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Vierte
zugefügt zu werden, daß die Geſellſchaft ſich am anderen Tage eines Beſſern beſann. Boileau hat das Hiſtörchen wieder⸗ holt an Racine erzählt, der es ſeinem Sohne mittheilte. Auch das kleine von ihm berichtete Abenteuer mit dem Minoriten iſt artig. Molisre, Chapelle und Baron fuhren zurück nach Auteuil in einem Boot, in welchem ſich außer ihnen noch ein Mönch befand. Chapelle war ſeit ſeiner Schulzeit Gaſſendi's Anhänger geblieben, während Molisre ſich zu den Anſichten des Descartes hinneigte. Sie ſtritten lebhaft, jeder von ihnen trug ſeine Gründe dem Mönche vor und wollte ſein Urtheil hören; dieſer aber hüllte ſich in Schweigen, und nickte nur mit einer Kennermiene, ſo oft Einer oder der Andre geſprochen hatte. Auf halbem Wege ließ der Pater ſich an's Land ſetzen, und erſt als er beim Ausſtei⸗ gen ſeinen Schnappſack über den Arm hing, erkannten ſie, daß ihr Schiedsrichter ein ſimpler Bettelmönch ſei, und daß ſie einen unwiſſenden Franziskaner für einen ſachkundigen, urtheilsfähigen Gelehrten gehalten hatten. Sie ſahen ſich verwundert an; dann lachte Molière und ſagte zu Baron: „Da ſiehſt Du, Kleiner, wie weit man mit Schweigen kommt,
wenn man ſich zu rechter Zeit darauf verſteht!“ 6.
Der Thiermaler Herring.
Man erzählt ſich eine hübſche Anekdote von dem engli⸗ ſchen Thiermaler J. F. Herring. Derſelbe malte vor eini⸗ ger Zeit für einen der bekannteſten Kunſthändler in London ein kleines Gemälde und wurde von ihm mit einer Anweiſung für eine ziemlich bedeutende Summe auf ſein Bankhaus be⸗ zahlt. Die Anweiſung war auf ein Stück Papier geſchrieben und lautete:„Zahlen Sie an den Herrn J. F. Herring die Summe von...“ und warrichtig unterzeichnet, aber der Kunſt⸗ händler hatte unterlaſſen die Worte„oder deſſen Ordre“ hin⸗ zuzufügen, und der Caſſirer der Bank betrachtete mit einem mißtrauiſchen Auge zunächſt die Anweiſung und dann die Per⸗ ſon, welche dieſelbe überreicht hatte.
Der Künſtler bemerkte es und fragte, ob nicht Alles in Ordnung ſei.
„Sehen Sie nicht, daß die Summe an J. F. Herring zahlbar iſt?“.
„Ganz gut, das bin ich!“
„Wie kann ich mich davon überzeugen, mein Herr?“
„Wiſſen Sie den Beruf, dem ſich Herring gewidmet hat?“ fragte der Künſtler den Caſſirer.
„Ich glaube, ja,“ antwortete dieſer.„Ich habe zu Hauſe
den Kupferſtich der Drei Mitglieder einer Mäßigkeitsge⸗
ſellſchaft.“(Ein berühmtes Gemälde Herring's, das drei
Pferdeköpfe darſtellt, welche an einer Tränke ihren Durſt
öſchen.)
Herring lächelte, und ohne ein Wort zu ſagen, ergriff er eine Feder und mit einigen ſchnellen Zügen zeichnete er auf ein daliegendes Blatt Löſchpapier einen Pferdekopf, den er dem Caſſirer überreichte, welcher hierauf die Anweiſung ihm auf der Stelle auszahlte. C.
Misrellen.
Die Gemahlin des Dauphin, Marie Anne Victoire von Baiern, galt für eine ſehr geiſtreiche Frau. Ludwig der Bierzehnte ſagte einmal zu ihr:„Sie haben mir ja nichts vavon geſagt, daß Sie eine ſehr ſchöne Schweſter haben“— ir meinte die Großherzogin von Toscana.—„Es iſt wahr,“
„ 5„„ antwortete die Prinzeſſin,„meine Schweſter hat alle Schön⸗ eit unſerer Familie bekommen, und ich alles Glück.“
I
Folge. 783 Literariſches.
