrieben, zu Bette.

Remi Belleau, der in ſeiner Schäferin auch die Sitten ſeiner Zeit geſchildert hat, ſagt, indem er von Mittag⸗ und Abendeſſen ſpricht:Beides fand ſich immer des Morgens um neun, und des Abends um ſechs Uhr bereit.

Unter Heinrich dem Vierten ſpeiſte man zu Mittag um eilf Uhr, und unter Ludwig dem Vierzehnten um zwölf Uhr.

Vom deutſchen Büchermarkt.

Sei willkommen! Drei Erzählungen von Hedwig Prohl, illuſtrirt von Louiſe Thalheim. Breslau, Verlag von Eduard Trewendt.

Die Jugendſchriften, welche mit Bildern von Louiſe Thalheim ausgeſchmückt ſind, wird man immer von Seiten des Publicums willkommen heißen. Es giebt nur wenige Zeichner, die ſich an Innigkeit, Gefälligkeit und anſpruchs⸗ loſer Naivetät mit dem Talent der genannten Künſtlerin ver⸗ gleichen könnten. Ihre kleinen Compoſitionen erwecken im Beſchauer Nachdenken und Erregung des Gefühls, denn ſie haben den Hintergrund deutſcher Gemüthswärme. Die drei Erzählungen von Hedwig Prohl entſprechen ihrem Zweck in empfehlenswerther Weiſe und treffen oft den Ton der Kin⸗ derſprache ungewöhnlich gut. O. B.

Charakterbilder aus der Länder⸗ und Völ⸗ kerkunde, von Karl Müller, illuſtrirt von A. Hann. Breslau, Verlag von Eduard Trewendt.

Der Verfaſſer hat ſchon viele beifällig aufgenommene Jugendſchriften edirt, z. B. denjungen Pelzhändler und denRobinſon der Wildniß. Er führt ſeine Leſer in einer geographiſchen Rundreiſe zu verſchiedenen, noch unciviliſirten Völkerſtämmen der fremden Welttheile und entwirft in leicht verſtändlicher Weiſe ein Gemälde von ihrer Lebensweiſe und ihrer Landeszuſtänden. Der Stoff iſt ſo unterhaltend als belehrend für die Jugend, und die Illuſtrationen helfen dem Vorſtellungsvermögen vielfach nach. Die Ausſtattung dieſes

und des vorigen Bandes iſt vortrefflich, da ſie das Elegante mit Solidität verbindet. O. B.

Concordia. Anthologie claſſiſcher Volkslieder für Pianoforte und Geſang von F. L. Schubert. Leipzig, Verlag von Moritz Schäfer.

Um dem Publicum in einer größeren bequemen Samm⸗