Die Herausgeber des Journal illustré, des verbreitet⸗ ſten der wohlfeilen Pariſer illuſtrirten Journale, welche be⸗ kanntlich im vorigen Jahre in Leipzig auch eine deutſche Aus⸗ gabe unter dem Titel„Illuſtrirtes Journal“ begannen, haben letzteres an A. H. Payne verkauft und wird daſſelbe mit der einen mehr deutſchen Charakter tragenden„Allgemei⸗ nien Illuſtrirten Zeitung dadurch vereinigt.
Vom deutſchen Büchermarkt.
Tzarogy. Roman von Ernſt Freiherrn von Bibra. Jena und Leipzig, Hermann Coſtenoble.
Eine Ausnahme von den novelliſtiſchen und ethnographi⸗ ſchen Schilderungen, welche wir von Bibra als eine intereſ⸗ ſante Ausbeute ſeiner transatlantiſchen großen Reiſen gewohnt ſind, bildet dieſer dreibändige Roman.
Er ſpielt durchaus auf europäiſchem Grund und Boden und in der neueren Zeit. Die außerordentlich gewandte und humoriſtiſche Darſtellungsweiſe des Verfaſſers macht dieſe halb romantiſche, halb ſatiriſche Erzählung zu einer ſehr unter⸗ haltenden Lectüre. Der Autor erhebt nur Anſprüche darauf, daß ſie auch eine ebenſo unbefangene und leichte Lectüre ſein ſoll. Dieſe Abſicht iſt ihm aber auch in der That gelungen, denn er verſteht es, wenige Perſonen zu einer draſtiſchen Compoſition der Handlung zu verweben, und ſeine Situa⸗ tionsſchilderungen ſind ebenſo lebendig, als der Dialog durch überraſchende Wendungen und kauſtiſche Ausdrucksweiſen für die Bereitung einer frohen Laune geeignet iſt. Eine Menge unſerer modernen Schriftſteller würden nach einer ſo anre⸗ genden Vortragsweiſe vergeblich ſtreben. O. B.
Kennethoderder Rückzug der großen Armee. Aus dem Engliſchen der Miß Yonge überſetzt von Louiſe Marezoll, und: Ruth und ihre Freundinnen von Miß Yonge, von derſelben Ueberſetzerin. Beide Werke in Georg Wigand's Verlag.
Die engliſche Verfaſſerin gehört zu denen, welche in be⸗ haglichſter und natürlich lebendiger Weiſe erzählen, doch dabei ſo viele moraliſche Tendenzen verfolgen, daß ſich ihre Dar⸗ ſtellungen ganz beſonders zu pädagogiſchen Schriften für die Jugend, vorzugsweiſe die weibliche, eignen. Das Letztere gilt zumeiſt für das Buch„Ruth und ihre Freundinnen“, mit Illuſtrationen von Koch verſehen;„Kenneth“, illuſtrirt von Krauſe, iſt für etwas weitere jugendliche Leſerkreiſe empfehlenswerth und zeichnet ſich durch einen innigen Ton bei der Schilderung von Gemüthsſituationen aus.
O. B.
Gefallene Würfel. Novellen von Ludwig Eckardt. Mannheim, Verlag von Schneider.
Wir haben dieſe Novellen bereits im erſten Bande in einer Art willkommen geheißen, welche die gediegene, wiſſen— ſchaftlich tüchtige Natur ihres Verfaſſers verdienen. Richtig glauben wir auch die Bedeutung des Titels aufgefaßt zu haben, deſſen irrthümliche, durch die Augsburger Zeitung geſchehene Interpretation der Verfaſſer in der Vorrede des zweiten Bandes berichtigt. Dieſer bringt ebenfalls ſechs
kleine, mit Liebe und Sinnigkeit geſchriebene und oft cultur⸗ geſchichtliche Novellen, von denen die Geſchichte eines Toaſtes auch in die heiteren Farben hineinſpielt und Julie Bondeli, die Freundin Wieland's, als ein würdiges Erinnerungsbild hervorgehoben zu werden verdient. O. B.


